Die europäische Hochschulbildung in der Welt

Die Hochschulbildung wird immer internationaler. Das Programm Erasmus+ trägt dieser Entwicklung durch seine ausgeprägte Unterstützung von Mobilität und Zusammenarbeit zwischen Hochschulen sowohl in den Mitgliedstaaten als auch außerhalb der EU Rechnung.

Weshalb ist internationale Zusammenarbeit in der Hochschulbildung wichtig? 

Hochschuleinrichtungen erkennen die Notwendigkeit an, über den Campus-Rand in die weite Welt und über Grenzen hinweg zu blicken, um ihrem Zweck zu dienen und den Fachkräften und Entscheidungsträgern von morgen effektive Fähigkeiten zu vermitteln. 

Die EU kann eine lange Geschichte der Hochschulzusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedstaaten nachweisen und bezieht in diese internationale akademische Vernetzung inzwischen immer mehr Partnerländer außerhalb Europas ein. Die EU muss diese internationale Dimension daher durch Unterstützung für Zusammenarbeit und politische Dialoge fördern.

Die Vorteile liegen für alle Beteiligten auf der Hand. Die internationale Dimension der Hochschulpolitik der EU unterstützt die Erreichung der internen politischen Ziele der EU im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung. Insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Universitäten innerhalb und außerhalb der Union trägt dazu bei, die besten Talente im Hochschulbereich für die EU zu gewinnen sowie das Peer-Learning und den internationalen Vergleich zu fördern. Dies wiederum fördert Exzellenz in Forschung und Lehre.

Darüber hinaus unterstützt die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich die Innovation und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der EU, indem sie die Mobilität von Fähigkeiten zwischen den Ländern ermöglicht. Ein Studien- oder Lehraufenthalt im Ausland wird allgemein als förderlich für die individuelle Beschäftigungsfähigkeit anerkannt. Und auf globaler Ebene ermutigt diese Mobilität zukünftige Nachwuchsgenerationen, über nationale Grenzen hinweg mit internationaler Ausrichtung zu denken.

Zudem ist die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Hochschulbildung ein wirksames Instrument zur Unterstützung der öffentlichen diplomatischen Bemühungen der EU weltweit. Sie regt die Unterstützung der EU-Politik außerhalb der Grenzen der Union an, insbesondere in den Bereichen Erweiterung und Nachbarschaft, internationale Entwicklung, Migration und interkultureller Dialog. Sie sorgt für die Entstehung und Pflege dauerhafter direkter persönlicher Kontakte zwischen Akademikern und Absolventen, die gemeinsame Herausforderungen bewältigen wollen. 

Für die Partnerländer weltweit ist die Förderung der Zusammenarbeit im Hochschulbereich von entscheidender Bedeutung für die Stärkung des Erwerbs und der Entwicklung von Kompetenzen im Einklang mit den Zielen der Vereinten Nationen (VN) für nachhaltige Entwicklung – insbesondere Ziel Nr. 4: qualitativ hochwertige Bildung. Im Rahmen vieler Kooperationsprojekte im Hochschulbereich werden Fähigkeiten entwickelt, die erforderlich sind, um auch bei anderen Zielen effektive Fortschritte zu erzielen; zum Beispiel bei der Verbesserung der Energieeffizienz, dem Schutz der Meeresumwelt und der Gewährleistung der Ernährungssicherheit.

Im Jahr 2014 erhielten alle Länder weltweit Zugang zum Programm Erasmus+, das heute ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Zusammenarbeit der EU in der ganzen Welt ist, mit dem Ziel, zur Armutsminderung beizutragen und integratives Wachstum zu fördern. 

Erasmus+ unterstützt die Modernisierung der Bildungsinhalte, trägt zur Verbesserung der Qualität von Unterricht und Bildung bei, fördert eine transparentere Verwaltung des Bildungswesens und die Zusammenarbeit im öffentlichen und privaten Sektor in diesem Bereich. 

Erfahren Sie mehr über die Rolle von Erasmus+ in der internationalen Zusammenarbeit weltweit durch regionale Informationsblätter zum Leitprogramm der EU im Bereich Bildung.