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Neue Cybersicherheitsstrategie der EU und neue Vorschriften zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit kritischer physischer und digitaler Einrichtungen

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Cybersicherheit ist eine der obersten Prioritäten der Kommission und ein Eckpfeiler des digitalen und vernetzten Europas.

18/12/2020

Die neue EU-Cybersicherheitsstrategie, die von der Kommission und der Hohen Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik vorgestellt wurde, wird Europas kollektive Abwehrfähigkeit gegen Cyberbedrohungen stärken. Außerdem wird es dazu beitragen, dass alle Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen die Vorzüge vertrauenswürdiger und zuverlässiger Dienste und digitaler Instrumente uneingeschränkt nutzen können. Gleich ob die Menschen in Europa vernetzte Geräte, Stromnetze oder Banken, Flugzeuge, öffentliche Verwaltungen oder Krankenhäuser nutzen oder aufsuchen möchten, sie verdienen dabei die Gewissheit, vor Cyberbedrohungen geschützt zu sein.

Cybersicherheit ist eine der obersten Prioritäten der Kommission und ein Eckpfeiler des digitalen und vernetzten Europas. Die Zunahme der Cyberangriffe während der Coronavirus-Krise haben gezeigt, wie wichtig es ist, Krankenhäuser, Forschungszentren und andere Infrastrukturen zu schützen. Um die Wirtschaft und Gesellschaft in der EU zukunftsfähig zu machen, sind in diesem Bereich entschlossene Maßnahmen nötig.

Die neue Cybersicherheitsstrategie enthält konkrete Vorschläge für Regulierungs-, Investitions- und Politikinstrumente auf drei EU-Aktionsfeldern:

  1. Widerstandsfähigkeit, technologische Unabhängigkeit und Führungsrolle

Auf diesem Feld schlägt die Kommission vor, die Vorschriften über die Sicherheit von Netz- und Informationssystemen neu zu gestalten, um die Abwehrfähigkeit kritischer öffentlicher und privater Sektoren zu verbessern: Krankenhäuser, Energienetze, Eisenbahnen, aber auch Rechenzentren, öffentliche Verwaltungen, Forschungslabore und die Herstellung kritischer medizinischer Geräte und Arzneimittel.

  1. Aufbau operativer Kapazitäten zur Prävention, Abschreckung und Reaktion

Die Kommission bereitet eine neue gemeinsame Cyberstelle vor, um die Zusammenarbeit zwischen den EU-Einrichtungen und den Behörden der Mitgliedstaaten, die für die Prävention, Abschreckung und Reaktion im Hinblick auf Cyberangriffe zuständig sind zu stärken.

  1. Förderung eines globalen offenen Cyberspace durch verstärkte Zusammenarbeit

Die EU wird ihre Zusammenarbeit mit internationalen Partnern intensivieren, um die regelbasierte globale Ordnung zu stärken, die internationale Sicherheit und Stabilität im Cyberspace zu fördern sowie die Menschenrechte und Grundfreiheiten im Internet zu schützen.

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