GD Bildung und Kultur
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Glossar

Akkreditierung Für die Teilnahme an einem Projekt des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD) benötigen Projektträger eine Akkreditierung. Die Akkreditierung stellt gemeinsame Qualitätsstandards sicher. Für die Akkreditierung füllen Projektträger ein Formular "Interessenbekundung" aus, das im Wesentlichen allgemeine Informationen und Ideen des Projektträgers zu den EFD-Aktivitäten enthält. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Europäischer Freiwilligendienst".
Auf europäischer Ebene im Jugendbereich tätige Einrichtung Eine europäische Nichtregierungsorganisation (ENRO), die Gemeinwohlziele verfolgt und deren Aktivitäten auf die Partizipation junger Menschen am öffentlichen Leben und der Gesellschaft sowie die Entwicklung europäischer Kooperationstätigkeiten im Jugendbereich abzielen. Ihre Struktur und Aktivitäten müssen mindestens 8 Programmländer umfassen.
Aufnahmeorganisation Die Organisation, die einen oder mehrere Freiwillige im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes aufnimmt und für ihre Versorgung mit Training und Unterstützung während ihres Auslandsaufenthalts verantwortlich ist. Freiwillige arbeiten in der Aufnahmeorganisation an einem gemeinsamen Projekt.
Auswertungstreffen Eine Sitzung zur Auswertung bisheriger Projekte oder Aktivitäten und zur Planung möglicher Folgemaßnahmen. Auswertungstreffen können durch die Aktion 4.3 "Ausbildung und Vernetzung der in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen Tätigen" des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Benachteiligte junge Menschen Benachteiligte junge Menschen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit eingeschränkten Möglichkeiten beim Zugang zur Bildung, Mobilität und einer angemessenen Teilhabe an der Gesellschaft. Diese Hindernisse können unter anderem sozialer, wirtschaftlicher, ethnischer, körperlicher oder kultureller Natur sein. Die Einbeziehung benachteiligter Menschen in das Programm sowie in die Gesellschaft im Allgemeinen ist eine ständige Priorität des Programms JUGEND IN AKTION.
Bewährte Praktiken Über die durch das Programm JUGEND IN AKTION unterstützten transnationalen Projekte können Projektträger, Jugendbetreuer und Teilnehmer Verfahrensweisen austauschen und voneinander lernen. Bewährte Praktiken können beispielhafte Projekte sein, die durch all ihre Aktivitäten und Ergebnisse Systeme und Verfahrensweisen positiv beeinflusst haben und in verschiedenen Kontexten und Umgebungen von Nutzern oder Einrichtungen übertragen und genutzt werden können. Auf politischer Ebene beruht die europäische Zusammenarbeit im Jugendbereich ebenfalls auf dem Austausch bewährter Praktiken. Zur Verbesserung von politischen Maßnahmen haben Regierungen unter anderem die Möglichkeit, sich über die Situation in anderen EU-Ländern zu informieren und die besten Verfahren zu ermitteln. Diese "bewährten Praktiken" können sie dann übernehmen und an ihre nationalen und lokalen Gegebenheiten anpassen.
Bewerberland Ein Land, das sich um den Beitritt zur Europäischen Union beworben hat und als Kandidat für den Beitritt zur Europäischen Union offiziell akzeptiert worden ist. Weitere Informationen
EFTA/EWR-Länder Die drei Länder, die Mitglieder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind: Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Europäische Freihandelsassoziation ist eine Organisation, die 1960 mit dem Ziel gegründet wurde, den freien Warenverkehr zwischen ihren Mitgliedstaaten zu fördern.
Entschließung des Rates Eine Entschließung des Rates ist eine nicht bindende Erklärung des Rates der Europäischen Union, in der dieser Ziele festlegt und politische Erklärungen abgibt. Entschließungen des Rates werden oft als "soft laws" bezeichnet.
Entsendeorganisation Die Organisation, die einen oder mehrere Freiwillige im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes entsendet. Die Entsendeorganisation ist insbesondere verantwortlich für die Vorbereitung der Freiwilligen vor Antritt ihres Freiwilligendienstes im Ausland sowie für die Unterstützung nach ihrer Rückkehr.
