Vertretung in Belgien

Präsident Juncker nimmt an Auftaktveranstaltung des Europäischen Jahres des Kulturerbes in Belgien teil

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Juncker
© EU

Am kommenden Mittwoch, dem 31. Januar 2018, werden Präsident Juncker und mehrere Kommissionsmitglieder auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Brüssel, Philippe Close, an der Auftaktveranstaltung für das Europäische Jahr des Kulturerbes teilnehmen.

29/01/2018

Am kommenden Mittwoch, dem 31. Januar 2018, werden der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, und die Kommissionsmitglieder auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Brüssel, Philippe Close, an der Auftaktveranstaltung für das Europäische Jahr des Kulturerbes in Belgien teilnehmen. Auch alle zuständigen belgischen Behörden werden vertreten sein.

Das Europäische Jahr des Kulturerbes rückt unser umfangreiches und vielfältiges Kulturerbe in den Mittelpunkt und zeigt auf, wie wichtig dieses Erbe für die Förderung einer gemeinsamen Identität und für die Gestaltung der Zukunft Europas ist.

Die engagierte Teilnahme des Präsidenten und der Kommissionsmitglieder verdeutlicht die engen Beziehungen der Kommission zur Stadt Brüssel und die Verbundenheit und Dankbarkeit, die die Kommission der inoffiziellen Hauptstadt der Union und ihren Einwohnern zeigen möchte, die ihr seit über 60 Jahren eine Heimat bieten (das Programm und nützliche Informationen für Journalistinnen und Journalisten, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten, finden Sie hier).

Zu diesem Anlass sagte Präsident Juncker: „Mit dem Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018 feiern wir unsere kulturelle Vielfalt. Europa ist auf der ganzen Welt für die Fülle und Vielfalt seiner Kunst und Kultur bekannt. Dazu zählen insbesondere Naturschönheiten, archäologische Stätten, Museen und Monumente, historische Städte, künstlerische, musikalische und audiovisuelle Werke und nicht zuletzt Traditionen und Bräuche. Die Feierlichkeiten anlässlich dieses Jahres bieten eine wunderbare Gelegenheit, vor allem junge Menschen zu ermuntern, Europas kulturelle Vielfalt zu erkunden und über ihre Bewahrung für künftige Generationen nachzudenken.“ »

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, äußerte sich folgendermaßen: « „Die Kultur und das Kulturerbe zeugen auf überaus eindrucksvolle Weise von der Bedeutung der europäischen Identität und der gemeinsamen europäischen Werte. Sie müssen bei den Bemühungen, die Union mehr zu einen und sie stärker und demokratischer werden zu lassen, eine zentrale Rolle spielen. Deshalb bin ich sehr froh, zusammen mit dem Präsidenten der Kommission und den anderen Kommissionsmitgliedern an der Auftaktveranstaltung für das Europäische Jahr des Kulturerbes in Belgien und ganz speziell in Brüssel teilzunehmen, eine durch ihre Geschichte und den Sitz der EU-Institutionen wahrhaft europäische Stadt, die zugleich auch für Kreativität, Avant-Garde und Weltbürgertum steht, die in Europa ihresgleichen suchen.

An diesem Tag wird zum Auftakt auf der Grand-Place in Brüssel die 3D-Show „Europa in 1000 Facetten“ aufgeführt, der Präsident Juncker, der EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics, und die übrigen EU-Kommissionsmitglieder beiwohnen werden.

Einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage zufolge sind 8 von 10 Europäerinnen und Europäern davon überzeugt, dass das Kulturerbe nicht nur für sie persönlich, sondern auch für ihre Gemeinschaft, ihre Region, ihr Land und die EU als Ganzes von Bedeutung ist. Eine überwältigende Mehrheit ist stolz auf das Kulturerbe – ob nun in der eigenen Region, im eigenen Land oder in einem anderen europäischen Land. Die belgischen Ergebnisse zu diesen beiden Fragen liegen sehr nah am europäischen Durchschnitt.

Tausende von Initiativen und Veranstaltungen in ganz Europa werden das ganze Jahr 2018 über die Möglichkeit bieten, Bürgerinnen und Bürger aus allen Bevölkerungsschichten einzubeziehen. Um ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen, soll ein möglichst breites Publikum erreicht werden, insbesondere Kinder und junge Menschen, lokale Gemeinschaften sowie Personen, die nur selten mit Kultur in Berührung kommen. 

Hintergrund

In seiner Rede zur Lage der Union vom 13. September 2017 hat Präsident Juncker angeregt, sich aus Anlass des Europäischen Jahres des Kulturerbes bewusst zu machen, dass die Europäische Union Einmaliges erreicht hat: „Frieden nach innen und Frieden nach außen. Wohlstand, wenn auch nicht für alle, so doch für viele“.

Mit dem Europäischen Jahr des Kulturerbes soll das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für die soziale und wirtschaftliche Bedeutung dieses Erbes geschärft werden. In der gesamten EU sind über 300 000 Menschen unmittelbar im Bereich des europäischen Kulturerbes beschäftigt und 7,8 Millionen Arbeitsplätze hängen indirekt damit zusammen, so etwa im Tourismussektor oder bei Dolmetsch- oder Sicherheitsdiensten. Fast die Hälfte der auf der Liste des Welterbes der UNESCO eingetragenen Stätten – nämlich 453 – befindet sich in der Region Europa.

Gerade weil derzeit Schätze des Weltkulturerbes bedroht sind oder in Krisengebieten mutwillig zerstört werden, hält es die Kommission für angebracht, das Kulturerbe zum Thema des Europäischen Jahres 2018 zu machen. Der Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates, das Jahr 2018 zum Europäischen Jahr des Kulturerbes auszurufen, wurde am 17. Mai 2017 auf der Grundlage eines Kommissionsvorschlags vom 30. August 2016 gefasst.

 

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