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Was ist interaktive Politikgestaltung (IPM)?

 

Ziel der Initiative zur interaktiven Politikgestaltung (IPM – Interactive Policy Making) ist die Nutzung moderner Technologien, vor allem des Internets, um es den Verwaltungen der Mitgliedstaaten und den EU-Institutionen zu ermöglichen, die Bedürfnisse von Bürgern und Unternehmen besser zu verstehen. Die Entwicklung politischer Strategien soll durch schnellere und zielgerichtetere Reaktionen auf aufkommende Themen und Probleme unterstützt werden, um besser bewerten zu können, wie sich politische Maßnahmen (oder deren Unterlassung) auswirken. Außerdem soll den Bürgern mehr Rechenschaft abgelegt werden.

Das System wurde eingerichtet, um die Konsultationen der Beteiligten durch Verwendung leicht nutzbarer Online-Fragebögen zu vereinfachen. So wird es den Befragten erleichtert, Stellung zu nehmen, und die politischen Entscheidungsträger können die Ergebnisse problemloser analysieren. 

IPM wird über das Programm ISA (Interoperabilitätslösungen für europäische öffentliche Verwaltungen) finanziert, das zur Verbesserung der elektronischen Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen in EU-Mitgliedstaaten eingeführt wurde.   

Die 2001 eingerichtete IPM hat die erfolgreiche Einleitung von über 370 öffentlichen Konsultationen auf dem Webportal Ihre Stimme in Europa ermöglicht, der zentralen Anlaufstelle für Konsultationen der Europäischen Kommission. 

Die IPM dient ferner der internen Kommunikation und der Personalverwaltung: Innerhalb der Europäischen Kommission werden regelmäßig interne Umfragen vorgenommen, und sie wird von den Kommissionsdienststellen unter anderem zur Vorbereitung von Veranstaltungen und Konferenzen (Anmeldung usw.) und für Umfragen unter Besuchern von Internetseiten eingesetzt.

 

IPM-Software

IPM (interaktive Politikgestaltung) ist ein System zur Verwaltung von Online-Fragebögen, das von der Generaldirektion für Datenverarbeitung (DIGIT) der Kommission entwickelt wurde. Die internetgestützte Software erfordert keinerlei besondere Installation auf dem Rechner des Nutzers. Ein üblicher Internet-Browser und ein Internetanschluss reichen aus, um das System zu nutzen.

Die IPM-Software besteht aus verschiedenen Modulen für die Verwaltung der Lebenszyklen der Online-Fragebögen: Gestaltung, Test, Übersetzung, Einführung und Analyse der Ergebnisse. Sie verarbeitet verschiedene Arten von Fragen mit einer oder mehreren Antwortmöglichkeiten sowie freie Textfelder.  Die Ergebnisse können als Histogramme, Prozentsätze oder mit allen Einzelheiten dargestellt und nach Excel exportiert werden.  Das neue Portal steht in 22 Sprachen zur Verfügung. Überdies kann jeder Fragebogen in jede der Amtssprachen der EU übersetzt werden.

  • Erstellung: Der „Formularmanager“ legt die Eigenschaften des betreffenden Online-Fragebogens und die Strukturabschnitte und -fragen, die Art der Fragen (Schaltflächen, Kästchen zum Ankreuzen, Auswahllisten, freie Textfelder usw.) sowie die Abhängigkeiten zwischen den Fragen fest.
  • Test: Der Fragebogen kann vor der Veröffentlichung durch eine Gruppe von Nutzern getestet werden.
  • Übersetzung: Eine Excel-Stammdatei (XML-Datei) wird aus IPM herauskopiert. Die Übersetzungen erfolgen offline. Sobald sie abgeschlossen sind, werden die Übersetzungen wieder in IPM heraufgeladen.
  • Einführung: Liegt der Fragebogen vollständig vor, wird seine URL-Adresse an Angehörige der Zielgruppen gesandt. Der Zugang zum Fragebogen erfolgt entweder unmittelbar oder geschützt durch Benutzernamen/Passwort.
  • Ergebnisanalyse:  Der „Formularmanager“ kann die Ergebnisse in Echtzeit einsehen. Ungefilterte Ergebnisse, Prozentsätze und Histogramme sind verfügbar; ein eingebauter Filter ermöglicht die Erstellung von Untergruppen von Ergebnissen, und anschließend können die Daten zwecks weiterer Analysen nach Excel exportiert werden.  

 

Open-Source-Version der IPM

Die öffentlichen Verwaltungen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger der EU-Mitgliedstaaten können eine Open-Source-Version der IPM-Software herunterladen, die von der Generaldirektion für Informatik im Rahmen des Programms ISA (Interoperabilitätslösungen für europäische öffentliche Verwaltungen) entwickelt wurde. Sie wird kostenlos über die EUPL (Open-Source-Lizenz für die Europäische Union) angeboten.

Zum Herunterladen und für weitere Informationen über IPM und die Open-Source-Software konsultieren Sie bitte die IPM-Seiten auf Joinup.  

 

Kontakt

Mit Fragen zu IPM oder Problemen bei der Anwendung oder beim Ausfüllen eines IPM-Fragebogens können Sie sich stets per E-Mail an folgende Adresse wenden:

DIGIT-IPM-SUPPORT@ec.europa.eu

Weitere Informationen zur Open Source-Version der IPM erhalten Sie unter:

DIGIT-IPM-OSS@ec.europa.eu

 

Letzte Aktualisierung: 09/01/2012 | Seitenanfang