Eurobarometer Ein Dienst der Kommission, der Trends der öffentlichen Meinung in allen Mitgliedstaaten und den Bewerberländern erfasst und analysiert. Die Kenntnis der Meinung der breiten Öffentlichkeit ist wichtig. Sie hilft der Europäischen Kommission, Legislativvorschläge auszuarbeiten, Entscheidungen zu treffen und ihre Arbeit zu bewerten. Eurobarometer führt dazu sowohl Meinungsumfragen als auch Zielgruppenanalysen durch. Im Rahmen der Eurobarometer-Erhebungen werden ungefähr 100 Berichte pro Jahr veröffentlicht. Weitere Informationen
Eurodesk Ein europäisches Netzwerk von Außenstellen, die für junge Menschen relevante Informationen bereitstellen, mit jungen Menschen an der Chancengleichheit in Bildung, Ausbildung und Jugend arbeiten und sie in europäische Aktivitäten einbeziehen. Weitere Informationen
Euro-Med-Jugendprogramm Das Euro-Med-Jugendprogramm ist ein Regionalprogramm, das im Rahmen des dritten Kapitels des Barcelona-Prozesses (Partnerschaft in sozialen, kulturellen und humanitären Angelegenheiten) geschaffen wurde und an dem die EU-Mitgliedstaaten und die Partnerländer des Mittelmeerraums beteiligt sind. Es fördert die Mobilität und das gegenseitige Verständnis junger Menschen durch drei Arten von Aktionen: Jugendaustausch, Freiwilligendienst und Unterstützungsmaßnahmen. Das Programm wird vom EuropeAid Kooperationsbüro der Europäischen Kommission verwaltet.  Weitere Informationen
Europäische Jugendwoche Das Ziel der Europäischen Jugendwoche ist die Förderung des Programms JUGEND IN AKTION und der europäischen Jugendpolitik sowie ein Beitrag zum strukturierten Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern und jungen Menschen. In ganz Europa werden dabei Veranstaltungen organisiert, die sich an eine große Zahl junger Menschen richten. Weitere Informationen
Europäische Kommission Die Europäische Kommission ist das Exekutivorgan der EU. Sie ist eine politisch unabhängige Einrichtung, die die Interessen der Europäischen Union insgesamt vertritt und wahrnimmt. Sie schlägt Rechtsvorschriften, politische Maßnahmen und Aktionsprogramme vor und ist für die Durchführungen der Entscheidungen des Europäischen Parlaments und des Rates zuständig. Weitere Informationen
Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) Die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) versucht, mit den Nachbarländern in Osteuropa, dem südlichen Mittelmeerraum und dem südlichen Kaukasus besondere Beziehungen aufzubauen. Sie wurde 2003 eingeführt, um die Vorteile der Erweiterung an die Nachbarländer weiterzugeben und der Entstehung neuer Spaltungen vorzubeugen. Weitere Informationen
Europäischer Freiwilligendienst (EFD) Eine Aktion des Programms JUGEND IN AKTION, die jungen Menschen Gelegenheit gibt, bis zu 12 Monate in einem anderen Land zu verbringen, um an freiwilligen Aktivitäten für eine lokale Gemeinschaft teilzunehmen, während sie für ihre persönliche und berufliche Entwicklung wichtige Fähigkeiten erwerben. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Europäischer Freiwilligendienst".
Europäischer Pakt für die Jugend Ein politisches Instrument, das vom Europäischen Rat 2005 als Bestandteil der überarbeiteten Lissabon-Strategie angenommen wurde. Der Jugendpakt zielt auf die Förderung der Partizipation aller jungen Menschen an Bildung, Beschäftigung und Gesellschaft ab. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Soziale und berufliche Eingliederung junger Menschen".
