chevron-down chevron-left chevron-right chevron-up home circle comment double-caret-left double-caret-right like like2 twitter epale-arrow-up text-bubble cloud stop caret-down caret-up caret-left caret-right file-text

EPALE

E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa

 
 

Blog

„Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe“ und andere andragogische „Weisheiten“

05/09/2018
by Monika Sulik
Sprache: DE
Document available also in: PL FR EN LV HR NL

Originalsprache: Polnisch

„- Ich fuhr an eine Hochschule. Man bat mich darum, mit dem Kader an der Verbesserung der Kommunikation zu arbeiten und nach dem Unterricht schrieb die Gruppe, dass man diese Firma so schnell wie möglich hinauswerfen sollte und man bitte nie wieder diesen Armleuchter schicken sollte.

- Was hast du falsch gemacht?

- Jetzt weiß ich es. Zuerst einmal war ich mit diesen Leuten direkt zum Du übergegangen und da waren ein Professor und einige Dozenten mit dabei, die das nicht gewöhnt waren. Zweitens schlug ich ihnen eine, normalerweise bewährte, Technik vor und bat sie um Gespräche in Paaren, was sich für sie als zu intim herausstellte. Sie fühlten sich bedrängt (...). Mit der Mehrheit der Lehrer gestaltet sich die Arbeit als sehr schwierig“ [1].

Das vorgestellte Interviewfragment liegt mir aus drei Gründen am Herzen:

1) Zunächst einmal bin ich eine Andragogin, d. h. ein Erwachsenenbildnerin;

2) Zweitens bin ich selbst eine erwachsene Lernerin;

3) Drittens habe ich selbst an den im vorigen Fragment vom Schulungsleiter/Coach genannten Unterricht teilgenommen.

Die aufgelisteten Gründe bilden für mich den Anlass, um das angeführte Interviewfragment aus der Perspektive einer Teilnehmerin zu kommentieren. Meiner Meinung nach waren die situationsbedingte Spannung oder gar der angesprochene Konflikt mit dem „Auseinanderdriften“ der gegenseitigen Erwartungen und mit dem Arbeitsstil verbunden. Und darin zeigt sich, was der verantwortliche Kursleiter als „schwierig“ in Bezug auf unsere Gruppe bezeichnet hat. Die Erwachsenenbildnergruppe sollte nämlich in die Rolle eines Lernenden schlüpfen. Die meisten von uns erwarteten jedoch fertige Werkzeuge, bewährte Lösungen und ein Erfolgsrezept. Der Leiter hingegen wollte, dass wir unsere Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig inspirieren. Er selbst stand ein bisschen abseits und beobachtete unsere Interaktionen. Unsere Unzufriedenheit, d. h. die Unzufriedenheit der Teilnehmer, quittierte er mit folgendem Satz: „Das ist mein Arbeitsstil und nicht mein Problem“.

/epale/de/file/prawidlaaajpg-1prawidlaaa.jpg

Ich habe mich lange Zeit angeschickt, über diesen Beitrag zu schreiben und kann nicht verhehlen, dass das Thema, das ich hier ansprechen möchte, seit Jahren bereits eine Illustration für die Redewendung „Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe“ darstellt. Trifft diese alltägliche, vernünftige Wahrheit auf die Arbeit von Andragogen, Coaches oder Pädagogen zu?

Vor einigen Tagen nahm ich an einer inspirierenden Schulung von EPALE-Botschaftern zum Thema Webwriting teil. Nach einem fast ganztägigen Kampf mit unseren Fragen, Berichten und jeglichen von uns gemeldeten Dissonanzen lobte die Schulungsleiterin Anna Miotk unser Engagement und unsere Kreativität. Ich muss zugeben, dass ein so konstruktives Feedback mir wie ein Red Bull Flügel verlieh. Außerdem erinnerte ich mich an die anfänglich beschriebenen Erfahrungen, die mich dazu inspirierten aufzuschreiben, WIE SICH EIN ERWACHSENENLEHRER – ANDRAGOGE (NICHT) IN DER ROLLE EINES SCHÜLERS WIEDERFINDET?

