Österreichs Breitbandstrategie konzentriert sich auf die Bereitstellung von ultraschneller Breitband-Übertragungsraten bis 2030. Bis Ende 2025 soll eine fast flächendeckende Verfügbarkeit von 5G erreicht werden.

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Zusammenfassung Breitbandentwicklungen in Österreich

Österreichs nationale Strategie zielt auf eine vollständige Abdeckung mit ultraschnellem Breitbandinternet bis 2030 ab. Um eine landesweite Abdeckung mit ultraschnellem Breitband-Internet zu erreichen, wird der marktgetriebene Ausbau fokussiert und ländliche Regionen, in denen keine privaten Investitionen getätigt werden, erhalten spezielle Unterstützung durch öffentliche Förderprogramme. Durch Änderungen des Telekommunikationsgesetzes sowie einer 5G-Strategie wurde eine wichtige Grundlage zur Umsetzung der Breitbandstrategie gelegt.

Nationale Breitbandstrategie und Richtlinien

Zuständige Behörden:

  • Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie: Zuständiges Ministerium für die gesetzliche Regelung der Materien Breitbandinfrastruktur und Telekommunikation, eine zentralisierte Frequenzpolitik, die Entwicklung von staatlichen Förderprogrammen und die Vertragsvergabe für Universaldienste.
  • Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort: Zuständiges Ministerium, das die Digitalisierung und digitale Transformation in Österreich weiter vorantreiben soll; es ist verantwortlich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die digitale Transformation sowie Koordination und Umsetzung von E-Government-Lösungen.
  • Breitbandbüro: Als Teil des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus agiert das Breitbandbüro als nationales Kompetenzzentrum für Kommunen, Bundesländer und Netzbetreiber, mit dem Ziel die Bereitstellung von Breitbandnetzen für Österreich zu fördern; es unterstützt die Bundesländer bei ihrem Breitbandausbau, stellt den Kontakt zwischen kommunalen Verwaltungen und Netzbetreibern her und beantwortet Bürgeranfragen.
  • Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH: Agiert als nationale Regulierungsbehörde für den Telekommunikationsmarkt.
  • Bundeskanzleramt: Fokussiert sich auf das Voranbringen der Informationsgesellschaft, Digitalen Agenda und andere IKT-Maßnahmen in Österreich.

Hauptziele der Breitbandentwicklung

Österreichs Breitbandstrategie 2030 wurde im August 2019 verabschiedet und zielt auf eine vollständige Abdeckung mit ultraschnellem Breitbandinternet (100 Mbps Download und Upload) bis zum Jahr 2030 ab. Die Breitbandstrategie beinhaltet neben dieser langfristigen Zielsetzung auch fünf konkrete Zwischenziele:

  • Phase 1: Bis Ende 2020 flächendeckendes Angebot von ultraschnellen Breitbandanschlüssen (100 Mbps)
  • Phase 2: Bis Ende 2020 Markteinführung von 5G in allen Landeshauptstädten
  • Phase 3: Bis Anfang 2021 Österreich 5G-Pilotland
  • Phase 4: Bis Ende 2023 Angebot von 5G-Diensten auf Hauptverkehrsverbindungen
  • Phase 5: Bis Ende 2025 landesweites Angebot mit Gigabit-fähigen Anschlüssen, inklusive der landesweiten Versorgung mit 5G

Die österreichische 5G-Strategie wurde im April 2018 verabschiedet und zielt auf die Einführung des 5G-Mobilfunkstandards mit optimierten Rahmenbedingungen und auf die Nutzung der damit verbundenen Chancen für Bürger, Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft ab. In der ersten Phase wurden bis Mitte 2018 erste vorkommerzielle 5G-Testinstallationen implementiert. In der zweiten Phase ist die Einführung von 5G in allen Landeshauptstädten geplant. Eine dritte Phase wird die Verfügbarkeit von 5G-Diensten für die Hauptverkehrswege bis Ende 2023 und eine landesweite Verfügbarkeit von 5G-Diensten bis Ende 2025 ermöglichen.

Maßnahmen des Breitbandausbaus

  • Breitbandatlas: Österreich verfügt über einen Senderinfrastrukturatlas (Senderkasten), der mobile Stationen und Radiosenderstationen abdeckt. Das Breitbandbüro etablierte den Breitbandatlas - basierend auf den Betreiberdaten von Anfang März 2014. Durch Änderungen des österreichischen Telekommunikationsgesetzes wird die rechtliche Grundlage für die Erhebung und Nutzung besserer Geodaten für die Breitbandabdeckung geschaffen, um genauere Analysen der Breitbandabdeckung zu erhalten. Der Atlas wird halbjährlich aktualisiert. Die Versorgung mit Breitband in Österreich wurde durch die Datensammlung und die Präsentation im Rahmen des RTR-Netztest transparent abgebildet.

Nationale und regionale Breitband-Finanzierungsinstrumente

Österreich hat unterschiedliche Förderprogramme Breitband Austria 2020, finanziert mit 1 Milliarde EUR aus der Frequenzversteigerung:

  • Breitband Austria 2020 Access (kurz: BBA2020_A) hat die räumliche Ausdehnung von leistungsstarken Zugangsnetzen im Fokus und zielt somit in Richtung verbesserter Abdeckung von Haushalten und Firmen ab.
  • Breitband Austria 2020 Backhaul (kurz: BBA2020_B) unterstützt die Modernisierung und Verstärkung der Zubringernetze und die Anbindung von Insellösungen an die Kernnetze.
  • Breitband Austria 2020 Leerverrohrungsprogramm (kurz: BBA2020_LeRohr) soll die Mitverlegung von Leerverrohrungen für Kommunikationsnetze bei laufenden kommunalen Tiefbauarbeiten erleichtern.
  • Breitband Austria 2020 Connect: Mit diesem Finanzierungsaufruf werden Glasfaserverbindungen für Schulen und kleinere und mittlere Unternehmen mit einem Fördervolumen von 30 Mio. EUR gefördert.
  • „Breitband Austria 2020 AT:net“ (kurz: BBA2020_AT:net) ist ein Förderprogramm, welches vom Bundeskanzleramt als Teil der Initiative Digitale Innovation fördern wieder eingeführt wurde. Das Programm unterstützt die Einführung von innovativen Diensten und Anwendungen auf Breitbandbasis.

Daten zur Breitbandentwicklung und -technologien in Österreich

Für aktuelle Daten zu Breitbandabdeckung, Abonnenten und der Durchdringung sowie Abdeckung mit den verschiedenen Breitbandtechnologien und -kosten stehen die Scoreboard Reports und Länderberichte des Digital Economy & Society Index (DESI) zur Verfügung.

Frequenzauktionen

Einzelheiten zu harmonisierten Frequenzzuteilungen finden Sie in der Studie zu Frequenzzuteilungen in der EU.

Nationale Veröffentlichungen und Pressemitteilungen

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Kontaktinformationen

BCO Österreich (Nationales Breitbandkompetenzzentrum): Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Kontakt via Email
Adresse: Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
Tel.: +43 1711 6265 8929
Webseite

Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

Kontakt via Email
Adresse: Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
Tel.: +43 1 711 00 0
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Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH (RTR)

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Adresse: Mariahilfer Straße 77-79, 1060 Wien, Österreich
Tel.: +43 15 80 58 0
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