Europäisches Parlament Das Europäische Parlament ist das direkt gewählte Organ der Europäischen Union. Seine Hauptaufgabe ist die Verabschiedung europäischer Rechtsvorschriften. Es teilt diese Verantwortung mit dem Rat der Europäischen Union, während die Vorschläge für neue Rechtsvorschriften von der Europäischen Kommission unterbreitet werden. Das Parlament und der Rat üben die gemeinsame Verantwortung für die Genehmigung des EU-Jahreshaushalts aus. Das Parlament ist mit der Befugnis ausgestattet, die Europäische Kommission zu entlassen. Weitere Informationen
Europarat Der Europarat ist keine Einrichtung der EU. Es handelt sich um eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Straßburg, deren Ziele (unter anderem) den Schutz der Menschenrechte, die Förderung der kulturellen Vielfalt Europas und die Bekämpfung sozialer Probleme wie Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz umfassen. Der Europarat wurde 1949 gegründet. Er zählt 47 Mitgliedstaaten (2007). Die Europäische Kommission und der Europarat haben eine Partnerschaft im Jugendbereich geschaffen, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Jugendausbildung und Jugendforschung sowie das bürgerschaftliche Engagement und den interkulturellen Dialog zu fördern und die Jugend besser zu verstehen und mehr über sie zu erfahren.
Europass Der Europass ist ein einheitlicher Befähigungsnachweis, durch den Bürgerinnen und Bürger ihre Qualifikationen und Fähigkeiten in ganz Europa klar und einfach belegen können. Er besteht aus fünf Dokumenten, die auf europäischer Ebene entwickelt wurden, um die Transparenz von Abschlüssen zu gewährleisten. Der Europass zielt auf die Förderung der Mobilität aller Personen ab, die in Europa arbeiten oder an einer Ausbildung teilnehmen möchten. Weitere Informationen
EU-Vorsitz Der Vorsitz des Rates der Europäischen Union wechselt halbjährlich nach dem Rotationsprinzip, auf dessen Grundlage jeder Mitgliedstaat den Vorsitz für jeweils sechs Monate innehat. Weitere Informationen
Exekutivagentur Die in Brüssel angesiedelte Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (auch als Exekutivagentur bekannt) ist für die Durchführung der Aktionen und Unteraktionen des auf zentraler Ebene verwalteten Programms JUGEND IN AKTION verantwortlich. Weitere Informationen
Informelles Lernen In Alltag, Beruf, Familienleben und Freizeit eingebundene Lernaktivitäten bestehen insbesondere aus Lernen durch praktische Erfahrung ("learning by doing"). Diese Art des Lernens ist normalerweise weder strukturiert noch zielgerichtet und führt üblicherweise nicht zur Zertifizierung. Im Jugendbereich findet informelles Lernen u. a. im Rahmen von Jugend- und Freizeitinitiativen, Peergroups und Freiwilligentätigkeiten statt. Es bietet spezifische Möglichkeiten des Lernens, insbesondere die Vermittlung von sozialen, kulturellen und persönlichen Fähigkeiten. In diesem Zusammenhang werden informelle Lernergebnisse im Programm JUGEND IN AKTION auch durch ein Zeugnis anerkannt, das Youthpass genannt wird.
Job-Shadowing Ein kurzer Aufenthalt bei einer Partnerorganisation in einem anderen Land, die dem Zweck dient, bewährte Praktiken auszutauschen, Fähigkeiten und Kenntnisse zu erwerben und/oder Partnerschaften aufzubauen. Job-Shadowing-Aktivitäten können durch die Aktion 4.3 "Ausbildung und Vernetzung der in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen Tätigen" des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Jugendaustausch (bilateral, trilateral, multilateral) Eine Aktivität, die junge Menschen aus zwei, drei oder mehr Ländern zusammenbringt, um Ansichten und Erfahrungen zu einem bestimmten Themenbereich auszutauschen. Jugendbegegnungen können durch die Aktion 1.1 des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Jugendbetreuer Eine Person, die mit jungen Menschen in einer breiten Vielfalt nichtformaler und informeller Kontexte arbeitet. Weitere Informationen
Jugendinitiative Ein von den betreffenden jungen Menschen in vollem Umfang selbst gestaltetes und entwickeltes Projekt. Jugendinitiativen können durch die Aktion 1.2 des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Jugendveranstaltung des Vorsitzes Vom Mitgliedstaat, der den EU-Vorsitz innehat, organisierte europäische Jugendveranstaltung
Kompetenzen (Zuständigkeiten) Mit "Kompetenzen" (oder Zuständigkeiten) werden im Eurojargon "Befugnisse und Pflichten" bezeichnet. In politischen Diskussionen ist häufig von "Kompetenzen" die Rede, wenn darüber diskutiert wird, welche Befugnisse und Zuständigkeiten den EU-Institutionen übertragen und welche bei den nationalen, regionalen und lokalen Behörden belassen werden sollen. Die zuständige Behörde ist in der Regel eine Dienststelle einer Regierung oder eine andere Stelle, deren Aufgabenbereich die Behandlung eines bestimmten Themas abdeckt. Sie ist zuständig in dem Sinn, dass ihr die gesetzliche Befugnis und Verantwortung obliegen.