In Veröffentlichungen betreffend die Erwachsenenbildung finden sich viele Stimmen zu den Kompetenzen, die ein Erwachsenenbildner, Schulungsleiter oder Erzieher. An dieser Stelle lohnt es sich, einige wichtige Stimmen zu diesem Thema anzuführen. So erinnert uns Józef Kargul daran, dass „die postmoderne Gesellschaft eine Destruktion der institutionellen gesellschaftlichen Rolle des Lehrers vorgenommen hat. Es gilt nicht mehr als die einzige Wissensquelle. Er stellt auch keine Autorität für Schüler, insbesondere erwachsene, sowie Eltern als auch die lokale Gemeinschaft dar. Die Erwartung verschiedener Autoren, einschließlich den Verfassern von Bildungsberichten, dass Lehrer wieder Autoritäten werden, erinnert an das „Beschwören von Regen“. Ein Erwachsenenlehrer akzeptiert diese Tatsachen oft nicht und sieht sich selbst immer noch in der Rolle einer solchen Autorität. In seinem Fall ist jedoch eine dramatische Spaltung eingetreten: Er selbst vertritt demokratische und egalitäre Werte, jedoch für die öffentliche Schule und für sich selbst als ihren Funktionär reserviert er konservative Werte. Deshalb glaubt er, dass er berechtigt ist, erwachsenen Schülern die wichtigsten Werte, persönliche Muster, „echte“ Wissensquellen anzugeben und beruft sich auf die Vernunft. Er sieht nicht, dass die postmoderne Welt eine Welt des Pluralismus aller Art ist (...). Ein solches Lehrerverhalten stößt ständig auf Missbilligung der Schüler und setzt den Lehrer nicht nur verbaler Aggression aus. Derzeit verteidigt einen Lehrer niemand. Immer häufiger kriegt ein Lehrer zu hören, dass er jemanden unterdrückt, manipuliert. Nur selten sagt man, dass er die traditionelle institutionelle Rolle eines Lehrers ausübt, die leider durch die postmoderne Welt außer Kraft gesetzt wurde“ [2]. Die angeführte Passage scheint die Frage zu beantworten, warum es für einen Erwachsenenbildner so schwer ist, in die Rolle eines Schülers zu schlüpfen. Vielleicht erlebt er eine Art Dissonanz? Einerseits ist er ein Lehrer, der mehr oder weniger in Traditionen verwurzelt ist, und das Bedürfnis hat, anerkannt zu werden, wodurch er sich dazu berufen fühlt, „einen Erwachsenen zu führen“. Auf der anderen Seite ist er sich der Tatsache bewusst ist, dass viele Wahrheiten und Lösungen aufgrund der durch die Postmoderne hervorgerufenen Veränderungen nicht nachprüfbar sind. Beide Rollen scheinen im Gegensatz zueinander zu stehen, was ein Gefühl von Inkonsistenz, Ambivalenz und vielleicht sogar einer Art Schizophrenie vermittelt.

Ergänzt werden diese Überlegungen durch die Stimme von Dorota Lubrań, die betont, dass der zeitgenössische Lehrer vor schwierigen Aufgaben steht, die eine kontinuierliche und sukzessive Verbesserung seiner inhaltlichen, methodischen und organisatorischen Kompetenzen sowie eine ständige Aktualisierung und Erweiterung seiner Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten erfordern. „Jeder Erwachsene sollte sich bewusst sein, dass lebenslanges Lernen eine Voraussetzung für die volle Teilnahme an einer demokratischen Gesellschaft ist“, auch – und vor allem – ein Erwachsenenlehrer“[3].

In Anlehnung an diese Bemerkungen ist zu unterstreichen, dass es in der Literatur nur wenige Stimmen bzw. Forschungen über das Funktionieren eines Erwachsenenbildners in der Schülerrolle gibt. Daher bin ich der Meinung, dass ein Artikel von Agnieszka Majewska-Kafarowska und Urszula Tabor, in dem die Autorinnen ihre Forschungserfahrungen austauschen und beschreiben, wie ein Erwachsenenbildner sich in der Rolle eines Schülers wiederfindet besonders wertvoll. Die Ergebnisse dieser Studie sind nicht gerade optimistisch und regen sicherlich zum Nachdenken an. Die Untersuchungen wurden unter den Teilnehmern eines, von einem Fortbildungszentrum veranstalteten, Kurses für Erwachsenenbildner durchgeführt. Der genannte Fortbildungskurs sollte dem teilnehmenden Personen Wissen aus dem Bereich der Andragogik näherbringen, insbesondere aber das Thema der Funktion eines erwachsenen Schülers als Subjekt des Lehrprozesses. Den Bedarf für diesen Kurs meldeten die Teilnehmer selbst an. Überraschend ist bereits die Antwort, die die Befragten auf die andragogische Reflexion initiierende Frage erteilt haben. Man gab zwei Antwortmöglichkeiten vor:

a) Die Andragogik ist eine wissenschaftliche Disziplin, die Erwachsene zur Reflexion über sich selbst, die Welt und andere anregen soll.  
b) Die Andragogik ist eine wissenschaftliche Disziplin, die eine Antwort auf die Frage gibt, wie man Erwachsene bilden und erziehen soll. [4].

Es ist erstaunlich, dass die erste Antwort nur von 20% der Befragten angekreuzt wurde. Die Antwort b) wurde von ganzen 45% der Befragten gewählt. 22% gaben keine Antwort an und mehrere Personen kreuzten beide Antworten an. Ich glaubte dies erübrigt einen weiteren Kommentar. Die Antworten auf weitere im Fragebogen aufgeworfene Fragen waren nicht weniger überraschend. Die Schlussfolgerungen dieser Studien lassen sich mit folgenden Formulierungen zusammenfassen:

1) Erwachsenenbildner sind meist passive Leser (zumindest in Bezug auf die Fachliteratur).

2) Erwachsenenbildner erwarten in der Regel fertige Werkzeuge und keine Gelegenheit für Inspiration oder Reflexion.

3) Erwachsenenbildner nehmen am ehesten an Schulungen oder Kursen teil, da sie entweder Qualifikationen erwerben müssen oder den Nachweis ihrer beruflichen Qualifikationen benötigen.
4) Erwachsenenbildner wiederholen oft die Einstellungen ihrer Schüler, die sie selbst sehr kritisch bewerten.

Wie kommt es dann, dass man trotz Betonung folgenden Satzes: „Bildung ist ein unabdingbarer, fast existentiell wichtiger, Bestandteil des gesamten menschlichen Lebens“[5] diese Idee für Erwachsenenbildner so schwer umzusetzen ist? Vielleicht hängt dieser Zwiespalt und die Schwierigkeit des Hineinversetzens in die Rolle eines Schülers durch Erwachsenenbildner mit mangelndem Mut bzw. mangelnder Bereitschaft „zum Leben an der Schwelle“ und „zum Funktionieren in Grenzzonen“, was mit der Bereitschaft verbunden ist, neue Impulse aufzunehmen, worüber Łukasz Michalski suggestiv schreibt. Der Autor erinnert uns an Michail Bachtins Maxime: „Existieren heißt mit jemandem dialogisch zu kommunizieren“. Es geht um die Fähigkeit, Streitgespräche mit sich selbst und mit der Welt zu führen. Ein Mensch, der aus diesem Diskurs ausscheidet, scheidet aus dem Leben aus. Angesichts der existenziellen Dimension des Lernens kommen wir zu dem Schluss, dass Lernen im Wesentlichen dialogisch sein sollte. Es sollte ein Auseinandersetzen mit Andersartigkeit darstellen und somit lebensspendend sein[6]. Nach meinem Verständnis sind der Mut und die Bereitschaft, „in neue Schuhe zu schlüpfen“ lebensspendend.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Mögen Sie es zu lernen? Mögen Sie Schulungen, Seminare oder Kurse? Wenn Sie sie schätzen oder meinen, dass diese „maßgeschneidert“ sind, dann lassen Sie es uns bitte wissen. Wenn Sie jedoch keine Lust haben, „in neue Schuhe zu schlüpfen“ oder die bereits getragenen „zu sehr drücken“, oder es vorziehen, „Barfuß zu gehen“, dann schreiben Sie uns bitte warum. Vielleicht ist die Behauptung, dass Erwachsenenbildner nicht gerne lernen, einer der Mythen, die man schnellst möglich stürzen muss.

[1] http://wyborcza.pl/duzyformat/1,127290,11697611,Jacek_Jakubowski__czyli_... (Stand vom 13.06.2018).

