Klimapolitik

Langfristige Strategie – Zeithorizont 2050

Strategie

Die Kommission fordert ein klimaneutrales Europa bis zum Jahr 2050.

Am 28. November 2018 legte die Kommission ihre langfristige strategische Vision für eine wohlhabende, moderne, wettbewerbsfähige und klimaneutrale Wirtschaft für den Zeithorizont 2050 vor.

Die Strategie zeigt auf, wie Europa auf dem Weg zur Klimaneutralität vorangehen kann, indem es in realistische technologische Lösungen investiert, den Bürgerinnen und Bürgern Eigenverantwortung überträgt und Maßnahmen in Schlüsselbereichen wie Industriepolitik, Finanzwesen oder Forschung aufeinander abstimmt, gleichzeitig aber dafür sorgt, dass der Übergang sich sozial gerecht vollzieht.

Auf Aufforderung des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates präsentiert die Kommission ihre Vision für eine klimaneutrale Zukunft, die nahezu alle EU-Politikbereiche umfasst und mit den Zielen des Übereinkommens von Paris im Einklang steht, den Temperaturanstieg deutlich unter 2 °C zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, um ihn auf 1, 5 °C zu begrenzen.

Wichtige Dokumente

  1. Factsheet: Langfristige Strategie für die Verringerung der Treibhausgasemissionen
  2. Factsheet: Wirtschaftlicher Wandel
  3. Factsheet: Industrieller Wandel
  4. Factsheet: Gesellschaftlicher Wandel

Beiträge von Interessenträgern

  • Eine Stakeholder-Veranstaltung am 10./11. Juli 2018 brachte Interessenträger aus Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft zur Erörterung der geplanten Strategie zusammen.
  • Bei der öffentlichen Konsultation vom 17. Juli bis 9. Oktober 2018 gingen mehr als 2800 Beiträge ein.

Nächste Schritte

Die strategische Vision der Kommission ist ein an alle EU-Organe, die nationalen Parlamente, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Städte und Gemeinden sowie Bürger und Bürgerinnen im Allgemeinen und die Jugend im Besonderen gerichteter Aufruf, sich einzubringen und sicherzustellen, dass die EU weiterhin eine Führungsrolle übernehmen und auch andere internationale Partner hierzu anhalten kann.

Die fundierte EU-weite Debatte sollte es der Union ermöglichen, bis Anfang des Jahres 2020 eine ehrgeizige Strategie zu verabschieden und diese gemäß dem Übereinkommen von Paris dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) zu übermitteln.

Die EU auf der COP24

Die Kommission nahm ihre strategische Vision am 28. November 2018 vor dem UN-Klimagipfel (COP24) vom 2. bis 14. Dezember im polnischen Kattowitz an.

Während der Konferenz fanden über 100 Nebenveranstaltungen der EU im EU-Pavillon statt, darunter mehrere Events zu langfristigen Klimaperspektiven und -strategien.

EU auf der COP24 – weitere Info

Hintergrundinformation zu EU-Initiativen

  1. Ein Finanzsektor im Dienste der Klimapolitik
  2. EU-Investitionsoffensive für Drittländer – Möglichkeiten für Afrika und die EU-Nachbarregion
  3. Förderung der Investitionsplanung europäischer Städte
  4. Initiative „Saubere Energie für Inseln“
  5. Strukturelle Unterstützungsmaßnahmen für Kohleregionen und Regionen mit hohem CO2-Ausstoß
  6. Europäische Jugend für den Klimaschutz
  7. Investitionsfazilität „Intelligente Finanzierung für intelligente Gebäude“
  8. Regelwerk der EU für Investitionen in die Energieleistung öffentlicher Gebäude
  9. Investitionen in saubere Industrietechnologien
  10. Saubere, vernetzte und wettbewerbsfähige Mobilität 
Unterlagen

2018 – Vision für eine langfristige EU-Strategie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen

2011 – Fahrplan für ein wettbewerbsfähiges Europa mit niedrigem CO2-Ausstoß

2011 legte die Europäische Kommission einen Plan für den Übergang zu einem wettbewerbsfähigen Europa mit geringen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 vor. Darin werden Maßnahmen vorgestellt, die die EU bis 2050 treffen könnte, um Verringerungen ihrer Treibhausgasemissionen entsprechend dem für die notwendigen Reduktionen der Industrieländer als Gruppe international vereinbarten Ziel von 80 bis 95% zu realisieren. Der Fahrplan legt Etappenziele, politische Herausforderungen, Investitionsbedarf und Chancen in verschiedenen Sektoren dar.

Wichtige Dokumente:

  • April 2012 – Klimaschutzmaßnahmen in Form von Verhaltensänderungen und deren angemessene Einbeziehung in quantitative langfristige Politikszenarien