Worum geht es?

Die Kultur- und Kreativwirtschaft durchläuft derzeit einen tiefgreifenden Wandel: Die Nutzung digitaler Technologie hat zugenommen, die Wirtschaftskrise der letzten Jahre hat Spuren hinterlassen, und die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert.

Damit ging eine Anpassung der Rechte des geistigen Eigentums und zunehmende staatliche Unterstützung einher. Der Sektor wird inzwischen auch als potenzieller Wirtschaftsfaktor wahrgenommen.

Warum braucht die Kultur- und Kreativwirtschaft Unterstützung?

Das beachtliche Potenzial der Branche, auf die über 3 % des BIP der EU entfallen und die in etwa gleicher Höhe zur Beschäftigung in der EU beiträgt, wird immer noch unterschätzt. Dadurch wird insbesondere der Zugang zu Startkapital und Finanzierung erschwert.

Hinzu kommt, dass kaum konkrete Daten und Informationen über die Branche vorliegen, wodurch ihr Potenzial von Geldgebern noch schlechter eingeschätzt werden kann. Daneben bestehen rechtliche Hürden (z. B. Rechte des geistigen Eigentums, unterschiedliche Steuersysteme und Mobilitätsprobleme).

Die Kultur- und Kreativwirtschaft braucht Unterstützung, damit sie ihre Interessen vertreten und ihre Probleme angehen kann. Es müssen grenzübergreifende Netze und Plattformen geschaffen werden, um den Sektor weiter zu strukturieren und zu stärken.

Welche Rolle spielt die Kommission?

Im Einklang mit der Strategie Europa 2020 für Wachstum und Beschäftigung   besteht die allgemeine Aufgabe der Kommission darin, den Kultursekor in die Lage zu versetzen, in zunehmendem Maße zu Beschäftigung und Wachstum in Europa beizutragen.

Dazu zählt direkte finanzielle und technische Hilfe etwa in Form von Zuschüssen oder durch die Schaffung von Netzen und Plattformen.

Maßnahmen

Prioritäten der Kommission im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft:

Diese werden durch eine Reihe von Maßnahmen und Initiativen sowie das Programm Kreatives Europa und andere Finanzierungsquellen der Kommission flankiert. Beispiele für kürzlich ergriffene Maßnahmen: