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Konferenz zur Erbschaftsbesteuerung, 12. November 2012

Die Europäische Kommission, zusammen mit der Vereinigung für Trust- und Nachlassspezialisten (Society of Trust and Estate Practitioners - STEP), organisierte am 12. November 2012 eine Konferenz zum Thema "Die Beseitigung von Steuerproblemen bei grenzüberschreitenden EU-Erbschaften".

Die Veranstaltung fand im Centre Borschette in Brüssel, Belgien statt. Die Tagesordnungpdf(769 kB) ist hier aufrufbar. Die Präsentationenpdf(4.54 Mb) stehen auch zur Verfügung.

Diese Veranstaltung basierte auf der Empfehlung der Kommission vom Dezember 2011, wie die EU Mitgliedstaaten ihre nationalen Systeme zur Vermeidung der Doppelbesteuerung bei grenzüberschreitenden Erbschaftsfällen effizienter und umfassender machen können, sowie auf der Reihe von Grundsätzen zur Gestaltung von diskriminierungsfreien Erbschaft-und Schenkungsteuersystemen, die die Kommission am gleichen Tag veröffentlicht hat. Siehe unsere Erbschaftssteuerwebseite.

EU-Bürger, die eine in einem anderen EU Mitgliedstaat belegene Immobilie oder andere Vermögenswerte oder von einer in einem anderen EU-Land ansässigen oder ansässig gewesen Person erben oder als Schenkung erhalten, können der Erbschafts- oder Schenkungssteuern in zwei oder mehr EU-Ländern unterliegen. Derzeit gibt es keine umfassenden Maßnahmen zu der Beseitigung von Doppel-oder Mehrfachbesteuerung auf jeglicher Ebene (national, durch bilaterale Abkommen oder auf EU Ebene). EU-Bürger, die grenzüberschreitendend erben, können auch dadurch steuerlich diskriminiert werden, dass Länder grenzüberschreitende Erbschaften oder Schenkungen strengeren Regelungen unterwerfen als bei rein inländischen Erbschaften und Schenkungen.

Vorsichtige Schätzungen zeigen, dass es in Europa jährlich zu rund 350.000 bis 400.000 Fällen von Erbschaftsbesteuerung mit einem grenzüberschreitenden Element (siehe Copenhagen Economics Studiepdf Übersetzung für diesen Link wählen  ) kommt. Erbschafts-und Schenkungssteuer sind eine relativ kleine (schätzungsweise 0,5%) Quelle für die Haushaltseinnahmen, aber die Auswirkungen der Doppelbesteuerung oder der diskriminierenden steuerlichen Behandlung können für die Betroffenen von großer Bedeutung sein.