Vertretung in Österreich

Juncker: "Flüchtlingsproblematik ist derzeit weit weniger dramatisch als vor zwei oder drei Jahren"

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Juncker: "Flüchtlingsproblematik ist derzeit weit weniger dramatisch als vor zwei oder drei Jahren"
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Kommissionspräsident Juncker mahnt in seinem traditionellen Sommerinterview mit der Tiroler Tageszeitung Realismus in der Migrationsdebatte ein: „Die Flüchtlingsproblematik ist derzeit weit weniger dramatisch, als dies vor zwei oder drei Jahren der Fall war, die Zahlen sind rückläufig. Man sollte sich mit dem Problem nach wie vor energisch auseinandersetzen, aber nicht so tun, als ob es kein anderes Thema gäbe."

13/08/2018

Im Hinblick auf den Treuhandfonds für Afrika, den die Kommission initiiert hat, um die Ursachen irregulärer  Migration und Vertreibung zu bekämpfen, fordert Juncker mehr Engagement seitens der Mitgliedstaaten. "Alle reden davon, an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Afrikas aktiv teilzunehmen, aber nichts geschieht." Bezüglich der Brexit-Verhandlungen betont der Kommissionspräsident: "Wir sind alle gut beraten, sowohl die Briten als auch die EU, einen ungeordneten Ausstieg Großbritanniens aus der EU zu verhindern, weil das jenseits und diesseits des Ärmelkanals im Chaos enden würde." Weiters bezieht Juncker in dem Interview u. a. zur österreichischen EU-Vorsitzführung, den 2019 stattfindenden EU-Parlamentswahlen und seinem Treffen mit US-Präsident Trump Stellung.

Interview