Worum geht es?

Bei Kindern, die bereits in frühem Alter mit Fremdsprachen in Kontakt gebracht werden, ist möglicherweise die Chance größer, dass sie schneller Sprachen lernen, bessere sprachliche Fähigkeiten in der Muttersprache entwickeln und auch in anderen Bereichen bessere Leistungen erbringen. Daher treten die Bildungsminister der EU dafür ein, dass bereits im frühen Kindesalter Unterricht in mindestens zwei Fremdsprachen erteilt wird.

Warum ist das notwendig?

Der Fremdsprachenerwerb von früher Kindheit an schafft nicht nur Grundlagen für späteres Lernen, sondern kann auch die Einstellung gegenüber anderen Sprachen und Kulturen prägen, und dies ist der Hauptgrund für verschiedene Initiativen der Europäischen Kommission zur Förderung des frühzeitigen Sprachenlernens und für die Unterstützung weiterer Forschung auf diesem Gebiet.

Bisherige Maßnahmen

Innerhalb der Kommission gibt es eine Gruppe nationaler Sachverständiger für frühen Fremdsprachenerwerb im Vorschulalter. Diese Gruppe tauscht Informationen über die Lage in verschiedenen Ländern aus und erarbeitet strategische Empfehlungen sowie Leitlinien für deren Umsetzung.

Die Ergebnisse der Arbeiten und Diskussionen der Gruppe wurden 2011 in einem Strategiehandbuch pdfEnglish veröffentlicht.

Im Zeitraum 2007–2013 bot das EU-Programm für lebenslanges Lernen (PLL) durch Studien- und Lehraufenthalte sowie Praktika im Ausland ein breites Spektrum sprachlicher Fortbildungsmöglichkeiten.
Diese Programme eröffneten den Teilnehmenden Erfahrungen aus erster Hand im Unterrichten und Lernen in anderen europäischen Sprachen, Ländern und Bildungssystemen.

Nächste Schritte

Mit dem Programm Erasmus+ wird die Arbeit im Rahmen des PLL fortgesetzt. Daneben eröffnet es neue Chancen, z. B. die Möglichkeit, strategische Partnerschaften im Bereich des frühen Fremdsprachenerwerbs einzugehen.

Der frühzeitige Fremdsprachenerwerb wird auch im Rahmen der allgemeineren Strategie der Kommission für frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung erörtert.