Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum

In Verkehrsnetze investieren

Zug auf Schienen in Euro-FormVerkehr bedarf einer langfristigen Planung. Die Entscheidungen in den nächsten Jahren werden die Verkehrslandschaft über Jahrzehnte hinweg prägen. Doch um die Infrastrukturen der EU zu verbessern, sind erhebliche Investitionen erforderlich. Im internationalen Vergleich hinkt Europa hinterher, zudem werden öffentliche Gelder nicht ausreichen. Qualitativ hochwertige Verkehrsdienste sind nur möglich, wenn neue private Gelder und neue Möglichkeiten zur Sicherung von Investitionen zur Verfügung stehen.

Warum Investitionen unverzichtbar sind…

  • In der EU befinden sich über 4,5 Mio. km befestigte Straßen, 212 500 km Schienenstrecken und 41 000 km schiffbare Binnenwasserstraßen.

    Quelle: Schätzungen der Europäischen Kommission anhand von Daten von Eurostat, UIC und nationalen Quellen

  • Seit der letzten Erweiterung im Jahre 2007 deckt die EU-Verkehrspolitik den Großteil des Kontinents ab und betrifft 500 Mio. Bürgerinnen und Bürger. In den neuen Mitgliedstaaten gibt es gerade mal 4 800 km Autobahnen und keine speziellen Hochgeschwindigkeitsstrecken für Züge. Zudem sind die Schienennetze häufig marode.

    Quelle: Energy and Transport in Europe – (Energie und Verkehr in Europa – Statistisches Handbuch 2010) English (en) .

  • Leistungsfähige Verkehrsnetze erfordern umfangreiche Ressourcen. Um der Nachfrage im Verkehrssektor Rechnung zu tragen, müssen zwischen 2010 und 2030 schätzungsweise 1,5 Bio. € in die EU-Infrastruktur investiert werden. Diese Summe erhöht sich um eine weitere Billion, damit Fahrzeuge, Maschinen und Ladeinfrastrukturen die geringeren Emissionsgrenzwerte einhalten. Für die Fertigstellung des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) sind bis 2020 etwa 550 Mrd. € erforderlich, von denen etwa 215 Mrd. € für die Beseitigung der wichtigsten Schwachstellen dienen.

    QuelleBerechnungen der Europäischen Kommission anhand des TENtec-Informationssystems pdf - 2 MB [2 MB] English (en)  und der Folgenabschätzung zum Weißbuch, SEK(2011) 358.

  • Der Güterverkehr dürfte bis 2050 um etwa 80 % steigen (gegenüber 2005), während der Personenverkehr um 51 % zulegen dürfte.

    Quelle: PRIMES-TREMOVE- und TRANSTOOLS-Verkehrsmodelle pdf - 2 MB [2 MB] English (en) (Anhang 5 der Folgenabschätzung zum Weißbuch, SEK [2011] 358)

  • Ohne substantielle Investitionen für den Ausbau des europäischen Flugverkehrsmanagementsystems (einheitlicher Luftraum) könnten der europäische Luftraum und die europäischen Flughäfen schon bald an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Zahl der Flugreisenden und das Frachtvolumen dürften bis 2020 um jeweils über 50 % und 125 % wachsen.

    Quelle: TRANSTOOLS-Verkehrsmodell pdf - 2 MB [2 MB] English (en) (Appendix 5 of the Impact Assessment accompanying the White Paper, SEC(2011) 358) (Anhang 5 der Folgenabschätzung zum Weißbuch, SEK [2011] 358).

  • Zwischen 2000 und 2006 investierte die EU 859 Mrd. € in ihre Verkehrsinfrastruktur.

    Quelle: Steer Davies Gleave, 2009, „Ex Post Evaluation of Cohesion Policy Programmes 2000-2006, Work Package 5A: Transport“, First Intermediate Report. (Steer Davies Gleave, 2009, „Ex post-Bewertung der kohäsionspolitischen Programme 2000-2006, Abschnitt 5A: Verkehr“, Erster Zwischenbericht pdf - 6 MB [6 MB]

Investitionsentscheidungen sind langfristig ...

  • Die durchschnittliche Lebensdauer eines Flugzeugs beträgt etwa 30 Jahre, bei Schiffen hingegen etwa 28 Jahre. Schienenfahrzeuge werden ca. alle 35 Jahre ausgewechselt.

    Quelle: Pridmore et al, 2009 An overview of the factors that limit new technology and concepts in the transport sector , (Ein Überblick über die Faktoren, die neue Technologien und Konzepte im Verkehrssektor einschränken)

  • Der Bau einer Autobahn kann einschließlich der Planungs- und Bauphase bis zu 20 Jahre in Anspruch nehmen. Die durchschnittlichen Kosten pro Kilometer hängen von Standort und Komplexität des Projekts ab. Die Spannweite reicht dabei von 7,1 Mio. bis 26,8 Mio. €.

    Quellen: Magazin Geldidee, 3/2007; Press relations 

  • Schätzungen zufolge bewegen sich die derzeitigen Investitionskosten, die in der EU für den Ausbau der Straßeninfrastruktur für Elektrofahrzeuge erforderlich sind, in einer Spanne von 80-140 Mrd. €.

    Quelle: PRIMES-TREMOVE-Verkehrsmodell pdf - 2 MB [2 MB] English (en)  (Appendix 5 of the Impact Assessment accompanying the White Paper, SEC(2011) 358) (Anhang 5 der Folgenabschätzung zum Weißbuch, SEK [2011] 358).

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Letzte Aktualisierung: 01/06/2011 | Seitenanfang