Agrikoltura u Żvilupp Rurali

Bananen, andere als Mehlbananen

Bananen, andere als Mehlbananen

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Bananen
Bananen, andere als Mehlbananen

Der Bananenverzehr liegt in Europa besonders hoch, weshalb die Europäische Union (EU) der weltweit wichtigste Einführer von Bananen aus Lateinamerika (70 %) und den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifischen Ozeans (etwa 19 %) ist. Die EU-eigene Bananenerzeugung trägt lediglich 11 % bei.

Im Rahmen der gemeinsamen Organisation der Agrarmärkte trägt die EU zu einem angemessenen Lebensstandard der EU-Bananenerzeuger bei, zum Beispiel durch Direktzahlungen.

Bananeneinfuhren in die Europäische Union

Seit 1. Januar 2006 wendet die Europäische Union eine reine Zollregelung, also eine nur auf Zöllen basierende Einfuhrregelung für Bananen an (EU-Zolltarife – Marktzugangsdatenbank). Viele Länder in der ganzen Welt sind wirtschaftlich sehr stark von ihrer Bananenerzeugung und -ausfuhr abhängig. Die EU-Einfuhrregeln sollen diesen Entwicklungsländern den Markzugang ermöglichen und gleichzeitig europäische Bananenerzeuger unterstützen.

Überdies hat die EU Abkommen mit mehreren Ländern Lateinamerikas, den USA sowie Ländern in Afrika, dem karibischen Raum und dem Pazifischen Ozean (AKP-Länder) abgeschlossen. 

  • Im Genfer Übereinkommen über den Bananenhandel von 2009 räumt die EU bestimmten Ländern Lateinamerikas Meistbegünstigung ein. Das Abkommen gilt auch für die Vereinigten Staaten. Im Rahmen dieses Abkommens hat sich die EU verpflichtet, die Einfuhrzölle für diese Länder bis spätestens 2019 schrittweise von 176 Euro/Tonne auf 114 Euro/Tonne zu senken.

    Mehr dazu: Datenbank zu Einfuhrzöllen

  • Freihandelsabkommen und Stabilisierungsmechanismus

    Seit 2009 haben die meisten großen Bananenerzeuger in Lateinamerika auch Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnet: Costa Rica, El Salvador, Honduras, Guatemala, Nicaragua und Panama, Peru, Kolumbien und Ecuador. Diese Freihandelsabkommen sehen eine schrittweise Senkung der Importzölle für Bananen aus diesen Ländern bis auf 75 Euro/Tonne ab Januar 2020 vor. Die Abkommen umfassen auch jeweils einen sogenannten „Stabilisierungsmechanismus“, der es der EU ermöglicht, die Präferenzzölle gegebenenfalls auszusetzen, wenn die Einfuhren vorab festgelegte Auslösungsschwellen überschreiten und den EU-Bananenmarkt ernsthaft destabilisieren. Diese Stabilisierungsmechanismen gelten bis Ende 2019, wenn die Einfuhrzölle dauerhaft auf 75 Euro/Tonne festgelegt werden.

    Mehr dazu: Überwachungsbericht zu Bananeneinfuhren

  • Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit AKP-Ländern

    Bananenlieferanten aus Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifischen Raums genießen im Rahmen von Wirtschaftspartnerschaften zoll- und quotenfreien Zugang zum Markt der Europäischen Union.

    Mehr dazu: EU-Handelspolitik und AKP-Länder und Wirtschaftspartnerschaften

Marktüberwachung

Die Europäische Kommission beobachtet die Entwicklungen auf dem Bananenmarkt sehr genau und prüft beispielsweise, wie sich Entscheidungen auf Preise und Handelsströme auswirken. Außerdem nimmt sie regelmäßig Marktanalysen vor. Eine wirksame Marktüberwachung trägt zur Vermeidung von Marktstörungen bei.

Die Datenbank mit den neuesten Informationen über den EU-Bananenmarkt wird für vom Stabilisierungsmechanismus erfasste Länder täglich und für alle anderen Länder wöchentlich aktualisiert. Die Kommission berichtet außerdem drei Mal jährlich über aktuelle Entwicklungen auf dem Bananenmarkt.

Mehr dazu:

Statistiken

EU und WTO

EU-Handelspolitik

Beziehungen der EU zu den Entwicklungsländern

EU-Entwicklungspolitik