Corina Crețu, die Europäische Kommissarin für Regionalpolitik, hat die operationellen Programme des Europäischen Regionalfonds für die Länder Bremen und Thüringen genehmigt. Bremen erhält rund 103 Millionen Euro für die Förderperiode 2014-2020. Thüringen erhält 1,165 Milliarden Euro. Ziel der Förderung ist die  Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Reduzierung von CO2-Emissionen.

Kommissarin Crețu erklärte, dass die operationellen Programme in Bremen und Thüringen dazu beitragen werden, in Hochschulen und Forschungsinfrastruktur zu investieren, in Städten benachteiligte Bevölkerungsgruppen besser zu integrieren, sowie durch gezielte Förderung einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen zu leisten.

Desweiteren betonte Kommissarin Crețu, dass die Förderung für Bremen und Thüringen die für die Regionalwirtschaft bedeutenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU-en) stärkt und die Innovationsfähigkeit der regionalen Wirtschaft ankurbelt, indem bei den jeweiligen regionalen Stärken angesetzt wird. Basis hierfür sind die jeweils auf regionaler Ebene entwickelten Innovationsstrategien.

 

Hintergrund:

Die operationellen Programme haben die folgenden Förderschwerpunkte:

  • Bremen: Das Operationelle Programm Bremen konzentriert fast 50 Prozent seiner Mittel auf den Bereich „Innovation“. Es ist beabsichtigt, bis zu 300 neue Stellen für Forscherinnen und Forscher zu schaffen. Zudem sollen Unternehmen Zugang zu Fördermitteln erhalten, um Investitionen tätigen zu können. Bis zu 125 Unternehmen sollen so unterstützt werden. Der dritte Schwerpunkt zielt auf die Verringerung von rund 10.000 Tonnen CO2 im Land Bremen. Dies soll durch CO2-Einsparungen in Unternehmen sowie durch integrierte CO2-Strategien in Bremens Stadtteilen geschehen, die durch den Europäischen Regionalfonds entwickelt werden. Die Mittel werden auch für nachhaltige Stadtentwicklung im Rahmen zweier Modellstrategien verwendet.

 

  • Thüringen setzt sich für die Förderperiode 2014-2020 das Ziel, die Innovationskraft der Wirtschaft zu steigern. Private Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen auf 2 Prozent des BIP und die Exportquote der Thüringer Industrie auf 37,5 Prozent gesteigert werden. Die CO2-Emissionen sollen im Bereich der öffentlichen Gebäude und Infrastrukturen um 20 Prozent gesenkt. 400 Hektar Brachflächen sollen saniert werden. Durch das operationelle Programm wird ebenfalls in den Hochwasserschutz investiert, um das Schadenspotenzial bei Überflutungen um 10 Prozent zu verringern. Investitionen im Bereich der integrierten Stadtentwicklung sind auf die Abmilderung der demographischen Herausforderungen und die Stärkung von Kommunen als attraktive Wirtschafts- und Sozialräume ausgerichtet.

 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Partnerschaftsvereinbarung mit Deutschland

MEMO über Partnerschaftsvereinbarungen und operationelle Programme

EU-Kohäsionspolitik in Deutschland

 

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