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Im Rahmen des Aktionsplans für Ökoinnovationen wurden zwischen 2008 und 2013 zur Förderung der Entwicklung und Akzeptanz von Innovationen, die der Umwelt zugute kommen und Wachstum und Beschäftigung schaffen, 433 Millionen Euro investiert. Im Aktionsplan werden Umwelt und Wirtschaft zusammengeführt, um nachhaltige Lösungen für Umweltprobleme zu schaffen und gleichzeitig der Wirtschaft als Ganzes zu dienen.

Ökoinnovationen sind von entscheidender Bedeutung, wenn die Europäische Union die Entwicklung hin zu einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft vorantreiben soll. Die Bedeutung der Umweltindustrie wächst rasant. Sie bietet 3,4 Millionen Menschen Arbeit und ihr Jahresumsatz übertrifft den der Stahl-, Automobilund Pharmaindustrie.

Dennoch schaffen zahlreiche vielversprechende Technologien trotz ihres Umwelt- und Geschäftspotenzials nicht den Übergang vom Versuchsstadium zum Markt. Die Hindernisse reichen von technischen Hemmnissen und den Kosten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung von Prototypen bis hin zu begrenzten Managementkapazitäten. Um ökoinnovativen Unternehmen, insbesondere KMU, bei der Überwindung dieser Hürden zu helfen, stellt ihnen das Rahmenprogramm der Kommission für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) Eigenkapital, Vernetzungsmöglichkeiten und einmalige Zuschüsse für potenziell tragfähige Projekte zur Verfügung.

Verfügbar ist die Finanzierung für Erstanträge und Marktumsetzungsprojekte zur Entwicklung von ökoinnovativen Techniken sowie von Produkten, Dienstleistungen oder Verfahren, die umweltfreundlich sind und technischen Erfolg demonstrieren können, aber noch in den Markt vorstoßen müssen. Durchschnittlich generiert ein einziger Euro Zuschuss nach fünf Jahren 29 Euro Bruttoerlös und 46 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalent).

Schwerpunktbereiche sind das Recycling und die Wiederverwendung von Stoffen, Gebäude, der Lebensmittel- und Getränkesektor und andere Innovationen, die zur Bewältigung des Klimawandels beitragen. Im Rahmen der Initiative für eine kohlenstoffarme nachhaltige Industrie kofinanziert die EU beispielsweise sektorspezifische Industrieprojekte, die von Konsortien aus Interessenvertretern der Industrie durchgeführt werden. Die Unterstützung dieser Projekte zielt darauf ab, Hindernisse für die breitere Anwendung von Ökoinnovationen zu beseitigen, die Nachfrage nach ihren Produkten zu stärken und die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen auf den Weltmärkten zu verbessern.

Über den Europäischen Investitionsfonds unterstützt die Europäische Kommission zudem ökoinnovative KMU, die Eigenkapital und eine kleine, aber leistungsfähige Clean-Tech-Risikokapitalgesellschaft benötigen.

Wegweiser für die Zukunft

Ab 2014 wird Horizont 2020 – ein neues Forschungs- und Innovationsprogramm, das innerhalb des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens finanziert wird – die Hauptquelle von EU-Mitteln für Ökoinnovationen darstellen.

Die Kommission plant, ein europäisches Netzwerk von Geldgebern für Ökoinnovationen zu schaffen, die bereit sind, in saubere umweltfreundliche Technologien zu investieren, technische Unterstützung für KMU bereitzustellen, damit diese bankfähige Projekte entwickeln können, und das überaus erfolgreiche Eigenkapital- Programm unter dem Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, das zwischen 2008 und 2013 218 Millionen Euro erhalten hat, zu stärken. Weitere Mittel, zu denen ökoinnovative Unternehmen Zugang haben werden, werden über die regionalen und sozialen Strukturfonds der EU bereitgestellt.

 

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