Koordinierende Organisation Die Organisation, die im Namen aller an einem Projekt des Programms JUGEND IN AKTION beteiligten Partner den Antrag einreicht und den Zuschuss entgegennimmt.
Lissabon-Strategie Die EU ist auf eine moderne, effiziente Wirtschaft angewiesen, um dem Wettbewerbsdruck anderer wichtiger globaler Akteure standzuhalten. Bei ihrem Treffen im März 2000 in Lissabon haben sich die führenden Politiker der EU ein neues Ziel gesetzt: das Ziel, die Union innerhalb eines Jahrzehnts "zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt zu machen, einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen." Die Staats- und Regierungschefs der EU haben zudem eine detaillierte Strategie zum Erreichen dieses Ziels festgelegt. Die "Lissabon-Strategie" umfasst Bereiche wie Forschung, allgemeine und berufliche Bildung, Internetzugang und elektronischen Geschäftsverkehr. Sie sieht auch eine Reform der europäischen Sozialversicherungssysteme vor, deren Tragfähigkeit zu sichern ist, so dass auch künftige Generationen ihre Früchte ernten können. Der Europäische Rat tritt regelmäßig im Frühjahr zusammen, um die Fortschritte bei der Umsetzung der Lissabon-Strategie zu überprüfen. Weitere Informationen
Mainstreaming "Mainstreaming" bedeutet, dass ein Thema bei allen politischen Maßnahmen der EU umfassend berücksichtigt wird. Jugendmainstreaming in anderen Politikbereichen der Europäischen Union bedeutet zum Beispiel, dass die Interessen junger Menschen bei solchen politischen Maßnahmen berücksichtigt werden.
Mitteilung In ihren Mitteilungen bringt die Europäische Kommission ihre Stellungnahmen und Vorschläge an die Mitgliedstaaten und andere EU-Einrichtungen zum Ausdruck und verpflichtet sich selbst zur Förderung der in den Mitteilungen festgelegten Ziele. Mitteilungen werden manchmal als "soft legislation" bezeichnet, da sie unverbindliche Formen der Beschlussfassung darstellen. Die verbindlichen Formen sind Verordnungen, Richtlinien und Beschlüsse. Da jugendpolitische Maßnahmen unter die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fallen, gibt es keine verbindlichen EU-Entscheidungen in diesem Bereich.
Nationalagenturen (NA) Von den nationalen Behörden in den einzelnen Programmländern eingerichtete Strukturen, die das Programm JUGEND IN AKTION auf dezentraler Ebene leiten und durchführen, um mehr Nähe zu den potenziellen Begünstigten des Programms herzustellen. NA-Kontaktliste
Nationale Reformprogramme (NRP) Nationale Reformprogramme sind Strategien der Mitgliedstaaten, um die Ziele der Lissabon-Strategie zu erfüllen. Sie legen einen jährlichen Fortschrittsbericht vor, um über ihre Ergebnisse bei diesen Strategien zu berichten.
Nichtformales Lernen Außerhalb des formalen Bildungssystems stattfindendes Lernen. Nichtformale Lernaktivitäten erfolgen auf freiwilliger Basis und bieten Möglichkeiten für den Erwerb eines breiten Spektrums von Kenntnissen und Fähigkeiten. Die Aktivitäten bedürfen einer sorgfältigen Planung, um die persönliche und soziale Entwicklung der Teilnehmer zu fördern. Die durch nichtformales Lernen und informelle Lernaktivitäten im Rahmen des Programms JUGEND IN AKTION erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten werden durch ein Zeugnis anerkannt, das Youthpass genannt wird.
