Österreichs Breitbandstrategie konzentriert sich auf die Bereitstellung ultraschneller Breitband-Übertragungsraten für 70% der Haushalte in städtischen Gebieten bis 2018 und 99% für alle bis 2020.

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Zusammenfassung Breitbandentwicklungen in Österreich

Österreichs nationale Zielsetzung geht über die Ziele der Digitalen Agenda für Europa (DAE) hinaus und zielt auf eine fast vollständige Abdeckung mit ultraschnellem Breitbandinternet bis 2020 ab. Um eine landesweite Abdeckung mit ultraschnellem Breitband-Internet zu erreichen, wird der marktgetriebene Ausbau fokussiert und ländliche Regionen, in denen keine privaten Investitionen getätigt werden, erhalten spezielle Unterstützung durch öffentliche Förderprogramme.

Nationale Breitbandstrategie und Richtlinien

Zuständige Behörden:

  • Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie: Zuständiges Ministerium für die gesetzliche Regelung der Materien Breitbandinfrastruktur und Telekommunikation, eine zentralisierte Frequenzpolitik, die Entwicklung von staatlichen Förderprogrammen und die Vertragsvergabe für Universaldienste.
  • Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort: Zuständiges Ministerium, das die Digitalisierung und digitale Transformation in Österreich weiter vorantreiben soll; es ist verantwortlich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die digitale Transformation sowie Koordination und Umsetzung von E-Government-Lösungen.
  • Breitbandbüro: Als Teil des Ministeriums agiert das Breitbandbüro als nationales Kompetenzzentrum für Kommunen, Bundesländer und Netzbetreiber, mit dem Ziel die Bereitstellung von Breitbandnetzen für Österreich zu fördern; es unterstützt die Bundesländer bei ihrem Breitbandausbau, stellt den Kontakt zwischen kommunalen Verwaltungen und Netzbetreibern her und beantwortet Bürgeranfragen.
  • Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH: Agiert als nationale Regulierungsbehörde für den Telekommunikationsmarkt.
  • Bundeskanzleramt: Fokussiert sich auf das Voranbringen der Informationsgesellschaft, Digitalen Agenda und andere IKT-Maßnahmen in Österreich.

Hauptziele der Breitbandentwicklung

Österreichs Breitbandstrategie 2020 wurde am 27. November 2012 verabschiedet und zielt auf eine 70%-Abdeckung mit ultraschnellem Breitbandinternet (100 Mbit/s Download) in Metropolregionen bis 2018 und eine 99%-Abdeckung mit ultraschnellem Breitband für alle Haushalte in Österreich bis zum Jahr 2020 ab.

Aufbauend auf der Breitbandstrategie wurde im Jahr 2014 der Masterplan zur Breitbandförderung veröffentlicht, der eine Umsetzung in drei Phasen mit vier aufeinander abgestimmten Förderinstrumenten (z.B. Leerrohrverlegung in Gebieten wo ein Marktversagen vorliegt) vorsieht. Grundsätzlich verfolgt Österreich das Ziel einer nahezu landesweiten NGA-Internet-Verfügbarkeit. Durch die Abdeckung der letzten „weißen Flecken“ mit NGA-Breitbandinfrastruktur soll die Ausbreitung von ultraschnellen Breitbanddiensten ermöglicht werden, was einen Wachstumsimpuls für ländliche Gebiete auslösen soll. Die Regierung hat 1 Mrd. Euro aus den Erlösen durch die Frequenzauktionen im Herbst 2013, für den NGN-Ausbau insbesondere in ländlichen Regionen bereitgestellt (Breitband Austria 2020).

Österreich hat zudem eine Digitale Roadmap erstellt, die anhand von zwölf Leitbildern zur Gestaltung des Digitalisierungsprozesses einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen sowie bestehende und geplante Maßnahmen und Aktivitäten gibt.

Zusätzlich zu der Breitbandstrategie wurden ergänzende Dokumente von den Österreichischen Behörden zur Verfügung gestellt. Der Planungsleitfaden Breitband erklärt technische Probleme des Breitbandinfrastrukturausbaus. Eine Bedarfs- und Akzeptanzanalyse stellt die Basis für ein Beratungsgremium dar, um entsprechend neue Bildungs- und Ausbildungsmodelle zu entwickeln sowie Informationsmaterial zur Umsetzung von Breitbandausbauprojekten für Bürgermeister und Firmen zur Verfügung zu stellen.

Maßnahmen des Breitbandausbaus

  • Breitbandatlas: Österreich verfügt über einen Senderinfrastrukturatlas (Senderkasten), der mobile Stationen und Radiosenderstationen abdeckt. Das Breitbandbüro etablierte den Breitbandatlas - basierend auf den Betreiberdaten von Anfang März 2014. Der Atlas wird halbjährlich aktualisiert.
  • Die Versorgung mit Breitband in Österreich wurde durch die Datensammlung und die Präsentation im Rahmen des RTR-Netztest transparent abgebildet.

Nationale und regionale Breitband-Finanzierungsinstrumente

Für die Zielerreichung hat Österreichs Breitbandstrategie 2020 (Masterplan zur Breitbandförderung) vier unterschiedliche Instrumente (Förderprogramme), finanziert mit 1 Milliarde EUR aus der Frequenzversteigerung:

  • „Breitband Austria 2020 Access“ (kurz: BBA2020_A) hat die räumliche Ausdehnung von leistungsstarken Zugangsnetzen im Fokus und zielt somit in Richtung verbesserter Abdeckung von Haushalten und Firmen ab.
  • „Breitband Austria 2020 Backhaul“ (kurz: BBA2020_B) unterstützt die Modernisierung und Verstärkung der Zubringernetze und die Anbindung von Insellösungen an die Kernnetze.
  • „Breitband Austria 2020 Leerverrohrungsprogramm“ (kurz: BBA2020_LeRohr) soll die Mitverlegung von Leerverrohrungen für Kommunikationsnetze bei laufenden kommunalen Tiefbauarbeiten erleichtern.
  • „Breitband Austria 2020 AT:net“ (kurz: BBA2020_AT:net) ist ein Förderprogramm, welches vom Bundeskanzleramt als Teil der Initiative Digitale Innovation fördern wieder eingeführt wurde. Das Programm unterstützt die Einführung von innovativen Diensten und Anwendungen auf Breitbandbasis.

Das AT:net-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie fördert die Markteinführung und Etablierung digitaler Anwendungen und digitaler Produkte.

Daten zur Breitbandentwicklung und -technologien in Österreich

Für aktuelle Daten zu Breitbandabdeckung, Abonnenten und der Durchdringung sowie Abdeckung mit den verschiedenen Breitbandtechnologien und -kosten stehen die Scoreboard Reports und Länderberichte des Digital Economy & Society Index (DESI) zur Verfügung.

Frequenzauktionen

In der Übersicht finden Sie Einzelheiten zu harmonisierten Frequenzzuteilungen und die Studie zu Frequenzzuteilungen in der EU.

Nationale Veröffentlichungen und Pressemitteilungen

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Kontaktinformationen

BCO Österreich (Nationales Breitbandkompetenzzentrum): Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

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Adresse: Radetzkystraße 3, 1030 Wien, Österreich
Tel.: +43 17 11 62 47 00
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Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

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Adresse: Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
Tel.: +43 1 711 00 0
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Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH (RTR)

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Adresse: Mariahilfer Straße 77-79, 1060 Wien, Österreich
Tel.: +43 15 80 58 0
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