Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT)
Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut soll die Innovationsfähigkeit der EU-Mitgliedstaaten stärken, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit fördern und die großen gesellschaftlichen Herausforderungen in Angriff nehmen, mit denen die Union konfrontiert ist.

Was ist das Europäische Innovations- und Technologieinstitut? 

Die Mission des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) mit Sitz in Budapest, Ungarn, besteht darin:

  • Hochschulbildung, Forschung und Innovation auf höchstem Niveau zu fördern und zu verflechten;
  • Synergien und Zusammenarbeit zwischen Hochschulbildung, Forschung und Innovation zu fördern;
  • durch die Stärkung der Innovationsfähigkeit der EU-Mitgliedstaaten einen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmertum zu leisten; 
  • große gesellschaftliche Herausforderungen, mit denen die Union konfrontiert ist, anzugehen.

Das EIT ist Teil von „Horizont 2020“, dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Dies ermöglicht die Zusammenarbeit in Partnerschaften mit anderen Initiativen und Programmen der EU.

Was wurde bisher erreicht?

Das EIT hat acht Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KIC) eingerichtet, und zwei weitere sollen folgen. Diese Gemeinschaften unterstützen Innovation und Unternehmergeist und stoßen entscheidende Verbesserungen in der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft an. 

Die bestehenden KIC sind:

  • Klimawandel (EIT Climate-KIC)
  • Nachhaltige Energie (EIT InnoEnergy)
  • Digitaltechnik (EIT Digital)
  • Gesundes Leben und aktives Altern (EIT Health)
  • Rohstoffe (EIT Raw Materials)
  • Lebensmittel für die Zukunft (EIT Food)
  • Intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Nahverkehr (EIT Urban Mobility)
  • Die europäische Fertigungsindustrie (EIT Manufacturing)

Seit der Gründung haben das EIT und seine KIC mehr als 1000 Partner aus ganz Europa und darüber hinaus zusammengeführt, mehr als 300 innovative Start-ups unterstützt, mehr als 1200 Geschäftsideen entwickelt und mehr als 400 neue Produkte und Dienstleistungen eingeführt. 

Mehr als 1200 Studierende haben EIT-Studiengänge auf Master- bzw. Promotionsebene abgeschlossen, weitere 5000 Absolventen werden bis 2020 erwartet. Weitere Informationen über das EIT finden Sie in diesem Informationsblatt.

Was sind die nächsten Schritte?

Der Vorschlag der Kommission zum Programm „Horizont Europa“ für den Zeitraum 2021-2027 enthält die vorgeschlagenen künftigen Haushaltsmittel des EIT sowie die entsprechende Begründung (einschließlich des erwarteten Mehrwerts auf EU-Ebene), die Interventionsbereiche, die Grundzüge der Tätigkeiten und die Leistungsindikatoren. 

Der Vorschlag zu „Horizont Europa“ selbst bietet jedoch keine Rechtsgrundlage für die Fortführung der EIT-Tätigkeiten nach 2020. Am 11. Juli 2019 schlug die Kommission eine Aktualisierung der EIT-Verordnung und eine neue Strategische Innovationsagenda für das EIT für den Zeitraum 2021-2027 vor. 

Die EIT-Verordnung, die sich auf die Grundprinzipien der Funktionsweise des EIT und seiner KIC konzentriert, wird für mehr Rechtsklarheit gegenüber dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation sorgen und den Grundsatz der finanziellen Nachhaltigkeit für die KIC verankern.

Darüber hinaus gewährleistet die für 2021-2027 vorgeschlagene Strategische Innovationsagenda (SIA) die Übereinstimmung mit den Zielen von „Horizont Europa“ und führt die folgenden wesentlichen Neuerungen ein:

  • Steigerung der regionalen Wirkung der KIC durch eine erhöhte Offenheit gegenüber potenziellen Partnern und Interessenträgern sowie besser formulierte regionale KIC-Strategien, einschließlich Verbindungen zu einschlägigen Strategien für intelligente Spezialisierung;
  • Stärkung der Innovationsfähigkeit der Hochschulbildung zur Integration einer größeren Zahl von Hochschuleinrichtungen in Innovationswertschöpfungsketten und -ökosysteme;
  • Einrichtung neuer KIC in vorrangigen Bereichen, die entsprechend ihrer Relevanz für die politischen Prioritäten von „Horizont Europa“ ausgewählt werden: Die erste neue KIC wäre im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft und soll 2022 ins Leben gerufen werden.