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Bewirtschaftung der Wasserressourcen

Das EU-Recht schützt lebenswichtige Süßwasserressourcen durch eine grenzübergreifende Fließgewässerwirtschaft.

Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist von größter Bedeutung für Mensch, Natur und Wirtschaft. Zur Stromerzeugung, für die Nahrungsmittelproduktion und die Herstellung von Verbrauchsgütern sind große Mengen Wasser notwendig. Damit Fische, Vögel und andere Tiere Nahrung und Lebensräume finden können, ist es wichtig, Flüsse in ihren natürlichen Zustand zurückzuversetzen.

Wasser ist in einen Kreislauf eingebunden. Es zirkuliert ständig zwischen den Meeren, der Luft und dem Land, von wo es über Flüsse, Seen und das Grundwasser wieder zu den Meeren gelangt.

Nach dem Kernstück des EU-Rechts zum Gewässerschutz – der Wasserrahmenrichtlinie – muss die Bewirtschaftung von Einzugsgebieten auch über mehrere Länder hinweg koordiniert werden. Durch diese Rechtsvorschriften soll bis 2015 überall in der EU eine gute Wasserqualität sichergestellt werden.

Eine gesunde Meeresumwelt ist ebenfalls von grundlegender Bedeutung. Die Ursachen von Meeresverschmutzung liegen zwar zumeist an Land, aber auch die marinen Industrien und der Schadstoffeintrag aus der Atmosphäre verschmutzen die Meere. Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie verfolgt ein koordiniertes Konzept in Bezug auf menschliche Tätigkeitenmit Auswirkungen auf die Meeresumwelt. Mittelfristig zielt die Richtlinie auf eine Gesundung der Meeresgewässer bis 2020 ab. Daneben umfasst das EU-Recht Vorschriften zum Schutz des Trinkwassers und der Badegewässer.

Die optimale Bewirtschaftung der Wasserressourcen setzt eine sorgfältige Qualitätsüberwachung voraus. Die Mitgliedstaaten müssen den Zustand ihrer Gewässer prüfen und Pläne erstellen, in denen sie erläutern, wie sie diese sanieren wollen. Diese Pläne lagern in einer zentralen Datenbank mit der Bezeichnung

WISE
(Water Information Systems for Europe).

Durch den Klimawandel dürften in Europa künftig sowohl Überschwemmungen als auch Dürren häufiger auftreten. Auch die Wasserökosysteme könnten Veränderungen erfahren. Wir müssen uns durch eine viel bessere Wasserwirtschaft darauf einstellen.

Wir müssen deutlich mehr tun, um Qualität und Quantität der europäischen Wasserressourcen zu steigern, und sicherstellen, dass sie von den Menschen klug genutzt werden. Die dazu nötigen Maßnahmen sind im Konzept zum Schutz der europäischen Wasserressourcen bis 2020 aufgeführt. Damit möchte die Kommission sicherstellen, dass in Europa auch langfristig Wasser guter Qualität in ausreichender Menge zur Verfügung steht.