Worum geht es?

Einer der Schwerpunkte des Europäischen Kulturerbejahres ist die Verhinderung des illegalen Handels mit Kulturgütern. Konkret soll beim Risikomanagement enger zusammengearbeitet sowie stärker für die Auswirkungen des illegalen Kulturgüter-Handels sensibilisiert werden, und zwar sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU.

Zielgruppen

Für den Schutz des Kulturerbes zuständige nationale Behörden, Politiker, Strafverfolgungsbehörden, Kunstmarkt, Forschung

Worum geht es bei dieser Initiative?

Die Initiative umfasst drei Komponenten:

Komponente 1: Regulierung

In Form einer Verordnung über die Einfuhr von Kulturgütern in die EU kann Europa wirksamer gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern vorgehen.


WICHTIGE TERMINE:


• Ende 2018
Annahme der Verordnung über die Einfuhr von Kulturgütern

Komponente 2: Sensibilisierung und Kapazitätsaufbau

Wenn wir Kunstraub verhindern wollen, müssen wir die Behörden vor Ort unterstützen und die Nachfrage nach Kulturgütern unterbinden. Diesem Ziel widmen sich zwei gemeinsame Projekte von EU-UNESCO:

  • Das erste Projekt nimmt den europäischen Kunstmarkt in die Pflicht, der zu mehr Sorgfalt aufgerufen und auf die Folgen des illegalen Handels aufmerksam gemacht wird.
  • Im Rahmen des zweiten Projekts werden Strafverfolgungsbehörden in der EU über die neue Rechtsgrundlage und neue Erkenntnisse bei der Aufdeckung von Kunstraubdelikten informiert.


WICHTIGE TERMINE:


• Dezember 2017
Start des EU-UNESCO-Projekts „Fortbildung für Strafverfolgungsbehörden“
• 20. März 2018
EU-UNESCO-Workshop zur Einbeziehung des Kunstmarktes in die Bekämpfung des illegalen Kulturgüter-Handels, Paris (Frankreich)


• 30.-31. Mai 2018
TAIEX-PI-Workshop zum Schutz des irakischen Kulturerbes und zur Terrorismusbekämpfung, Brüssel (Belgien)
• Oktober/November 2018
Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern – Rechtsgrundlage und Techniken: Bereitstellung von Anschauungsmaterial (auf Papier und in Form von E-Learning-Modulen)


• 26.-28. November 2018
EU-UNESCO-Fortbildung für Beamte europäischer Justiz- und Strafverfolgungsbehörden – Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern, Paris (Frankreich)

Komponente 3: Verbesserung der Faktenlage und Erfahrungsaustausch

Begrenzung der Risiken für das Kulturerbe
Naturkatastrophen sind oft verheerend für die Kulturerbestätten. Das muss den EU-Ländern bewusst sein. Im März 2018 hat die Europäische Kommission daher eine Studie mit Modellverfahren veröffentlicht, die wirksame Möglichkeiten zum Schutz bedrohter Kulturerbestätten aufzeigt und den Weg für eine engere Zusammenarbeit ebnet.

Mehr Einsicht in den illegalen Handel mit Kulturgütern
Mit zwei Forschungsmaßnahmen will die Kommission mehr über den illegalen Handel mit Kulturgütern erfahren:

  • Eine Studie der GD EAC über Kunstraub und den zielgerichteten Einsatz neuer Techniken gibt Aufschluss über die Routen und die Größenordnung des Kunstschmuggels und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.
  • Auf einer im Rahmen von Horizont 2020 eingerichteten Plattform der GD RTD können sich internationale Wissenschaftler, öffentliche und private Akteure sowie Politiker darüber austauschen, wie der illegale Handel mit Kulturgütern besser bekämpft werden kann.


WICHTIGE TERMINE:


• 2017/2018
Start des EU-UNESCO-Projekts „Schutz des kulturellen Erbes und der kulturellen Vielfalt im Falle komplexer Bedrohungen für Stabilität und Frieden“
• 2018/2019
Veröffentlichung der Studie „Improving knowledge about illicit trade in cultural goods in the EU, and the new technologies available to combat it“ (GD EAC)

Partner

  • Für Kultur, Außenbeziehungen, Forschung und Innovation, Steuern und Zoll zuständige Kommissionsdienststellen
  • Strafverfolgungsbehörden in den EU-Ländern, Kunstmarkt
  • UNESCO