Europäische Sprachinitiativen

Der Europäische Tag der Sprachen und das Europäische Sprachensiegel sind zwei bestens bewährte Initiativen, die das Lehren und Lernen von Sprachen und die sprachliche Vielfalt Europas fördern.

Der Europäische Tag der Sprachen

Der Europäische Tag der Sprachen findet jedes Jahr am 26. September statt. Mit diesem Tag möchten wir

Der Europäische Tag der Sprachen wurde von der Europäischen Kommission und vom Europarat gemeinsam ins Leben gerufen. Angesprochen werden also 800 Millionen Menschen in 47 Ländern. Der Tag der Sprachen wurde erstmals 2001 im Rahmen des Europäischen Jahres der Sprachen veranstaltet und wird seitdem jedes Jahr von Sprach- und Kulturinstituten, Verbänden, Universitäten und vor allem Schulen gefeiert.

Weitere Informationen zu aktuellen Veranstaltungen finden Sie auf der Website des Europarates zum Europäischen Tag der Sprachen.  Die Vertretungen der Europäischen Kommission richten in Zusammenarbeit mit ihren Partnern in allen EU-Mitgliedstaaten eine Vielzahl von Veranstaltungen aus.

Europäisches Sprachensiegel

Mit dem Europäischen Sprachensiegel werden die Entwicklung neuer Methoden und Initiativen im Sprachunterricht sowie die Förderung des interkulturellen Bewusstseins in ganz Europa ausgezeichnet. 

Das Sprachensiegel wird in jedem teilnehmenden Erasmus+-Programmland ein- oder zweimal jährlich an das innovativste Sprachlernprojekt vergeben. Es deckt alle Bereiche der allgemeinen und beruflichen Bildung ab. 

Durch die Würdigung von Projekten sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene soll insbesondere die Qualität des Sprachenunterrichts in ganz Europa erhöht werden. In der Regel wird das Sprachensiegel von den Erasmus+-Nationalagenturen verliehen.

Hier einige Beispiele für Sprachinitiativen, die in letzter Zeit das Europäische Sprachensiegel erhalten haben:

Jüngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass Mehrsprachigkeit eine der besten Möglichkeiten ist, um das Gehirn zu trainieren. Mehrsprachige Menschen können besser zwei Dinge gleichzeitig tun, haben ein besseres Gedächtnis und sind im sprachlichen Ausdruck präziser. Das ist die Grundprämisse der Initiative „Wise words“ (Dänemark), die Schüler, Eltern und Lehrer über die Vorteile der Mehrsprachigkeit informiert und fortgeschrittene Sprachkenntnisse würdigt. Im Rahmen der Kampagne beschreiben die Schüler ihre eigenen Erfahrungen mit der Mehrsprachigkeit. Sie berichten über die Herausforderungen und Chancen, die diese Kompetenz in der Schule und im Bildungskontext generell mit sich bringt.

Die Initiative „Happy together“ (Malta) soll Schülerinnen und Schülern aller Leistungsstufen helfen, ihre Kenntnisse der maltesischen Sprache zu verbessern. Die Schule hat 1 100 Schüler und 170 Bedienstete. Die Schüler kommen aus 55 verschiedenen Ländern. Über 70 % von ihnen stammen nicht aus Malta. Da das nichts Neues für diese Schule ist, hat sie eine Atmosphäre geschaffen und Strategien entwickelt, die es jedem erlauben, sich dort heimisch zu fühlen. Dieses Modell dient anderen Schulen als Inspirationsquelle. 

An der Initiative „Limba nostra“ (Italien) sind mehrere Schulen beteiligt, die neue Lehrpläne für Sardisch und Gallurisch erstellt haben, die in aufeinanderfolgenden Schulstufen von der Vorschul- bis zur Primar- und Sekundarstufe umgesetzt werden. Mit seinem multidisziplinären Ansatz kann das Projekt den Schülern im Zuge des Fremdsprachenlernens geografische, ökologische, historische und anthropologische Inhalte vermitteln.

Angesichts der zunehmenden Zuwanderung und im Sinne einer besseren Integration haben sich in Umbrien Universitäten, Abendschulen und gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen, um Sprachkurse für Migranten und Ausländer zu entwickeln: ‘Corsi Integrati di Cittadinanza - Conoscere l’Italiano per Comunicare!’