[2] J. Kargul: Edukacja dorosłych w ponowoczesnym świecie, „Chowanna” 2003, S. 199.

[3] D. Luber: Rola i znaczenie andragoga w procesie edukacji i wychowania dorosłych. [in:] A. Fabiś, B. Cyboran (hrsg.), Dorosły w procesie kształcenia dorosłych, Bielsko-Biała - Zakopane 2009, s. 205.

[4] U. Tabor, A. Majewska-Kafarowska: „Autorefleksja zawodowa nauczycieli dorosłych a ich funkcjonowanie w roli ucznia i nauczyciela”. [in:] A. Stopińska-Pająk (hrsg.), Edukacja dorosłych. Doradca zawodowy. Rynek pracy, Warszawa 2006.

[5] A. Stopińska-Pająk: „Edukacja dorosłych i poradnictwo zawodowe wobec wyzwań rynku pracy”. [in:] A. Stopińska-Pająk (hrsg.), Edukacja dorosłych. Doradca zawodowy. Rynek pracy, Warszawa 2006.

[6] Ł. Michalski: Strach przed innym, czyli o istocie uczenia się. [in:] A. Fabiś, A. Stopińska-Pająk (hrsg.), Uczący się dorosły w zmieniającym się świecie, Bielsko-Biała 2010, s. 57.

Dr. Monika Sulik – ist Assistentin und Dozentin. Sie leitet ihre eigenen didaktischen Kurse auf dem Gebiet Biografie in der Bildung. Zertifizierte Coach und akademischer Mentor. Seit 2018 ist sie zudem Redaktionssekretärin der Zeitschrift „Edukacja Dorosłych”. EPALE-Botschafterin.

Share on Facebook Share on Twitter Epale SoundCloud Share on LinkedIn
Refresh comments Enable auto refresh

1 - 10 von 32 anzeigen
  • Bild des Benutzers Liene Ušvile
    Ja piekrītam, ka pedagogs cenšas runāt ar skolēnu (jebkura vecuma) iespējami kā ar līdzīgu, kā ar pieaugušu cilvēku, izvēloties tikai skolēna vecumam atbilstošus rīkus - valodas izvēle, satura dziļums, koncentrēšanās ilgums u.tml., tad ļoti lielā mērā rakstā minētie argumenti un secinājumi pēc pētījuma veikšanas ir jāņem vērā ikvienam, pat pirmsskolas izglītības pedagogam. Rakstā teiktais par pieaugušo apmācītāju jeb andragogu nepieciešamību mūžilgi izglītoties, nemitīgi papildinot prasmes un iemaņas dažādās jomās, ļoti lielā mērā attiecināms arī uz pedagogu. Izglītības mērķu sasniegšanai pedagogam ir jābūt empātijas spējām attiecībā uz skolēnu jebkurā vecumposmā. Empātijas spējas ir atslēgas vārds gan satura plānošanā, gan metožu izvēlē, gan palīdzība apgūt prasmes un nostiprināt iemaņas.
  • Bild des Benutzers Jeļena Alute
    Manā praksē, apmeklējot kursus, lielāka daļa  no tiem bija vērtīga un jaunas idejas es ar prieku izmantoju praksē.  Bet, diemžēl, bija tādi, apmeklējot kurus radās sajūta, ka tu velti zaudēji laiku, lai gan pirms apmeklējuma rūpīgi pētu programmu un izvēlos tikai to, kas ir nepieciešams. Piekrītu, ka ļoti daudz atkarīgs no pasniedzēja, bet arī svarīgi, kāda ir grupa. Ja grupā, lielāka daļa no cilvēkiem mērķtiecīgi grib apgūt kaut-ko jaunu, strādāt vieglāk un interesantāk.
  • Bild des Benutzers Jolanta_ Zastavnaja_
    ''Manuprāt, meklējot atbildes uz jautājumiem, kādēļ skolotājam ir grūti iejusties skolēnu lomā. Viens no iemesliem, ir pazaudēt savu komforta zonu, bailes ''iekāpt jaunās kurpēs''. Ļoti nozīmīga skolotāja prasme ir nebaidīties ''iekāpt citās, jaunās kurpēs''. Skolotājam ir jālasa, jāinteresējas par jaunatklājumiem izglītībā, tehnoloģijās, pētījumos par sabiedrību, skolēniem,piem. paaudžu atšķirībās. Tieši zināšanas jeb mūžizglītība apvienojumā ar ''iekāpšanu jaunās kurpēs'', skolotāju var aizvest ļoti interesantā, krāšņā piedzīvojumā, mācot, izglītojot izglītojamos. Un ,protams, šeit nevar nepieminēt, sevis un sava paveiktā analīzi, kas palīdz saprast paveikto un skaidri parāda turpmākos mērķus.''