Offene Koordinierungsmethode (OMK) Zwischenstaatliche Methode, die einen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten bereitstellt, um die nationalen politischen Maßnahmen auf gemeinsame Ziele ausrichten zu können. Über den Jugendbereich hinaus findet die OMK in zahlreichen weiteren Politikfeldern statt, wie Beschäftigung, Sozialschutz, soziale Einbeziehung, allgemeine und berufliche Bildung. Weitere Informationen
Osteuropa und Kaukasus Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Republik Moldau, Russische Föderation, Ukraine.
Partnerländer (Benachbarte Partnerländer / Andere Partnerländer weltweit) Länder, die in ein Programm eingebunden werden können, bei denen es sich jedoch nicht um "Programmländer" handelt. Hierzu gehören die Benachbarten Partnerländer (Südosteuropa, Osteuropa und Kaukasus sowie die Partnerländer im Mittelmeerraum) und andere Partnerländer weltweit, die im Jugendbereich bestimmte Vereinbarungen mit der EU getroffen haben.
Partnerländer des Mittelmeerraums Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Palästinensische Autonomiebehörde für das Westjordanland und den Gazastreifen, Syrien, Tunesien.
Peer-Learning Methode, bei der Gleichrangige, z. B. gleichaltrige Jugendliche, sich gegenseitig unterrichten und voneinander lernen. Der Begriff Peer-Learning wird auch für den Prozess der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene verwendet, bei dem politische Entscheidungsträger und Praktiker aus einem Land durch direkten Kontakt und praktische Zusammenarbeit von den Erfahrungen lernen, die ihre Kollegen in anderen Ländern Europas bei der Durchführung von Reformen in Bereichen von gemeinsamem Interesse gemacht haben.
Programmländer Im Programm JUGEND IN AKTION: die EU-Mitgliedstaaten, die EFTA/EWR-Länder, der Schweiz und die Bewerberländer.
Projekt der partizipativen Demokratie Ein Projekt zur Förderung der aktiven Partizipation von jungen Menschen am demokratischen Leben ihrer Gemeinschaft. Projekte der partizipativen Demokratie für junge Menschen können durch die Aktion 1.3 des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Projektvorbereitender Besuch Ein kurzes Treffen mit potenziellen Partnern, um ein mögliches Projekt zu entwickeln. Auswertungstreffen können durch die Aktion 4.3 "Ausbildung und Vernetzung der in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen Tätigen" des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Rat der Europäischen Union Der Rat der Europäischen Union ("Ministerrat" oder "Rat") ist eines der wichtigsten Entscheidungsgremien der Union. Bei seinen Sitzungen treten Minister der Mitgliedstaaten zusammen; er ist daher die Einrichtung, die die Mitgliedstaaten vertritt. Sitzungen des Rates können vom Vorsitz einberufen werden, der die Tagesordnung festlegt. Seine Zusammensetzung ändert sich je nach behandelten Themen (z. B. Landwirtschaft, Jugend, Energie usw.). Beachten Sie: Der Rat der Europäischen Union und der Europarat sind unterschiedliche Institutionen.
Ratsempfehlung Eine Empfehlung erlaubt es dem Rat seiner Meinung Ausdruck zu verleihen und eine Vorgehensweise vorzuschlagen, ohne jedoch den Adressaten (üblicherweise ein Mitgliedstaat) rechtlich zu verpflichten. Im Bereich Jugend nimmt der Rat (der Jugendminister) Schlussfolgerungen, Entschliessungen oder  Empfehlungen an. Im Vergleich zu Entschliessungen und Schlussfolgerungen senden Empfehlungen eine stärkere Botschaft an die Adressaten. Die erste Ratsempfehlung im Jugendbereich "Empfehlung zur Mobilität junger Freiwilliger in der Europäischen Union" wurde am 20. November 2008 angenommen.
SALTO-JUGEND-Ressourcenzentren SALTO steht für "Support and Advanced Learning and Training Opportunities". Bei den SALTO-JUGEND-Ressourcenzentren handelt es sich um Strukturen, die im Rahmen des Programms JUGEND IN AKTION geschaffen wurden, um Jugendorganisationen und Nationalagenturen Ausbildung und Informationen in Bezug auf ein bestimmtes Thema oder einen bestimmten Regionalbereich anzubieten.
