Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung

Kurzprofil

Kurzprofil

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung ist unter der Abkürzung „OLAF“ bekannt, nach seinem französischen Namen: Office de Lutte Anti-Fraude.

 

2015

Nach der Umstrukturierung durch die Juncker-Kommission übernahm die Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen (GD ECFIN) die Zuständigkeit für den bis dahin durch das OLAF gewährleisteten Schutz des Euro.

2013

Am 1. Oktober 2013 trat die Verordnung Nr. 883/2013 über Untersuchungen des OLAF in Kraft. Sie führte zahlreiche Neuerungen in der Arbeitsweise des OLAF und seinen Beziehungen zu verschiedenen Interessenträgern ein. Außerdem wurden in der Verordnung die Rechte betroffener Personen genauer definiert; es wurde ein jährlicher Meinungsaustausch zwischen dem OLAF und den EU-Institutionen eingeführt und festgelegt, dass jeder Mitgliedstaat eine Koordinierungsstelle für Betrugsbekämpfung einrichtet.

Die Leitlinien für Untersuchungsverfahren (GIP) wurden veröffentlicht. Diese internen Vorschriften müssen von den OLAF-Bediensteten eingehalten werden, um kohärente und nachvollziehbare Untersuchungen zu gewährleisten.

2012

Am 1. Februar 2012 wurden tiefgreifende Änderungen an der internen Organisation des OLAF und seinen Untersuchungsverfahren vorgenommen, mit denen vor allem die Untersuchungstätigkeit des Amtes und sein Beitrag zur Politik der Betrugsbekämpfung gestärkt werden sollen.

2011

Eine neue Strategie der Europäischen Kommission wurde angenommen, um Betrug zu verhindern und zu bekämpfen und auch die Bedingungen für Untersuchungen, die Rückerstattung veruntreuter Mittel und die Abschreckung zu verbessern.

Giovanni Kessler wurde zum Generaldirektor des OLAF ernannt.

2010

Ein neues, webgestütztes Tool – das Betrugsmeldesystem (FNS)– wurde vom OLAF eingerichtet, um es Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen, Informationen über potenzielle Korruption und Betrug online zu melden.

2006

Im Jahr 2006 führte das OLAF zum ersten Mal genauso viele Untersuchungen aus eigener Initiative durch wie Untersuchungen im Rahmen der Unterstützung von Behörden der Mitgliedstaaten.

Um den Schwerpunkt auf die laufenden Arbeiten des OLAF zu lenken, die Kommunikation innerhalb des Amtes zu verbessern und seine Verwaltung zu stärken, wurde eine umfassende interne Umstrukturierung vorgenommen.

2004

Die Europäische Gemeinschaft startete das Programm „Hercule“, um Maßnahmen zum Schutz ihrer finanziellen Interessen durchzuführen.

2000

Franz-Hermann Brüner wurde zum ersten Generaldirektor des OLAF ernannt.

1999

Als Reaktion auf die Ereignisse, die zum Rücktritt der Santer-Kommission führten, wurden Vorschläge für eine neue Stelle zur Betrugsbekämpfung mit mehr Untersuchungsbefugnissen vorgelegt. Diese Vorschläge führten zu

  • der Einrichtung des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung (OLAF) mit einem Mandat für unabhängige Untersuchungen (Beschluss 1999/352),
  • allgemeinen Vorschriften für OLAF-Untersuchungen Verordnung 1073/1999,  

1995

Die UCLAF erhielt den Auftrag, auf Grundlage von Informationen aus verschiedenen Quellen in Eigeninitiative Untersuchungen einzuleiten. Alle Dienststellen der Kommission wurden aufgefordert, die UCLAF über jeglichen Betrugsverdacht in ihrem Verantwortungsbereich zu unterrichten.

1993

Die Zuständigkeiten der UCLAF wurden auf Empfehlung des Europäischen Parlaments erweitert.

1988

Die Task Force „Einheit für die Koordinierung der Betrugsbekämpfung“ (UCLAF) wurde als Abteilung des Generalsekretariats der Europäischen Kommission eingerichtet. Die UCLAF arbeitete mit den nationalen Stellen zur Betrugsbekämpfung zusammen und sorgte für die zur Bekämpfung grenzüberschreitender organisierter Betrugsfälle erforderliche Koordinierung und Unterstützung.