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Gemeinsam handeln

Keine Ergebnisse
ohne grenzübergreifende
Zusammenarbeit

Common tools and systems to face global challenges No results withoutcross-border cooperation

Steuerbetrug und Steuerhinterziehung sind komplexe Themen, die weltweit eine Herausforderung darstellen. Einzelstaatliche Maßnahmen allein, so wichtig sie auch sind, können niemals von Erfolg gekrönt sein. Aus diesem Grund müssen EU und Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, indem sie gemeinsame Instrumente und Systeme nutzen und bewährte Verfahren austauschen. Die grenzübergreifende Zusammenarbeit ist für die Erzielung von Ergebnissen nach wie vor von entscheidender Bedeutung.

Beitreibung nicht entrichteter Steuern

Die wirksame Einziehung von Steuern ist ein Eckpfeiler eines effizienten und gerechten Steuersystems. Nicht entrichtete Steuern verursachen Haushaltsprobleme in den Mitgliedstaaten und können zu einer übermäßigen Belastung der ehrlichen Steuerzahler führen, die ihren steuerlichen Pflichten ordnungsgemäß nachkommen.

Die Betrüger versuchen, ihren steuerlichen Verpflichtungen zu entgehen, indem sie sich den Umstand zunutze machen, dass die Steuerbeamten über ihre nationalen Grenzen hinaus keine Steuern selbst beitreiben können. Daher ist ein System, mit dem die Steuerbehörden eines EU-Mitgliedstaats bei einem anderen Mitgliedstaat um Amtshilfe ersuchen können, um Zugriff auf die geschuldeten Beträge zu erhalten, ein wesentliches Instrument bei der Bekämpfung des Steuerbetrugs.

Die EU setzt sich bereits seit langem für eine solche „Amtshilfe bei der Beitreibung von Steuern“ zwischen den Mitgliedstaaten ein. Ihr Nutzen wird durch die Tatsache belegt, dass sich die gemäß EU-Recht grenzübergreifend beigetriebenen Steuerbeträge zwischen 2003 und 2011 verelffacht haben. Die neuen EU-Vorschriften, die am 1. Januar 2012 in Kraft getreten sind, dürften der Ausweitung dieser Art von Amtshilfe einen neuen Impuls geben.

Mehr Informationen über das gegenwärtige System der Amtshilfe bei der Beitreibung von Steuern finden Sie hier.

Austausch von Informationen zur Steuerveranlagung

Durch eine verstärkte Zusammenarbeit, die auf der Erweiterung und Vertiefung der Informationen basiert, die automatisch oder auf Ersuchen ausgetauscht werden können, werden es die Steuerverwaltungen in der EU Steuerhinterziehern erschweren, unentdeckt zu bleiben. Darüber hinaus können die Steuerverwaltungen seit 1. Januar 2013 nicht mehr das Bankgeheimnis als Grund dafür angeben, dass keine Informationen an eine andere Steuerverwaltung übermittelt werden. Die Informationsaustauschsysteme decken alle Arten von Steuern ab, angefangen bei der Mehrwertsteuer bis hin zur Besteuerung von Zinserträgen. Insbesondere das Informationsaustauschsystem hat in den vergangenen 20 Jahren Unternehmen und Steuerbeamten gute Dienste geleistet.

Steueridentifikationsnummern

Richtige Identifizierung von Steuerpflichtigen ist von wesentlicher Bedeutung für die Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung. Ein neues Webportal ermöglicht es Steuerbeamten und Unternehmen, die grenzüberschreitende Transaktionen tätigen, die Struktur der einzigartigen Steueridentifikationsnummern (TINs) zu überprüfen. Dies sind Steueridentifikationsnummern , die EU-Mitgliedstaaten ihren Steuerzahlern zuteilen. Das Portal bietet auch nützliche Muster offizieller Dokumente, die nationalen TINs beinhalten. Die Kommission führte hierzu eine öffentliche Konsultation, ob eine einheitliche EU-weite TINgeschaffen werden sollte.

Europäischer Kodex für die Steuerpflichtigen

Die Verbesserung der Beziehungen zwischen Steuerpflichtigen und Steuerverwaltungen sowie die Steigerung der Transparenz der Steuervorschriften, können zu einer deutlichen Verringerung der Anreize für Steuerbetrug und Steuerhinterziehung beitragen. Die Kommission führte hierzu eine öffentliche Konsultation zur Entwicklung eines EU-weiten europäischen Kodexes für die Steuerpflichtigen, aufbauend auf vorhandenen bewährten Praktiken in den Ländern der EU zur Schaffung eines Zukunftsplan für Beziehungen zwischen Steuerzahler und Steuerverwaltung.