Worum geht es?

Das Europäische Kulturerbejahr ist Anlass für Gespräche, Forschungsarbeiten und einen Meinungsaustausch darüber, wie das Kulturerbe am besten erhalten und möglichst behutsam alternativ genutzt werden kann.

Bei jedem Eingriff in Strukturen, Orte oder Stätten von kulturhistorischem Wert besteht die Gefahr, dass sie in ihrer Substanz verändert werden.

Die EU unterstützt den Denkmalschutz in vielfältiger Weise, nicht zuletzt im Rahmen der Strukturfonds. Investitionen bergen aber auch Risiken – etwa dann, wenn beim Versuch, dem Kulturerbe eine neue Bestimmung zu geben, die Restaurierung auf Kosten der Authentizität geht. In solchen Fällen kann jahrhundertealte Geschichte und Kultur ausgelöscht werden.

Mit dieser Initiative soll ein Ausgleich zwischen Schutz und Erhaltung des Kulturerbes einerseits sowie proaktiver Restaurierung und Pflege, innovativer Neu-Nutzung und Würdigung des Kulturerbes andererseits gefunden werden.

Zielgruppen

Politiker, Denkmalschützer, Denkmalschutzverbände und die Zivilgesellschaft

Worum geht es bei dieser Initiative?

Die Initiative umfasst zwei Komponenten:

Komponente 1: Forschungsvorhaben und Austausch bewährter Verfahren

Auf der Grundlage der Charta von Venedig (1964), nach wie vor die Referenz auf dem Gebiet der Denkmalpflege, arbeitet eine von ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege) koordinierte Expertengruppe eng mit der Europäischen Kommission zusammen und aktualisiert die Qualitätsgrundsätze und Leitlinien für Eingriffe in das Kulturerbe Europas. Damit soll sichergestellt werden, dass größere Veränderungen des historischen Umfelds erst nach sorgfältiger Prüfung seiner historischen Bedeutung vorgenommen werden.

In die Arbeit der Expertengruppe flossen die Ergebnisse eines Workshops mit rund 50 Teilnehmern ein, dessen Thema gelungene und weniger gelungene EU-finanzierte Interventionen am Kulturerbe waren.


WICHTIGE TERMINE:


• Februar-April 2018
Tagungen der Expertengruppe
• 29.-30. Mai 2018
ICOMOS-Workshop in Paris (Frankreich)

Komponente 2: Konsultation und Konsensbildung

Die Europäische Kommission konsultiert ihre wichtigsten Partner (UNESCO, ICCROM, ICOM, Europa Nostra und andere Mitglieder des EYCH-Ausschusses der Interessenträger), um sich auf Qualitätsgrundsätze für Eingriffe in das Kulturerbe zu einigen.

Die hieraus entstehende Vorlage soll als Richtschnur für die Finanzierung künftiger Interventionen am Kulturerbe dienen
und mit anderen Standards wie der Norm zur Erhaltung des kulturellen Erbes CEN/TC346 des Europäischen Komitees für Normung abgeglichen werden.


WICHTIGE TERMINE:


• Sommer 2018
Konsultationen und Konsensbildung
• 20. Juni 2018
Diskussion beim Workshop zu adaptiver Wiederverwendung auf dem Europäischen Kulturerbe-Gipfel in Berlin
• 22.-23. November 2018
Erörterung und Verabschiedung der endgültigen Vorlage mit einheitlichen Grundsätzen bei der Konferenz in Venedig (Italien)

Partner

  • Bereichsübergreifende Zusammenarbeit der für Kultur, Jugend, Sport, regionale Entwicklung, Städtepolitik, Forschung und Innovation zuständigen Kommissiondienststellen
  • ICOMOS, UNESCO, ICCROM, ICOM, Europa Nostra und andere Mitglieder des EYCH-Ausschusses der Interessenträger
  • CEN (Europäisches Komitee für Normung)
  • European Heritage Heads Legal Forum

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