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Fernverkauf von Gegenständen

Fernverkauf bedeutet, dass ein Steuerpflichtiger Gegenstände (Waren) an in anderen Mitgliedstaaten ansässige Privatpersonen oder Kunden verkauft, die auf ihren innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen keine MwSt anwenden. Der Lieferant sorgt für die Beförderung der Gegenstände an die Kunden. Ein typisches Beispiel dafür ist der Versandhandel.

Derartige Lieferungen unterliegen der MwSt im Bestimmungs- bzw. Verbrauchsmitgliedstaat, sobald in diesem Mitgliedstaat ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird (100 000 EUR oder 35 000 EUR oder der Gegenwert in nationaler Währung). Die in den Mitgliedstaaten geltenden Schwellenwerte sind in dem Informationsdokument der Kommission "MwSt in der Europäischen Gemeinschaft" oder MwSt. Schwellenwerte - Anhang Ipdf(26 kB) angegeben. Auch wenn der Schwellenwert nicht überschritten wird, kann sich der Verkäufer in dem Mitgliedstaat des Verbrauchers für MwSt-Zwecke identifizieren lassen und muss dann die MwSt nach den in diesem Land geltenden Vorschriften in Rechnung stellen.