  • Bild des Benutzers Linda Trūle
    Lai strādātu par skolotāju, ikvienam ir jāapzinās, ka katram pašam ir jāpilnveidojas līdz ar saviem audzēkņiem, jo viena gatavā “recepte”, nederēs visiem. Līdz ar to, apzinoties, ka izglītības iestādē ienāk jauni audzēkņi ar savām interesēm, vajadzībā, skatījumu uz dzīvi, ir jāsaprot, ka ir nepieciešama sevis, savu zināšanu praktisko spēju aktualizāciju un papildināšanu, uzlabošanu. Tā kā skolotāju profesija ir tā, kurā nemitīgi jāpilnveido sevi, un to nosaka arī Izglītības likums, mūsdienās šāda iespēja ir gan formālajā, gan neformālajā izglītībā, ir pieejami dažādi, kursi, lekcijas, semināri, dažādi projekti, un šo piedāvājuma klāsts ir liels, un ir iespēja izvelēties pēc ieskatiem, šī brīža aktuālajām vajadzībām. Un apmeklējot šādus sevis pilnveides, kursus, ir jāņem viss piedāvātais, neatkarīgi no kvalitātes, vai cita kā, bet kā zināms slikta pieredze ir arī pieredze, no kuras ir iespējams mācīties. Pati personīgi varu dalīties ar pozitīvu piemēru, no vieniem kursiem, kur es kā pedagogs iejutos skolēnu lomā, kur caur praktisko darbošanos tika izzinātas dažādas metodes, kā skolēniem mācīt kritiskās domāšanas prasmes, un es uzskatu, ka tikai caur šo prizmu, ir iespēja pilnīgi izprast vai šīs piedāvātas metodes tev un taviem audzēkņiem derēs vai nē. Un iegūtas zināšanas, prasmes ir daudz noturīgākas, nekā tās es būtu noklausījusies parastā lekcijā. Bet viennozīmīgi varu apgalvot, ka šie pilnveides kursiem, jābūt ieguvumam sev pašam. Jo dzīves gudrāks, zinošāks būsi, jo lielāka tava vērtība būs sabiedrībā, tādēļ nepieciešams mācīties visu mūžu. Un tikai apzinoties to, ļaus iekļauties demogrāfiskajā sabiedrībā. 
  • Bild des Benutzers Elīna Bogdanova
    Labprāt apmeklēju kursus un seminārus par sev interesējošām tēmām un aktualitātēm. Kā arī esmu izmantojusi Erasmus + piedāvātās iespējas, kas paplašina redzesloku un sniedz zināšanas no profesionāļu praktiskās pieredzes, ko universitātes solā, diemžēl, neiegūstam. Protams, lai maksimāli daudz gūtu no kursiem vai dažādiem semināriem, lekcijām ir jādodas uz tiem ar interesi un jābūt atvērtam arī iesaistīties un diskutēt. Kursi nereti notiek ārpus darbalaika vai studiju laika, kas nozīmē, ka tiem jāpatērē savs brīvais laiks. Taču tas nekādā ziņā netiek izniekots. Vienmēr ir ļoti svarīgi gūt ko jaunu, kas ir neatņemama vērtība - pieredze un zināšanas. 

