Was ist wechselseitiges Lernen (Peer-Learning)?

Wechselseitiges Lernen bietet die Gelegenheit, bewährte Verfahren in den einzelnen EU-Ländern zu ermitteln und daraus zu lernen. Es ist eine wichtige Komponente der offenen Koordinierungsmethode.

Welche Ziele werden verfolgt?

Es geht um die Lösung konkreter Probleme, bei denen EU-Länder von Initiativen anderer Länder lernen möchten. So können beispielsweise die Ergebnisse aus Expertengruppen oder Peer-Learning-Aktivitäten im Jugendbereich in EU-weite Initiativen einfließen.

Wer ist beteiligt?

Die EU-Länder organisieren den Erfahrungsaustausch selbst. Die Kommission spielt lediglich eine unterstützende Rolle.

Wie läuft wechselseitiges Lernen ab?

Der Austausch erfolgt in Form von Peer-Learning-Aktivitäten, Konferenzen, Seminaren, hochrangigen Foren oder Expertengruppen, durch Studien und Analysen sowie in webgestützten Netzen unter Einbeziehung einschlägiger Akteure.

Expertengruppen

Die im Rahmen des EU-Arbeitsplans für die Jugend eingerichteten Expertengruppen behandeln Themen entlang der Schwerpunkte des jeweiligen Drei-Jahres-Arbeitszyklus des Rahmens für die Zusammenarbeit im Jugendbereich. Die Gruppen setzen sich aus von den EU-Ländern ernannten Sachverständigen zusammen.

Im Rahmen des EU-Arbeitsplans für die Jugend für den Zeitraum 2016–2018 befassen sich die Expertengruppen mit folgenden Themen:

  • Bestimmung des spezifischen Beitrags der Jugendarbeit und des nicht formalen und informellen Lernens
    a) zur Förderung der aktiven Bürgerschaft und der Teilhabe junger Menschen an vielfältigen und toleranten Gesellschaften und somit zur Vorbeugung von Marginalisierung, Radikalisierung und daraus resultierender Gewalttätigkeit
    b) zur Bewältigung der Herausforderungen und Chancen, die sich durch die wachsende Zahl junger Migranten und Flüchtlinge in der EU ergeben
  • Berücksichtigung der Risiken, Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung auf junge Menschen, Jugendarbeit und Jugendpolitik

Die im Rahmen des EU-Arbeitsplans für die Jugend für den Zeitraum 2014–2015 eingerichteten Expertengruppen befassten sich mit folgenden Themen:

  • Qualitätssysteme der EU-Länder für die Jugendarbeit und die Bedeutung von gemeinsamen Indikatoren oder Rahmen
  • spezifischer Beitrag der Jugendarbeit zur Bewältigung der Herausforderungen für junge Menschen, insbesondere beim Übergang von der Ausbildung ins Erwerbsleben

Peer-learning-Aktivitäten

Im Rahmen des EU-Arbeitsplans für die Jugend (2016–2018) sind folgende Peer-Learning-Aktivitäten vorgesehen:

  • Peer-Learning zwischen EU-Ländern und Kommission/Generaldirektoren: „Jugendarbeit als anerkanntes und Mehrwert schaffendes Instrument für eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit bei der Unterstützung junger Menschen beim Übergang ins Erwachsenenleben und in die Arbeitswelt“
  • Peer-Learning: „Neue Praktiken in der Jugendarbeit und attraktivere Gestaltung der Jugendarbeit für junge Menschen“

Im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich fanden eine Reihe von Peer-Learning-Aktivitäten (115 kB) English (en) , Strategiekonferenzen und Networking-Veranstaltungen statt. Der letzte EU-Arbeitsplan für die Jugend beinhaltete eine Peer-Learning-Übung unter EU-Ländern, um die bereichsübergreifende Gestaltung der Jugendpolitik auf nationaler Ebene zu fördern. 

Find out more

Mehr dazu

    • Mandat: Expertengruppe zur Jugendarbeit für aktive Bürgerschaft und zur Verhinderung von Marginalisierung und gewalttätiger Radikalisierung (577 kB)
    • Bericht der Expertengruppe: Beitrag der Jugendarbeit zur Bewältigung der Herausforderungen für junge Menschen, insbesondere beim Übergang von der Ausbildung ins Erwerbsleben (2.54 Mb) English (en) (2015) – Zusammenfassung(769 kB) Deutsch (de) English (en) français (fr)
    • Bericht der Expertengruppe: Qualitätsvolle Jugendarbeit. Ein gemeinsamer Rahmen für den weiteren Ausbau der Jugendarbeit (1.34 Mb) English (en) (2015)
    • Bericht der Expertengruppe: Förderung der kreativen und innovativen Fähigkeiten junger Menschen durch nicht formales Lernen zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit (2.67 Mb) English (en) (2014)
    • Informationsblatt: Förderung der kreativen und innovativen Fähigkeiten junger Menschen durch nicht formales Lernen zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit (76 kB) English (en) (2016)
    • Informationsblatt: Qualitätssysteme der EU-Länder für die Jugendarbeit und die Bedeutung von gemeinsamen Indikatoren oder Rahmen (106 kB) English (en) (2016)
    • Informationsblatt: Ermittlung des spezifischen Beitrags der Jugendarbeit zur Bewältigung der Herausforderungen für junge Menschen, insbesondere beim Übergang von der Ausbildung ins Erwerbsleben (31 kB) English (en) (2016)
    • Peer-Learning-Aktivitäten (115 kB) English (en) , Strategiekonferenzen und Netze im Jugendbereich (2010–2015)