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Geschichte des EMCS

Seit der Bildung des Binnenmarktes am 1. Januar 1993 durfte die innergemeinschaftliche Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren unter Steueraussetzung ausschließlich zwischen zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten erfolgen. Diese Beförderungen mussten unter Beigabe eines Dokuments in Papierform - dem begleitenden Verwaltungsdokument (BVD) - und der Hinterlegung einer finanziellen Sicherheitsleistung stattfinden. Sowohl das BVD als auch die Sicherheitsleistung durften erst nach Eingang der Waren am Bestimmungsort freigegeben werden. Das System wurde eingerichtet, um die Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren innerhalb der Gemeinschaft zu überwachen und um die Entrichtung der Steuern in jenem Mitgliedstaat zu gewährleisten, in dem die Waren zum Verbrauch bestimmt sind, wobei das Prinzip des freien Warenverkehrs im Binnenmarkt zu achten ist. Vor 1993 wurden diese Beförderungen durch Zollkontrollen an den Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten überwacht. Weitere Informationen finden Sie  im Bereich  'Gemeinsame Bestimmungen'.

Aufgrund der Zunahme von Betrugsfällen in den Mitgliedstaaten und entsprechender Steuerausfälle, insbesondere in den Bereichen Tabakwaren und Alkohol, befürwortete der Rat "Wirtschaft und Finanzen" am 19. Mai 1998 einen Bericht einer hochrangigen Arbeitsgruppe, in dem die Einrichtung einer elektronischen Verbindung zwischen Wirtschaftsbeteiligten über die nationalen Verwaltungen der Mitgliedstaaten, inzwischen bekannt unter der Bezeichnung EMCS, empfohlen wird.

Um die Auswirkungen der Einführung eines so umfassenden und komplexen Systems in Betracht zu ziehen, gab die Kommission eine Durchführbarkeitsstudiepdf(741 kB) Übersetzung für diesen Link wählen   in Auftrag, die 1999 und 2000 vorgenommen und 2003 durch ein Addendumpdf(265 kB) Übersetzung für diesen Link wählen  ergänzt wurde. Das wichtigste Ergebnis der Durchführbarkeitsstudie war, dass die Umstellung auf EDV und der Ersatz des begleitenden Verwaltungsdokuments (BVD) durch eine elektronische Nachrichtenübermittlung durchführbar sind.

Mit der Entscheidung 1152/2003/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Juni 2003 wurde die Rechtsgrundlage für die Entwicklung des EMCS geschaffen.