  • Bild des Benutzers Zane Katrīne Kļaviņa
    Esmu ļoti priecīga un pateicīga, par to, ka papildus studiju programmā noteiktajiem kursiem, varu brīvajā laikā izvēlēties no plaša klāsta profesionālās pilnveides kursiem, semināriem, apmācībām. Labprāt piedalos arī Erasmus+ un līdzīgos pieredzes apmaiņas, neformālās izglītības pasākumos, radošās darbnīcās, klausos sabiedrībā zināmo cilvēku lekcijas par sev interesējošām tēmām. Man vēl ne reizi nav gadījies justies, ka būtu zaudējusi savu laiku šāda veida izglītošanās aktivitātēs. Domāju, ka izšķiroša ir katra individuālā attieksme - ja vēlies kaut ko dziļāk saprast, piedalies un klausies ar atvērtu prātu un aiz paša iniciatīvas, tad arī noteikti kādu atziņu atradīsi, pat šķietami garlaicīgā stāstījumā. Arī "slikta" pieredze var sniegt jaunas atklāsmes.
  • Bild des Benutzers Laima Kronberga
    Tālākizglītības vai profesionālās pilnvbeides kursus neapmeklēju formālo 36 stundu dēļ. līdz ar to izvēloties kursus, vienmēr apsveru to lietderīgumu mānām tā brīža interesēm un vajadzībām. Mūsidenās ir ļoti plašs kursu klāsts, no kura katrs var atrast sev ko lietderīgu un aktuālu tieši konkrētajam klausītājam (apmeklētājam). Skolotāja viena no galvenajām kompetencēm, ir vēlme un spēja mācīties mūžā garumā, bet kur un kā to darīt ir katra paša atbildba!
  • Bild des Benutzers Renārs Rapa
    Manuprāt, mācīšanās vide (gan skolas vide, gan pieaugušo izglītībā), kurā no izglītojamā tiek sagaidīta zināšanu uzņemšana no skolotāja un to atkārtošana, nav demokrātiska. Un šis demokrātijas trūkums izraisa šo negatīvo attieksmi pret mācīšanos, pret tālākizglītības kursiem. Liela daļa kolēģu (skolotāji) apmeklē piedāvātos kursus tikai "papīra pēc, jo vajag stundas". Lai šī tālākizglītības vide būtu demokrātiskāka, izglītojamajiem jābūt iespējai izteikt savus viedokļus par to, kādu izglītību viņi uzskata par vajadzīgu un sniegt iespēju aktīvi piedalīties zināšanu veidošanā ar saviem skolotājiem. 
    Man ļoti patīk apmeklēt seminārus, kursus u.c. tālākizglītības nodarbības. Vienmēr jaunapgūtās metodes un zināšanas izmēģinu savās nodarbībās un tad vēroju, kas izdodas, kas izglītojamiem patīk, un kas ne pārāk. Pārsvarā Latvijas tālākizglītības kursus vērtēju augsti un noderīgi. 10 gadu laikā atceros tikai vienus kursus, pēc kuriem palika sajūta, ka tie tiešām bija bezjēdzīgi. Katra tālākizglītības reize sniedz kādu jaunu skatu punktu, parāda "jaunas kurpes kurās iekāpt". Man patīk pētīt un priecāties, kādās dažādas kurpes visapkārt ir, un kolekcionēt daudzus dažādus pārus, kurus regulāri mainīt darbā ar izglītojamajiem. 

  • Bild des Benutzers Jānis Rage-Raģis
    Vispārējās, profesionālās un interešu izglītības pedagogs ir atbildīgs par savas profesionālās kompetences pilnveidi. Profesionālo kompetenci pilnveido, triju gadu laikā apgūstot programmu vismaz 36 stundu apjomā. Gadā ir jāapmeklē kursi vismaz 12 stundu apjomā. Manā praksē parasti šie kursi ir bijuši nevērtīgi. Bieži tēma ir bijusi jau dzirdēta un nav vairs aktuāla, pasniedzēji neiinteresanti. Sajūta, ka tev vajag apliecinājumu par noklausīšanos un papīra formā tu to arī saņem. Protams es runāju par pieejamiem bezmaksas kursiem!
  • Bild des Benutzers Ināra Upeniece
    Renār, pilnīgi piekrītu! Manā praksē visi kursi ir bijuši vērtīgi. Taču, it īpaši pēdējo 10 gadu laikā, "pataustot" savas sajūtas pirms kursiem, ir neliela spriedze - nepazīstama grupa, stāšanās auditorijas priekšā, savas vietas "izcīnīšana"... Pieaugušo izglītotāji vienkopus dažkārt mēdz būt "smagi" izglītojamie. Ja prasmīgs nodarbību vadītājs - viss aiziet uz urrrā!