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Gute Informationen für eine gute Politik

Um politischen Entscheidungsträgern bei der Entscheidungsfindung zu helfen, ist die Europäische Kommission bestrebt, ihre Vorschläge auf zuverlässige Kontrollen sowie fundierte Forschungsergebnisse und Folgenabschätzungen zu stützen – unter Einsatz neuer hochentwickelter Technologien.

Umweltpolitik muss durch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert werden. Dies schafft politische Legitimität und gewährleistet Glaubwürdigkeit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.

Politische Entscheidungsträger benötigen verlässliche, vergleichbare und aktuelle Informationen über den Zustand unserer Umwelt und über anhaltende oder sich abzeichnende Entwicklungen.

Bei der Ausarbeitung ihrer Umweltpolitik verwendet die Kommission verschiedene Informationsquellen: Umweltüberwachung, Umweltdaten und -indikatoren, Bewertungen, die die Durchführung der EU-Rechtsvorschriften betreffen, sowie formale wissenschaftliche Forschung und „bürgerwissenschaftliche“ Initiativen.

In den letzten Jahrzehnten wurde die Art und Weise, wie diese Informationen gesammelt und verwendet werden, erheblich verbessert, aber die Datenerhebung erfolgt immer noch nicht gleichmäßig, ihre Qualität ist uneinheitlich und zu viele Quellen können den Zugriff erschweren.

Eine Reihe von Initiativen auf EU-Ebene nehmen diese Probleme derzeit in Angriff:

INSPIRE: Mit dieser Initiative sollen Daten von öffentlichen Stellen harmonisiert und integriert werden, um eine Umweltkarte von Europa zu erstellen. Dies wird es den politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit erleichtern, einen Überblick über den Zustand der Umwelt zu erhalten und auftretende Umweltauswirkungen zu verstehen.

SEIS – das gemeinsame Umweltinformationssystem – ist eine europaweite Initiative zur Verbesserung der gemeinsamen Nutzung und Wiederverwendung von Umweltinformationen. SEIS stützt sich auf INSPIRE und erfasst die gesamte Kette der Beschaffung und Nutzung von Umweltinformationen: von der Sammlung der Daten durch Überwachungsnetze bis zur Verarbeitung und Analyse der Daten. Die Initiative umfasst auch die Verbreitung und Übermittlung der Informationen, unter anderem an die allgemeine Öffentlichkeit.

SEIS beruht auf einer Reihe von Grundsätzen: Umweltinformationen sollten möglichst nahe an ihrer Quelle verwaltet werden; sie sollten einmal erhoben und für viele Zwecke ausgetauscht werden; sie sollten jederzeit abrufbar, leicht zugänglich und vergleichbar sein. Sie sollten der Öffentlichkeit in ihrer Landessprache zugänglich sein und durch kostenfreie und quelloffene Software unterstützt werden.

Im Rahmen von COPERNICUS, einer dritten Initiative zur globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung, werden Daten von Messstellen zu Lande, im Meer und in der Luft mit Daten von Erdbeobachtungssatelliten verknüpft. Ziel ist die Erstellung von Umweltdatensätzen zur Unterstützung der Umweltpolitik und ihrer Umsetzung.

Die Initiativen sollen dazu beitragen, Doppelarbeit zu vermeiden und unnötigen Verwaltungsaufwand für die Behörden zu beseitigen.