Qualitätssicherung

Der Aufbau starker Qualitätssicherungssysteme auf nationaler und regionaler Ebene ist entscheidend für mehr Transparenz und Vertrauen zwischen den Ländern. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die Förderung der Lernmobilität in ganz Europa durch die gegenseitige Anerkennung von Sekundarschulabschlüssen und den Ergebnissen von Lernphasen im Ausland.

Worum geht es?

In jüngster Zeit war ein starker Trend in Richtung Dezentralisierung und erhöhter Schulautonomie zu beobachten. Mehr Autonomie im Hinblick auf Schulpraxis und -organisation oder auf die Verwendung von Finanzmitteln eröffnet den Schulen mehr Möglichkeiten, diese an ihre besonderen Bedürfnisse und die lokalen Rahmenbedingungen anzupassen. Allerdings hängt der Nutzen der Autonomie davon ab, inwiefern die Schulen in der Lage sind, effektiv zu planen und ihre eigene Entwicklung zu steuern, sowie davon, inwieweit sie gegenüber Eltern, lokalen Gemeinschaften und Bildungsbehörden Rechenschaft ablegen müssen. Die jüngsten Ergebnisse des Programms zur internationalen Schülerbewertung (PISA) zeigen, dass Schulautonomie zu besseren Ergebnissen bei den Grundkompetenzen führt, wenn sie mit einer Rechenschaftspflicht verknüpft ist. Das Zusammenspiel von Schulautonomie und Verantwortlichkeit erfordert starke Qualitätssicherungssysteme.

Die Mechanismen zur Qualitätssicherung sind innerhalb Europas sehr unterschiedlich, stehen aber vor einigen gemeinsamen Herausforderungen. Dazu gehören:

  • Zielsetzung und Messung der Fortschritte bei Bildungssystemen und Lernerfolg;
  • Entwicklung einer Qualitätssicherung für zunehmend dezentralisierte und mehrstufige Bildungssysteme;
  • Förderung des Dialogs sowie Schaffung einer Vertrauenskultur zwischen den Bildungsakteuren und
  • Priorisierung personeller und finanzieller Mittel.

Der Aufbau starker Qualitätssicherungssysteme auf nationaler und regionaler Ebene ist entscheidend für mehr Transparenz und Vertrauen zwischen den Ländern. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die Förderung der Lernmobilität in ganz Europa durch die gegenseitige Anerkennung von Sekundarschulabschlüssen und den Ergebnissen von Lernphasen im Ausland.

Die Europäische Kommission unterstützt die EU-Länder bei der Weiterentwicklung ihrer Qualitätssicherungssysteme, indem sie das Voneinanderlernen erleichtert. Eine Arbeitsgruppe europäischer Sachverständiger aus den Regierungen der Mitgliedstaaten und Interessenträgerorganisationen trifft sich regelmäßig, um spezifische Aspekte politischer Maßnahmen im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung zu untersuchen, gemeinsame Herausforderungen zu erörtern und bewährte Verfahren auszutauschen.

Bisherige Maßnahmen

Die EU-Arbeitsgruppe hat Leitlinien für politische Entscheidungsträger in Bezug auf die Qualitätssicherung zur Schulentwicklung erstellt. In einer Mitteilung über Schulentwicklung und hervorragenden Unterricht (2017) zeigt die Europäische Kommission Handlungsfelder zur Verbesserung der Schulbildung, darunter die Qualitätssicherung, auf. Eine dazugehörige Arbeitsunterlage der Dienststellen informiert über Forschungserkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit auf EU-Ebene im Bereich der Schulbildungspolitik.