Sprachen für Wachstum und Beschäftigung

Um die für den Arbeitsmarkt notwendigen Kompetenzen zu entwickeln, arbeitet die Europäische Kommission mit Interessenträgern aus dem Bildungsbereich und dem Arbeitsmarkt zusammen.

Erfolgreiche Bürger/innen und erfolgreiche Unternehmen

Gute Sprachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten sind für sowohl für Arbeitnehmer/innen als auch für deren Arbeitgeber wichtig.

Vielen europäischen Unternehmen entgehen Geschäftsmöglichkeiten aufgrund mangelnder sprachlicher und interkultureller Kenntnisse. Ein strategisches Konzept für mehrsprachige Kommunikation ist also dringend notwendig.

Junge Menschen mit Fremdsprachenkenntnissen können im Ausland studieren oder eine Berufsausbildung absolvieren. Auf diese Weise schulen sie nicht nur ihre fachlichen Kompetenzen, sondern verbessern auch ihre sprachlichen und interkulturellen Kenntnisse – ein Plus für jeden Arbeitgeber.

Einer Studie über die Wirkung des EU-Austauschprogramms Erasmus zufolge haben Studienabsolventinnen und -absolventen mit Auslandserfahrung sehr viel bessere Chancen auf dem immer internationaleren Arbeitsmarkt.

Maßnahmen der EU zur Verbesserung der Sprachkenntnisse

Um die Kompetenzen zu entwickeln, die die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen in Europa für den heutigen Arbeitsmarkt benötigen, arbeitet die Europäische Kommission mit Interessenträgern aus dem Bildungs- und Beschäftigungsbereich zusammen. Im Rahmen des Skills Panorama der Kommission (EU-Plattform für klare, zuverlässige und aktuelle Arbeitsmarktdaten) tragen die Regierungen der EU-Länder, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften zur Vorhersage möglicher Kompetenzlücken in den verschiedenen Wirtschaftszweigen bei, darunter auch Sprachkenntnisse.

  • Im Rahmen der Strategie Europa 2020 unterstützt das Projekt „Europäische Klassifikation der Fähigkeiten, Kompetenzen, Qualifikationen und Berufe (ESCO)“ Arbeitgeber und Einzelpersonen durch die Beschreibung, Bestimmung und Klassifizierung von Berufen, Fertigkeiten und Qualifikationen, die für den EU-Arbeitsmarkt und für die allgemeine und berufliche Bildung erforderlich sind. Das Projekt wird vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) unterstützt.
  • Um der steigenden Nachfrage an Sprachspezialisten nachzukommen, verschafft sich die Kommission anhand verschiedener in der EU durchgeführter Studien auch ein Bild über den Zusammenhang zwischen Sprachkenntnissen, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit. Außerdem versucht sie, Hochschulen und Nutzer der Sprachdienste in Gremien wie dem Forum „Europa übersetzt“ zusammenzubringen.
  • Vor Kurzem hat die Kommission eine Unternehmensplattform koordiniert, deren Ergebnisse vom Netz für die Förderung von Sprachstrategien für Wettbewerbs- und Beschäftigungsfähigkeit (CELAN) genutzt wurden. Die Plattform wurde eingerichtet, um den Sprachbedarf der europäischen Unternehmen und Beschäftigten zu ermitteln und entsprechende Instrumente bereitzustellen.
  • Die Gruppe „Sprachen für Beschäftigung“ veröffentlichte außerdem einen Bericht über mehrsprachige Kommunikationsfertigkeiten für den Arbeitsmarkt.
  • Die beiden jüngsten umfassenden Berichte der EU zu Sprachen und Beschäftigungsfähigkeit – die Studie über fremdsprachliche Kompetenzen und Vermittelbarkeit und die Studie Sprachen und Beschäftigungsfähigkeit – weisen auf einen direkten Zusammenhang zwischen Sprachkenntnissen und Beschäftigungsfähigkeit hin. Es wurde allgemein anerkannt, dass Fremdsprachenkenntnisse ein wichtiger Faktor für die berufliche Entwicklung der EU-Bürger/innen sind. In den Berichten wird auch die Nachfrage nach Fremdsprachenkenntnissen auf dem Arbeitsmarkt analysiert, und es werden entsprechende Empfehlungen zur Unterstützung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern abgegeben.
  • Auch im Rahmen von Erasmus+ fördert die Kommission Sprachen als Wachstumsmotor.