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Schwere Verletzungen im Straßenverkehr

Verkehrsunfälle führen oft zu schweren Verletzungen, die großes Leid bei Opfern und ihren Familien zur Folge haben. Doch auch die gesamte Gesellschaft ist dadurch betroffen.

Zahlreiche Unfallverletzungen, vor allem diejenigen an Kopf und Hirn, führen zu lebenslanger Behinderung oder beeinträchtigen den Alltag des Opfers schwer.  Wirtschaftlich gesehen schlagen die schweren Unfallverletzungen in der EU mit schätzungsweise 2 % des BIP pro Jahr zu Buche.

EU-Ziel zur Verringerung der Verletzungen

In ihrem Weißbuch von 2011 schlug die EU vor, ein Ziel für die Verringerung schwerer Verletzungen aufzustellen – parallel zu ihrem Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 zu halbieren.  Um jedoch eine realistische Zahl festlegen zu können, muss bekannt sein, wie viele schwere Verletzungen sich in der EU ereignen. Vor 2013 gab es in der EU keine einheitliche Definition für „schwere Verletzungen im Straßenverkehr“, und dementsprechend auch keine zuverlässigen und vergleichbaren Daten.

2013 wurde dann der erste Schritt zur Festlegung eines Ziels unternommen, als sich die EU-Länder auf eine standardisierte  Definition für „schwere Verletzungen im Straßenverkehr“ einigten, die in den Statistiken für die EU-Straßenverkehrssicherheit verwendet werden sollte.  Sie beruht auf einer Skala, die unter Ärzten und Nothelfern weit verbreitet ist.

Datenerhebung

Damit sie vergleichbare Statistiken erstellen, wurden die Regierungen der EU-Länder aufgefordert, eine der folgenden Methoden anzuwenden:

  • die einschlägigen Informationen sowohl aus Polizei- als auch aus Krankenhausakten zusammenzuführen
  • nur Krankenhausakten zu verwenden
  • Polizeiakten zu verwenden, jedoch die Zahlen zu korrigieren, um die wahrscheinliche Untererfassung auszugleichen

2014 begannen die EU-Länder mit der Datenerhebung anhand der Standarddefinition.  Die ersten Datensätze werden 2015 zur Verfügung stehen.