Klimapolitik

Klimaschutzmaßnahmen der EU und der europäische Grüne Deal

Die EU bekämpft den Klimawandel durch eine ehrgeizige Politik innerhalb ihrer eigenen Grenzen und durch enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.

Sie ist auf dem besten Weg, ihre für 2020 gesteckten Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen zu erreichen, und hat einen Plan vorgelegt, die Emissionen bis 2030 noch weiter zu reduzieren, und zwar um mindestens 55 %

Bis 2050 soll Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent werden.

Europäischer Grüner Deal

Der Klimaschutz steht im Mittelpunkt des europäischen Grünen Deals, eines ambitionierten Maßnahmenpakets, das von einer entschlossenen Senkung der Treibhausgasemissionen über Investitionen in Spitzenforschung und Innovation bis hin zur Erhaltung der natürlichen Umwelt Europas reicht.

Zu den ersten Klimaschutzinitiativen im Rahmen des Grünen Deals gehören:

  • das europäische Klimagesetz zur Verankerung des Ziels der Klimaneutralität bis 2050 im EU-Recht
  • der europäische Klimapakt zur Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie aller Bereiche der Gesellschaft in den Klimaschutz
  • der Klimazielplan für 2030 zur Erhöhung des Reduktionsziels für die Netto-Treibhausgasemissionen auf mindestens 55 % bis 2030

Bis Juni 2021 wird die Kommission außerdem alle einschlägigen politischen Instrumente überprüfen und gegebenenfalls eine Überarbeitung vorschlagen, um zusätzliche Verringerungen der Treibhausgasemissionen zu erreichen.

Anfang 2021 wird die Kommission eine neue, ehrgeizigere EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel verabschieden, um die Bemühungen um die Sicherung der Klimaverträglichkeit, den Aufbau von Resilienz, die Prävention und die Vorsorge zu verstärken und sicherzustellen, dass Unternehmen, Städte und Bürger in der Lage sind, den Klimawandel in ihre Risikomanagementpraktiken zu integrieren. Eine öffentliche Konsultation wird in die Gestaltung der neuen Strategie einfließen.

Auf internationaler Ebene wird die EU weiterhin internationale Verhandlungen führen, um die Hauptemittenten im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Klimaänderungen in Glasgow (COP26) dazu zu veranlassen, sich ehrgeizigere Ziele zu setzen.

Darüber hinaus ist die Kommission bestrebt, ihre Umweltauswirkung als Organ und als Arbeitgeber zu verringern. Sie wird 2020 einen umfassenden Aktionsplan dazu vorlegen, wie sie den Zielen des Grünen Deals an all ihren Dienstorten Rechnung tragen und bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden will. Dazu wurde eine Vor- und Durchführbarkeitsstudie durchgeführt, die in den Aktionsplan einfließen soll.

Wichtigste Rechtsvorschriften und Strategien der EU

Internationale Zusammenarbeit

Die EU arbeitet aktiv mit anderen Ländern und Regionen auf die Verwirklichung der Ziele des Übereinkommens von Paris hin.

In multilateralen Foren und im Rahmen ihrer bilateralen Zusammenarbeit mit Ländern außerhalb der EU setzt sie sich für ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen ein.

Die EU zählt auch zu den größten Geldgebern bei der internationalen Klimaschutzfinanzierung zur Unterstützung der Entwicklungsländer bei ihren Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels.

Aufeinander abgestimmte Maßnahmen in allen Bereichen

Die Bekämpfung des Klimawandels und der Übergang zu einer klimaneutralen Gesellschaft erfordern erhebliche Investitionen, Forschung und Innovation, neue Wege für Produktion und Verbrauch sowie Veränderungen der Art und Weise, wie wir arbeiten, den Verkehr nutzen und zusammenleben.

Diesen Herausforderungen begegnet die EU dadurch, dass sie ihre Maßnahmen in den Schlüsselbereichen aufeinander abstimmt. Dazu zählen:

Siehe auch: