Worum geht es?

Auf seiner Tagung in Barcelonapdf im März 2002 forderte der Rat weitere Maßnahmen zur „Verbesserung der Aneignung von Grundkenntnissen, insbesondere durch Fremdsprachenunterricht in mindestens zwei Sprachen vom jüngsten Kindesalter an“ sowie die Erstellung eines Indikators für Sprachkenntnisse. Seitdem hat die Kommission Bemühungen zur Weiterentwicklung der Sprachenpolitik sowie zur Erarbeitung von Ergebnisindikatoren unterstützt.

Ergebnisse der Umfrage der EU zu Sprachkenntnissen 2011/2012pdf (in 14 EU-Ländern):

  • 42 % der befragten 15-jährigen Schülerinnen und Schüler hatten die Kompetenzstufe „selbständige Sprachverwendung“ (B1/B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen) in ihrer ersten Fremdsprache erreicht.
  • 25 % hatten diese Kompetenzstufe in einer zweiten Fremdsprache erreicht.
  • 14 % hatten nicht einmal Grundkenntnisse in einer Fremdsprache.

Ein aktueller Bericht bestätigt, dass der Fremdsprachenunterricht in vielen Ländern immer noch unangemessen ist.

In den Schlussfolgerungen des Rates zur Mehrsprachigkeit und zum Ausbau der Sprachenkompetenzenpdf 2014 haben sich die EU-Länder zur Verbesserung des Fremdsprachenunterrichts in Schulen verpflichtet.

Bisherige Maßnahmen

Zwischen 2011 und 2013 untersuchte die thematische Arbeitsgruppe zu Sprachen in der allgemeinen und beruflichen Bildung English (en) Möglichkeiten zur Verbesserung der Lernergebnisse im Fremdsprachenunterricht. Sie nahm eine vergleichende Analyse vor und erstellte daraufhin einen Bericht über innovative, nachweislich bewährte Methoden für schnelleres Sprachenlernen pdf(1.34 Mb) English (en) . Der Bericht gliedert sich in zwei Teile:

  • integriertes Lernen von Inhalten und Sprache (CLIL)
  • computergestützter Fremdsprachenerwerb (CALL)

Auch die Ergebnisse des ICT-Rev-Projekts zu innovativen Lehrmethoden im Fremdsprachenunterricht flossen in den Bericht ein.

Die Bemühungen zur Verbesserung des Fremdsprachenunterrichts müssen mit der Entwicklung moderner Bewertungsmethoden einhergehen, die in vielen Bildungssystemen fehlen.

Die Fähigkeit zur mehrsprachigen Kommunikation ist eine der Schlüsselkompetenzen, die zur Deckung des Arbeitsmarktbedarfs български (bg) čeština (cs) dansk (da) Deutsch (de) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) Gaeilge (ga) hrvatski (hr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) notwendig sind. Wie andere übertragbare Kompetenzen erhöht sie die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Personen und Unternehmen. Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen beteiligen sich seit September 2014 Experten auf dem Gebiet der Fremdsprachenvermittlung an der ET2020-Arbeitsgruppe English (en) und unterstützen sie bei der Entwicklung von Referenzrahmen für digitale und unternehmerische Kompetenzen.

Um über die Art der auf dem Arbeitsmarkt benötigten Sprachkenntnisse Aussagen treffen zu können, benötigen wir eine bessere Faktengrundlage. Nur so können Lehr-, Lern- und Bewertungsmethoden diesem Bedarf Rechnung tragen und entsprechende Ergebnisse liefern.

Nächste Schritte