Klimapolitik

Fortschritte bei der Emissionssenkung

Politik

Die EU ist auf dem besten Weg, ihr angestrebtes Ziel für die Senkung der Emissionen von Treibhausgasen bis 2020 zu erreichen und führt derzeit Rechtsvorschriften ein, mit denen das Ziel für 2030 erreicht werden soll.

Im Jahr 2015 entfielen noch 10 % der weltweiten Treibhausgasemissionen auf die EU. Die EU ist eine der größten Volkswirtschaften mit den geringsten Emissionen pro Kopf.

Ziel für 2020

Die EU dürfte das 20 %-Ziel für 2020 einhalten:

Neueste Zahlen:

  • Von 1990 bis 2016 wurden die Emissionen in der EU um 23 % gemindert, während die Wirtschaft im selben Zeitraum um 53 % wuchs.
  • Im Jahr 2016 allein gingen die EU-Emissionen um 0,7 % zurück, das BIP stieg jedoch um 1,9 % an.
  • Die EU beteiligt sich weiterhin aktiv an der internationalen Klimapolitik und erhöhte ihre Beiträge zur Klimafinanzierung im Jahr 2016 auf 20,2 Mrd. Euro.

Landnutzungsbedingte Emissionen werden nicht berücksichtigt, wohingegen Emissionen aus dem internationalen Luftverkehr für die Zieleinhaltung zählen.

Entschlossene Maßnahmen der EU und ihrer Mitgliedsländer und der vermehrte Einsatz von CO2-armen Technologien haben zu dieser Minderung beigetragen. Untersuchungen bestätigen, dass die Emissionssenkungen der letzten Jahre vor allem auf Innovation – unter anderem auf die Fortschritte in den Bereichen erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz – zurückzuführen sind, während Verlagerungen zwischen Wirtschaftszweigen nur eine untergeordnete Rolle spielten.

Mehr dazu:

Ziel für 2030

Die EU entwirft derzeit Rechtsvorschriften, um die Emissionen bis 2030 um mindestens 40 % zu senken – dies ist ein Teil des Rahmens für die Klima- und Energiepolitik 2030 und ein Beitrag zum Übereinkommen von Paris.

Dies umfasst Folgendes:

Kyoto-Ziele

Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben ihre Zielvorgaben für den ersten Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls erreicht. Die EU wird auch ihre im Rahmen des zweiten Verpflichtungszeitraums des Kyoto-Protokolls vereinbarten Ziele einhalten.

Mehr dazu:

Die Kyoto-Ziele unterscheiden sich von den 2020-Zielen in folgenden Punkten:

  • Sie betreffen andere Bereiche – beispielsweise Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft, aber nicht den internationalen Luftverkehr.
  • Sie gehen von unterschiedlichen Basisjahren aus (nicht immer 1990).
  • Die EU muss ihre Emissionen über den gesamten zweiten Verpflichtungszeitraum (2013–2020) um durchschnittlich 20 % gegenüber dem Stand in den Basisjahren senken, nicht nur bis 2020.

Überwachung und Berichterstattung

Jedes Jahr veröffentlicht die Kommission ihren Fortschrittsbericht zur Klimapolitik. Sie erstattet auch den Vereinten Nationen regelmäßig Bericht.

Dokumentation

 Jahresberichte zu den Fortschritten bei der Umsetzung der Ziele von Kyoto

Studien