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EPALE

E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa

 
 

Blog

EPODS: Initiative zur netzbasierten beruflichen Weiterbildung für den zweiten Bildungsweg

20/03/2017
by NSS EPALE Nederland
Sprache: DE
Document available also in: NL LT

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Bei der beruflichen Weiterbildung von Lehrpersonal geht die Initiative meist von der Leitung der jeweiligen Einrichtung aus. Zudem besteht in Europa bei der Umsetzung der beruflichen Weiterentwicklung eine große Diversität. Dieser Ansicht ist zumindest Chris Janssen, Leiter von Euricon und Projektmanager der strategischen Partnerschaft „Online Professional Development in Second Chance Education“ (EPODS) von Erasmus+. Aus Sicht von EPODS sollte bei beidem ein „Bottom-up“-Ansatz verfolgt werden – ausgehend von den Lehrern und Ausbildern.

Bottom-up

Ein solcher Bottom-up-Ansatz ist jedenfalls ein Teil des Fundaments des europäischen Projekts, an dem Janssens Organisation beteiligt ist. Gemeinsam mit Betawerk (www.betawerk.nl) (nl) wurden Partner in Zypern, Deutschland, Griechenland, Italien und England gesucht und im Herbst 2016 wurde mit der Entwicklung eines „European Development Service“ für Lehrpersonal in der Erwachsenenbildung begonnen. Mit diesem (Online-)Paket können Lehrkräfte selbst feststellen, wie es um ihre beruflichen Fähigkeiten steht. Nach einem Assessment (Schritt 1) können sie (Online-)Module absolvieren, um ihre Fähigkeiten zu verbessern (Schritt 2). Janssen: „Wenn alles klappt, wird es auch noch einen Teil geben, mit dem sie einen Nachweis ihrer Fähigkeiten erwerben können (Schritt 3).“ Das Projekt knüpft an Ergebnisse des DISCO-Projekts (en) an.

 

„Es gibt bereits ein vergleichbares System. An diesem ist unter anderem auch die Fernuniversität der Niederlande beteiligt. Wir möchten ein solches System nun aber auch für Lehrkräfte anbieten, die in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern im zweiten Bildungsweg tätig sind. In Kürze werden wir eine Untersuchung zu den genauen Bedürfnissen der Lehrkräfte in allen Partnerländern abschließen.“

 - Wie sieht die Zusammenarbeit bei solch einem Thema mit den verschiedenen Ländern aus?

Janssen: „In jedem Land erfolgt die berufliche Weiterentwicklung des Lehrpersonals auf eine andere Art und Weise. In Deutschland ist die Weiterbildung Aufgabe der Bundesländer. Diese haben jeweils eigene Vorstellungen und eine eigene Finanzierung. Dort sind die Lehrkräfte es beispielsweise nicht gewohnt, Feedback von ihren Schülern zu erhalten. In den Niederlanden wird die Weiterbildung meist von den Einrichtungen selbst geregelt und organisiert. Die Lehrer gehen hier oft aktiv mit dem Feedback einer Klasse um.“

Janssen verweist noch auf weitere Faktoren: „In England denken Lehrer viel über ihre eigene Weiterentwicklung nach. Dort ist das ganz normal. In anderen Ländern gibt es noch nicht einmal ein Budget für Fortbildungen. Dieses Projekt ist somit, wie jedes europäische Projekt, eine Herausforderung.“

 - Warum sollte eine Organisation dann an so einem komplexen europäischen Projekt mitwirken?

„Ich höre oft, dass europäische Projekte aus finanzieller Sicht nicht interessant seien. Das stimmt meiner Meinung nach auch. Doch so sollte man nicht an die Sache herangehen. Der Gewinn liegt vielmehr darin, dass man als Organisation oder, wie in diesem Fall, als Lehrer Erfahrungen sammelt, die man sonst nie hätte machen können – interkulturelle Fähigkeiten, Sprachkenntnisse und projektbasiertes Arbeiten zum Beispiel. Das ist unbezahlbar.“

 - Das Projekt ist auf den zweiten Bildungsweg ausgerichtet. Was ist also die Zielgruppe?

Janssen lacht. „Gute Frage. Manchmal gehört die Zielgruppe, mit der Lehrkräfte arbeiten, eher zum VET-Bereich (Berufsbildung), in England haben sie vor allem mit NEETs (‚Not in Education, Employment or Training’) zu tun, in Deutschland geht es darum, Jugendliche in das Gesellschaftssystem zurückzuholen. Kurzum, wir konzentrieren uns insbesondere auf die Zielgruppe, die mit Jugendlichen arbeitet, die Schwierigkeiten haben bzw. hatten und die einen kleinen Anstoß benötigen, um wieder in das Schul- oder Berufsleben einzusteigen.“

Weitere Informationen

Besuchen Sie auch die Webseite von Second Chance Education (en) in Zusammenarbeit mit E2C Europe, eine Plattform, die zu einer besseren Qualität der Ausbildung im zweiten Bildungsweg beitragen soll. Ziel ist es, ein europäisches Wissenszentrum mit digitalen Bewertungsinstrumenten, guten Praxisbeispielen und Trainings zu schaffen.

 

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