Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Schulobst-, -gemüse- und -milchprogramm der EU

Schulobst-, -gemüse- und -milchprogramm der EU

Schulprogramm
Schulobst-, -gemüse- und -milchprogramm der EU

Das Schulobst-, -gemüse- und -milchprogramm soll Kindern helfen, sich gesund zu ernähren. 

Die ursprünglich getrennten Programme für Milch sowie für Obst und Gemüse wurden mit Wirkung vom 1. August 2017 rechtzeitig vor Beginn des Schuljahres 2017–2018 zusammengeführt. Wie die bisherigen Einzelprogramme soll das kombinierte Programm dazu beitragen, Kindern die Vorteile einer gesunden Ernährung nahezubringen und sie anregen, mehr Obst, Gemüse und Milch zu sich zu nehmen.

Das durch die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) unterstützte Programm fördert die Verteilung von Obst, Gemüse und Milch an Schulen in der gesamten EU im Rahmen eines umfassenden Unterrichtsprogramms über die europäische Landwirtschaft und die Vorteile einer gesunden Ernährung.

Um Unterstützung zu erhalten, müssen die Programme der Mitgliedstaaten bestimmte Kriterien erfüllen:

  • Der Schwerpunkt sollte auf frischem Obst und Gemüse sowie frischer Milch liegen. Die EU-Länder können jedoch auch verarbeitetes Obst und Gemüse wie Säfte oder Suppen und Milcherzeugnisse wie Joghurt und Käse verteilen, um für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen und besondere Ernährungsbedürfnisse abzudecken. Andere Milcherzeugnisse wie Getränke auf Milchbasis können zugelassen werden, aber Zuschüsse werden nur für den Milchbestandteil gewährt. Außerdem können die EU-Länder weitere Agrarerzeugnisse in ihre Unterrichtsprogramme aufnehmen, wie etwa Oliven, Olivenöl und Honig.
  • Die Wahl der in den einzelnen Ländern verteilten Erzeugnisse muss auf gesundheitlichen und ökologischen Erwägungen, dem jahreszeitlichen Angebot, der Vielfalt und Verfügbarkeit der Produkte beruhen, wobei Erzeugnissen aus der EU Vorrang eingeräumt wird. Den nationalen Behörden steht es auch frei, den Kauf lokaler oder regionaler und biologischer Erzeugnisse anzuregen und kurze Versorgungsketten, Umweltvorteile und Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse in ihr Bildungsprogramm aufzunehmen.
  • Da das System eine gesündere Ernährung fördern soll, dürfen die an die Schulen verteilten Erzeugnisse keine künstlichen Süßstoffe oder Geschmacksverstärker enthalten und darf möglichst kein Zucker, Salz oder Fett hinzugefügt sein. Erzeugnisse mit begrenzten Mengen an Zucker, Salz oder Fett können jedoch erlaubt werden, wenn dies durch die zuständigen nationalen Gesundheits- bzw. Ernährungsbehörden zugelassen ist.

 

Einfacher und wirkungsvoller

Die Zusammenführung der beiden getrennten Programme verringert den Verwaltungs- und Organisationsaufwand und vereinfacht die Anforderungen. Außerdem ermöglicht sie den Mitgliedstaaten, sich auf eine einzige sechsjährige Strategie zu konzentrieren und nur einen jährlichen Antrag auf Finanzierung vorzulegen. Die Überwachung des Programms erfolgt weiterhin durch Jahresberichte, ebenso wie die Gesamtbewertung seiner Wirksamkeit nach fünf Jahren.

Auch der Unterrichtsanteil des Programms wird verstärkt, um sicherzustellen, dass die Kernziele – Kindern die Vorteile einer gesunden Ernährung zu vermitteln und sie wieder mit der Landwirtschaft vertraut zu machen – erreicht werden. Das Unterrichtsprogramm kann auch weitere verwandte Themen wie lokale Nahrungsmittelketten, biologische Landwirtschaft, nachhaltige Erzeugung, Lebensmittelverschwendung usw. umfassen.

 

Aufteilung der Mittel

An EU-Mitteln stehen pro Schuljahr 250 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung, davon 150 Mio. Euro für Obst und Gemüse und 100 Mio. Euro für Milch.

Die Verteilung der Haushaltsmittel auf die einzelnen Mitgliidstaaten hängt von der Zahl der Schulkinder und, für Milch, von der Nutzung früherer Programme ab.

Die Mittel für Obst und Gemüse sind von denen für Milch getrennt, um die Unterschiede zwischen den Erzeugnissen und ihren Versorgungsketten zu berücksichtigen.

Den nationalen Behörden steht es frei, einen Teil (20 % oder in begründeten Fällen bis zu 25 %) der zugewiesenen Mittel von einem Bereich in den anderen zu übertragen.

 

Kommunikationsmaterial

Informationsmaterial über das Schulprogramm steht in 23 Sprachen zur Verfügung – klicken Sie auf das Sprachfeld neben dem Link und wählen Sie Ihre Sprache. 

Schulprogramme – Infografik

Schulprogramme – Poster mit Mädchen

Schulprogramme – Poster mit Junge

 

Rechtsvorschriften

Grundverordnung

Vorläufige Verteilung nach Ländern

Durchführungsverordnung

Ausführliche technische Regeln