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Vermeidung und Bewirtschaftung von Abfällen

Abfallrecycling und -Rückgewinnung sind viel besser als die nicht nachhaltige Lagerung in Deponien und die Verbrennung. Am allerbesten ist es jedoch, Abfälle von vornherein zu vermeiden.

Abfälle gelten in der Regel als Verschmutzungsquelle. Bei einer guten Abfallbewirtschaftung können sie jedoch eine wertvolle Stoffquelle darstellen, insbesondere angesichts der zunehmenden Ressourcenverknappung.

Die EU-Wirtschaft verwendet jährlich 16 Tonnen Material pro Person, davon werden sechs Tonnen zu Abfall. Die Hälfte davon landet auf Deponien. Viele Mitgliedstaaten entsorgen Abfälle weiterhin in Deponien, obwohl diese nicht nachhaltig sind.

Deponien können den Boden verseuchen und somit Wasser und Luft verschmutzen. Unkontrolliertes Abladen kann gefährliche chemische Substanzen freisetzen und gesundheitsschädlich sein. Vor allem aber gehen dadurch wertvolle im Abfall enthaltene Stoffe verloren.

Der beste Weg ist, Abfall erst gar nicht entstehen zu lassen. Ist dies nicht möglich, bieten sich als geeignete Alternativen Wiederverwendung, Recycling und Verwertung an.

Durch vernünftige Abfallbewirtschaftung kann viel zu Wirtschaftswachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen beigetragen werden: Wertvolle Ressourcen werden gespart, kostenaufwendige Reinigungsmaßnahmen und Gesundheitsprobleme vermieden.

Nach einer Studie aus dem Jahr 2012 ließen sich bei vollständiger Umsetzung der EU-Abfallgesetzgebung jährlich 72 Milliarden  Euro einsparen, die Jahresumsätze der EU-Abfallwirtschaft und des EU-Recyclingsektors um 42 Milliarden  Euro steigern und bis 2020 über 400 000 Arbeitsplätze schaffen.

Warum tut sich so wenig? Häufig sind die tatsächlichen Kosten der Entsorgung nach Gebrauch in den Preisen von Gütern nicht inbegriffen. Wäre dies der Fall, könnte zur Vermeidung von Abfällen beigetragen werden. Illegale Entsorgung ist ein weit verbreitetes Phänomen – vor allem in Ländern, in denen Abfälle nicht getrennt werden und sich Recycling, Rückgewinnung und Kontrolle der Einhaltung von Vorschriften in Grenzen halten.

Die EU ist bemüht, die Mitgliedstaaten, die ihre Abfallpolitik verbessern müssen, zu unterstützen. Sie empfiehlt wirtschaftspolitische Maßnahmen wie Deponiesteuern, für Erzeuger die Pflicht, Waren am Ende ihres Lebenszyklus zurückzunehmen sowie allgemeine Abfallgebühren.

Die EU-Vorschriften für Dinge wie elektronische Geräte, Verpackung, Batterien und Altwagen haben eindeutig zu Verbesserungen beim Sammeln und Bewirtschaften von Abfällen geführt — zahlreiche Produkte enthalten jetzt weniger gefährliche Stoffe. Trotzdem gibt es noch Spielraum für Verbesserungen!