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Sprachenvielfalt

Das harmonische Nebeneinander vieler Sprachen in Europa ist ein eindeutiges Merkmal für das Streben der EU nach Einheit in Vielfalt, einem der Eckpfeiler des europäischen Einigungswerks.

Worum geht es?

Das harmonische Nebeneinander vieler Sprachen in Europa ist ein eindeutiges Merkmal für das Streben der EU nach Einheit in Vielfalt, einem der Eckpfeiler des europäischen Einigungswerks.

Sprachen sind nicht nur Teil unserer persönlichen Identität, sondern auch Teil unseres gemeinsamen Erbes. Sie sind die Brücke zu anderen Menschen, öffnen den Einblick in andere Länder und Kulturen und fördern somit die Völkerverständigung. Eine gelungene Politik der Mehrsprachigkeit bietet den Menschen zusätzliche Chancen, auch auf dem Arbeitsmarkt. Dienstleistungen und Rechte können leichter in Anspruch genommen werden. Der intensivere interkulturelle Dialog und der engere soziale Zusammenhalt führen letztlich zu mehr Solidarität.

Heute hat die EU 440 Millionen Einwohner/innen, 27 Mitgliedstaaten, drei Alphabete und 24 Amtssprachen, die zum Teil weltweit gesprochen werden. Rund 60 weitere Sprachen sind ebenfalls Teil des Erbes der EU und werden in bestimmten Regionen oder von bestimmten Gruppen gesprochen. Darüber hinaus haben Zuwanderer ein breites Spektrum an Sprachen mitgebracht: Derzeit dürften mindestens 175 Nationalitäten innerhalb der EU-Grenzen leben.

Die Sprachenvielfalt ist in Artikel 22 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankert (Die Achtung der Rechte von Personen, die Minderheiten angehören, ist ein Grundwert der Europäischen Union. Ferner untersagt die EU-Grundrechtecharta Diskriminierungen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit. Vielmehr ist die Vielfalt der Kulturen, Religionen und Sprachen zu achten.

Im Hinblick auf Minderheiten verfügt die Kommission allerdings über keine allgemeinen Befugnisse. Insbesondere ist die Kommission nicht zuständig in Angelegenheiten, die die Definition einer nationalen Minderheit, die Anerkennung des Status von Minderheiten, ihre Selbstbestimmung und Autonomie oder die Regelung für die Verwendung von Regional- oder Minderheitensprachen betreffen. Dies alles fällt in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten.)

Was wird hierfür getan?

Am 26. September begeht die Europäische Kommission jedes Jahr gemeinsam mit dem Europarat, dem Europäischen Fremdsprachenzentrum, Sprachinstitutionen und den Menschen in ganz Europa den Europäischen Tag der Sprachen und feiert damit die Sprachenvielfalt in Europa. Bei vielen verschiedenen Veranstaltungen wird zum Sprachenlernen angeregt.

Die Förderung von Sprachlernprojekten im Rahmen von EU-Bildungsprogrammen hat eine lange Tradition und wird auch künftig fortgesetzt. Ein Teilbereich des Programms für lebenslanges Lernen (2007–2013) war speziell dem Sprachenlernen und der sprachlichen Vielfalt gewidmet. Damit wurden sowohl Netze unterstützt, die sich der Sprachpolitik widmen, als auch multilaterale Projekte, die Unterrichtsmaterial erstellen und einem breiten Publikum zugänglich machen.

Im laufenden Programm Erasmus+ (2014–2020) ist die Förderung des Sprachenlernens und der Sprachenvielfalt eine der übergreifenden Prioritäten. Alle Sprachen können durch Projekte und strategische Partnerschaften unterstützt werden, die im Rahmen von Erasmus+ kofinanziert werden. Beispiele für solche Sprachprojekte finden sich in der Projekt-Datenbank.

Das EU-Kulturprogramm Kreatives Europa fördert literarische Übersetzungen, um mehr Menschen Zugang zur Literatur zu ermöglichen und um die sprachliche Vielfalt in der EU zu bewahren.