Vertretung in Österreich

Eu-Gemeinderäte in Brüssel - mittlerweile über 900 Teilnehmer in ganz Österreich

/austria/file/nachtichteneugemeinr%C3%A4tejpg_deNachtichten_EU_Gemeinräte.jpg

Derzeit sind die EU-Gemeinderäte bei den EU-Institutionen in Brüssel

Mehr als 900 EU-Gemeinderäte gibt es mittlerweile in Österreich - Tendenz steigend. Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres BMEIA und der Kommissionsvertretung in Österreich ist eine Erfolgsgeschichte. EU-Gemeinderäte bringen die EU in die Regionen Österreichs. Sie regen Diskussion an und informieren rund um EU-Themen. Derzeit sind sie auf Besuch bei den EU-Institutionen in Brüssel.

29/06/2017

Auf dem Programm der EU-Gemeinderäte stehen Informationsbesuche zur Arbeit der Institutionen. Ein besonderes Augenmerk liegt bei der diesjährigen Reise auf dem Zusammenspiel der Institutionen in der Praxis, dem Meinungsaustausch mit  hochrangigen Vertretern der Kommission zu Themen wie Türkei, Migration, Sicherung der Schengen-Außengrenzen und Terrorismusbekämpfung sowie Treffen mit österreichischen Europa-Abgeordneten. Auch ein Besuch bei der ständigen Vertretung Österreichs bei der EU steht auf dem Programm, um sich über die österreichische Ratspräsidentschaft 2018 zu informieren.

Über 900 EU-Gemeinderäte in Österreich

Wir erleben bewegte Zeiten in Europa und die Österreicherinnen und Österreicher haben viele Fragen zur Zukunft unseres Kontinents und der Europäischen Union. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter sind wichtige Ansprechpersonen, wenn es um die wirtschaftliche, politische und soziale Entwicklung Europas geht. Viele Entscheidungen der EU reichen in die österreichischen Gemeinden hinein und werden auf Gemeindeebene umgesetzt.

Das BMEIA und die Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich haben deshalb im Jahr 2010 die Initiative "Europa fängt in der Gemeinde an" ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, in möglichst vielen österreichischen Städten und Gemeinden Bürgermeisterinnen, Bürgermeister, Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter als sogenannte Europa-Gemeinderätinnen und Europa-Gemeinderäte zu gewinnen. Diese lokalen Europa-Beauftragten stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und erhalten Informationen über aktuelle Entwicklungen in Europa. Die Europa-Gemeinderätinnen und Europa-Gemeinderäte verfügen über Wissen, Erfahrung und Kontakte, damit sie als Informationsdrehscheiben für EU-Themen in den Gemeinden aktiv sein können. So wird Europa für österreichische Bürgerinnen und Bürger greifbarer, Sorgen können kompetent besprochen und Fragen beantwortet werden.

Das Engagement der Mitglieder der Initiative kann sich in zahlreichen und vielfältigen Initiativen sehen lassen: Europa-Gemeinderäte und Europa-Gemeinderätinnen richten in ihren Gemeinden Informationsveranstaltungen für die Allgemeinheit oder für besondere Zielgruppen aus, veröffentlichen EU-Beiträge in ihren lokalen Medien oder organisieren für ihre Gemeindemitglieder Reisen zu den EU-Institutionen in Brüssel.

Die Initiative hat sich seit ihrer Gründung als Erfolg erwiesen. Es sind bereits mehr als 900 Europa-Gemeinderätinnen und Europa-Gemeinderäte in allen Bundesländern und aus allen politischen Parteien aktiv. Die Mitgliederanzahl wächst täglich. Dieses in Europa einzigartige Konzept hat über die österreichischen Grenzen hinweg eine Vorbildwirkung eingenommen und wurde von der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol übernommen. Heute darf man in Österreich zu Recht behaupten: "Europa fängt in der Gemeinde an!"

Informationen zu den EU-Gemeinderäten