Seminar Eine Veranstaltung, zu der sich Teilnehmer verschiedener Länder/Organisationen versammeln, um bewährte Praktiken zu einem ausgewählten Thema oder einer Reihe von Themen mit Bezug zum Jugendbereich zu diskutieren und auszutauschen. Seminare können durch die Aktion 4.3 "Ausbildung und Vernetzung der in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen Tätigen" des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Sozialer Zusammenhalt (Kohäsion) Kohäsion bedeutet wörtlich "Zusammenkleben" und meint den Zusammenhalt. "Förderung des sozialen Zusammenhalts" bedeutet, dass die EU bestrebt ist, dass jeder einen Platz in der Gesellschaft hat. Dies geschieht insbesondere durch die Bekämpfung von Armut, Arbeitslosigkeit und Diskriminierung.
Strukturierter Dialog Instrument zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Jugendlichen und politischen Entscheidungsträgern der EU. Der strukturierte Dialog ist in Themen und Zeitabschnitte gegliedert. Weitere Informationen
Studienbesuch Ein kurzes Studienprogramm zur Erkundung der Realität der Jugendarbeit oder Jugendpolitik in einem anderen Land. Studienbesuche können durch die Aktion 4.3 "Ausbildung und Vernetzung der in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen Tätigen" des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Subsidiaritätsprinzip "Subsidiaritätsprinzip" bedeutet, dass Entscheidungen möglichst bürgernah getroffen werden müssen. Mit anderen Worten: Die Europäische Union tritt nur dann in Aktion, wenn Maßnahmen auf ihrer Ebene wirksamer als auf der nationalen, regionalen oder lokalen Ebene sind. Weitere Informationen
Südosteuropa Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (EJRM), Montenegro, Serbien.
Trainingskurs Ein Fortbildungskurs mit dem Ziel, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Teilnehmer in einem bestimmten Fachgebiet zu verbessern. Trainingskurse können durch die Aktion 4.3 "Ausbildung und Vernetzung der in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen Tätigen" des Programms JUGEND IN AKTION unterstützt werden.
Training und Vernetzung Eine Reihe von Aktivitäten zur Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit bei der europäischen Jugendarbeit und zur Weiterentwicklung von Projekten von hochstehender Qualität im Rahmen des Programms JUGEND IN AKTION. Diese Aktivitäten können durch die Aktion 4.3 "Ausbildung und Vernetzung der in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen Tätigen" des Programms unterstützt werden.
Verbreitung und Verwertung von Ergebnissen Ergebnisse werden oft erst durch ihre Verbreitung wirklich wertvoll. Projektergebnisse verbreiten, heißt, diese Ergebnisse einem möglichst großen Personenkreis zugänglich zu machen. Projektergebnisse verwerten bedeutet, "sie zu nutzen und dadurch einen Vorteil zu erzielen (eine Ressourcen zu gewinnen)". Ein Projekt sollte daher als Ressource gesehen werden, die für andere potenzielle Begünstigte nützlich sein kann. Mit anderen Worten: Durch die Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse eines Projekts werden das Projekt und seine Ergebnisse anderen Menschen vermittelt und für sie nutzbar gemacht.
Weißbuch Ein Weißbuch der Kommission ist ein Dokument, das Vorschläge für Maßnahmen der Gemeinschaft in einem bestimmten Bereich enthält. Es bietet eine detaillierte und mit Argumenten untermauerte Diskussions- und Entscheidungsgrundlage, aus der sich ein Aktionsprogramm für die Union in dem betreffenden Bereich entwickeln kann. Im Jahr 2001 veröffentlichte die Kommission ein Weißbuch "Jugend", das den Grundstein für eine verstärkte europäische Zusammenarbeit in vier Schwerpunktbereichen legte: Partizipation, Information, Freiwilligentätigkeit sowie "Die Jugend besser verstehen und mehr über sie erfahren". Das Weißbuch regte zudem an, bei der Gestaltung anderer relevanter politischer Maßnahmen die jugendpolitische Dimension stärker zu berücksichtigen.
Youthpass Anerkennungsmaßnahme, bei der Teilnehmer des Programms JUGEND IN EUROPA ein Zeugnis erhalten, das ihren außerschulischen Bildungsweg beschreibt und validiert.  Weitere Informationen