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Environment for Europeans
24 Januar 2019 | Generaldirektion Umwelt

Grüne Hauptstädte Europas rufen zu weltweitem Handeln auf

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Der Preis „Grüne Hauptstadt Europas“ feiert 2020 sein zehnjähriges Bestehen. Im Dezember 2018 waren auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 24) in Katowice, Polen, alle elf der vergangenen und künftigen Grünen Hauptstädte unter den 22 Städten vertreten, die einen bahnbrechenden Aktionsaufruf vorstellten. Damit sollte die Macht der Städte bei der Bekämpfung des Klimawandels und anderer ökologischer Probleme unterstrichen und eine grüne Bewegung in Städten in Gang gesetzt werden.

Seit 2010 kürt eine Fachjury jedes Jahr eine Stadt zur Grünen Hauptstadt Europas. Die Preisträger müssen nachweisen, dass sie hohe Umweltstandards erfüllen, und sich verpflichten, weitere ehrgeizige Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Der Slogan des Preises lautet „Green cities – fit for life“. Ein nachhaltiges städtisches Umfeld bietet seinen Bewohnern ein glücklicheres, gesunderes Leben – dafür ist es allerdings notwendig, die Bürger in hohem Maße einzubinden. 

Grüne Städte sind der richtige Weg – sie bieten ihren Bürgern eine bessere Lebensqualität und den Unternehmen neue Möglichkeiten.

Umweltkommissar Karmenu Vella

Mit dem Preis „Grüne Hauptstadt Europas“ und dem European Green Leaf Award (der an Kleinstädte mit weniger als 100 000 Einwohnern verliehen wird) setzt sich die Europäische Kommission für grünere Städte ein. Zur Feier eines Jahrzehnts nachhaltiger Fortschritte und als Starthilfe für das jeweilige Gewinnerjahr gewährte die Kommission Lissabon, der Grünen Hauptstadt 2020, einen besonderen finanziellen Anreiz in Höhe von 350 000 EUR und 75 000 EUR den gemeinsamen Gewinnern des Green Leaf Award 2019, Cornellà de Llobregat in Spanien und Horst aan de Maas in den Niederlanden.

Alle am Wettbewerb teilnehmenden Städte profitieren von einer kostenlosen Umweltprüfung durch Sachverständige und werden von der Kommission beworben. Die Gewinner und die Städte, die es in die engere Wahl geschafft haben, werden außerdem in das 2014 eingerichtete Netz der Grünen Hauptstädte Europas aufgenommen. Die 26 Mitglieder des Netzes teilen und fördern Wissen und bewährte Verfahren und tragen dazu bei, andere Städte auf der ganzen Welt dazu zu inspirieren, den Übergang zu städtischer Nachhaltigkeit ins Rollen zu bringen.

Um die ökologischen Herausforderungen der heutigen Zeit zu bewältigen, müssen alle Kräfte vereint werden. Indem Städte sich gegenseitig Orientierung bieten und zusammenarbeiten, können sie sich helfen, als Wohn- und Arbeitsorte und als Orte für einen angenehmen Lebensabend grüner, nachhaltiger und schöner zu werden. 

Wachsende Stadtbevölkerungen

Städte gewinnen immer weiter an Bedeutung. Mehr als zwei Drittel der Europäer leben in Klein- und Großstädten, und Großstädte spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung weltweiter ökologischer Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourceneffizienz, Luftverschmutzung, städtische Mobilität, Wasserverbrauch und Abfallwirtschaft. 

„Wir müssen dafür sorgen, dass man in den europäischen Städten gern lebt und arbeitet, dass sie nachhaltig geplant werden und dass sie Widerstandsfähigkeit gegenüber den kommenden globalen Herausforderungen entwickeln“, sagte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella. „Grüne Städte sind der richtige Weg – sie bieten ihren Bürgern eine bessere Lebensqualität und den Unternehmen neue Möglichkeiten.“

Der Titel der „Grünen Hauptstadt“ bringt wichtige Impulse für die Gewinnerstädte, die während des ganzen jeweiligen Jahres als hochrangige europäische Botschafter auftreten. Aber auch die Menschen vor Ort profitieren durch Hunderte Bürgerprojekte, die von Aktivitäten für Kinder und Schulen bis hin zu Gartenbau- und Schrebergartenprogrammen für die ganze Gemeinschaft reichen. Vor allem in benachteiligten Gebieten tragen diese Initiativen dazu bei, dass Gemeinden zusammenwachsen und die Lebensqualität verbessert wird. 

Für eine ökologische Neuausrichtung von Städten sind eine verantwortungsvolle Verwaltung und die aktive Beteiligung von Bewohnern und Unternehmen notwendig. Dieser von der Basis ausgehende Ansatz schafft neue Lösungen und fördert das Verständnis von politischen Entscheidungen. 

Am 4. Januar 2019 tritt das niederländische Nijmegen, die Grüne Hauptstadt 2018, den Titel an das norwegische Oslo ab. Schon jetzt kämpfen 21 Städte aus 14 europäischen Ländern um den Preis der Grünen Hauptstadt Europas 2021 und den European Green Leaf Award 2020 – und fast zwei Drittel dieser Städte stellen sich zum ersten Mal diesem Wettbewerb. Die Familie der Grünen Hauptstädte wächst!

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Generaldirektion Umwelt

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