Worum geht es?

Wegen seiner Kompetenz in Sachen Denkmalschutz und Denkmalpflege genießt Europa weltweit einen guten Ruf.

Aufgrund der Kürzung öffentlicher Gelder und der Alterung der Gesellschaft droht dieses über Jahre aufgebaute Fachwissen und Know-how jedoch verloren zu gehen. Es wird kaum noch an die jüngere Generation weitergegeben und durch revolutionäre technische Neuerungen überholt.

Die Initiative will dieses Spannungsfeld auflösen, indem sie hochspezialisierte Kompetenzen heranbildet und den Wissenstransfer im Kulturerbesektor optimiert. Konkret sollen junge Menschen für die Denkmalpflege gewonnen und gleichzeitig die einschlägigen Berufsfelder dem digitalen Wandel angepasst werden.

Zielgruppen

Ausbilder und Ausbildungseinrichtungen im Kulturerbebereich, junge Menschen, Politiker auf nationaler und regionaler Ebene

Worum geht es bei dieser Initiative?

Die Initiative umfasst drei Komponenten:

Komponente 1: Erfahrungsaustausch und politische Empfehlungen

Zunächst muss festgestellt werden, welche Ansätze sich in Politik und Ausbildungsprogrammen bewährt haben, um Kompetenz und Wissen an die nächste Generation weitergeben zu können. Damit beschäftigen sich 26 Experten aus den Bildungs- und Kultusministerien der EU-Länder. 2018 haben sie Erfahrungen und bewährte Verfahren ausgetauscht und den zuständigen Ministern konkrete politische Empfehlungen unterbreitet.

Akteure aus der Zivilgesellschaft haben im Rahmen von „Voices for Culture“, dem strukturellen Dialog der Europäischen Kommission mit Kulturschaffenden, den Bericht „Skills for Heritage“ vorgelegt, der ebenfalls in die Diskussionsrunden einfloss.


WICHTIGE TERMINE:


• November 2017
Bericht „Skills for Heritage“ im Rahmen des strukturierten Dialogs „Voices of Culture“
• 5.-8. Februar 2018
Erste Erörterung der Ergebnisse der Expertengruppe im Rahmen der Konferenz über Professionalität bei der Erhaltung alter Bausubstanz des „Raymond Lemaire International Centre for Conservation“ in Löwen (Belgien)
• Herbst 2018
Veröffentlichung der politischen Empfehlungen der Expertengruppe


Über das gesamte Jahr 2018
Drei EU-Experten-Tagungen zu Berufen im Bereich des Kulturerbes

Komponente 2: Würdigung herausragender Leistungen und Qualität – Preis für Exzellenz in der beruflichen Bildung 2018

Dieser im Rahmen der Europäischen Berufsbildungswoche vergebene Preis würdigt europäische Bildungsträger für ihren Beitrag zu Exzellenz und Qualität der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Europa. Anlässlich des Europäischen Kulturerbejahrs vergibt die Jury einen Sonderpreis an innovative Einrichtungen, die in die Entwicklung zukunftsträchtiger Fachkenntnisse investieren.


WICHTIGE TERMINE:


• August 2018
Bewerbungsverfahren für Berufsbildungsanbieter – weitere Informationen auf der Website zur Europäischen Berufsbildungswoche
• 9. November 2018
Bekanntgabe der Preisträger auf der Abschlussveranstaltung der Europäischen Berufsbildungswoche 2018

Komponente 3: Möglichkeiten für Fachleute im Bereich des Kulturerbes

Im Rahmen dieser Initiative soll der Mangel an hochspezialisierten Fachkräften im klassischen Beruf des Denkmalpflegers behoben werden. Bei der beruflichen Weiterbildung geht es insbesondere um die Aneignung moderner Techniken zur Erhaltung des Kulturerbes.

Beispiele:

Bewährte Verfahren: Das Projekt Mu.SA (Museum Sector Skills Alliance) untersucht im Rahmen von Erasmus+, welche Fähigkeiten und Kompetenzen ein Konservator im digitalen Zeitalter beherrschen muss. Im Anschluss an das Projekt werden spezielle Ausbildungsprogramme entwickelt, um Fachleuten neben dem nötigen Know-how zur Nutzung digitaler Technologien auch Querschnittskompetenzen zu vermitteln.


WICHTIGE TERMINE:

• November 2018
Europäische Berufsbildungswoche (EU-weit)
• November 2018
„denkmal“ – Messe in Leipzig
• Über das gesamte Jahr 2018
Werbung für Fördermöglichkeiten im Rahmen von Erasmus+ und Horizont 2020 zur Deckung des Bedarfs an Fachkompetenz und Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich des Kulturerbes

Partner

  • Für Bildung, Kultur und Beschäftigung zuständige Kommissionsdienststellen
  • ICCROM, ENCACT, ECCO, FARO, Europarat
  • Raymond Lemaire International Centre for Conservation (RLICC) in Löwen (Belgien)
  • Erasmus+-Nationalagenturen

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