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Einzelvorhaben

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die wichtigsten Projekte der Initiative "e-Zoll"; genauere Beschreibungen und Zeitpläne sind im mehrjährigen strategischen Aktionsplan (MASP) enthalten. Die Projekte sind die Antwort auf den Bedarf der Unternehmen und/oder der Zollverwaltungen und ergänzen sich im Hinblick auf Geltungsbereich und Zweck.

Das automatisierte Einfuhrsystem und das automatisierte Ausfuhrsystem zielen zusammen mit dem EDV-gestützten Versandsystem "NCTS" auf eine Vereinfachung der Zollverfahren (Ausfuhr, Einfuhr und Beförderung) und die Vermeidung von Doppelarbeit auf EU-Ebene ab. Einzige elektronische Zugangsportale und einzige Schalter ("single window") bieten den Wirtschaftbeteiligten die Vorteile des Binnenmarktes aus einer rein zollbezogenen und einer allgemeineren Perspektive. Das Konzept des zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten eröffnet zuverlässigen Unternehmen die Möglichkeit, von Vereinfachungen im Bereich der Sicherheit zu profitieren. Das System zur Identifizierung und Registrierung von Wirtschaftsbeteiligten [Link] wird eine einheitliche Registrierung und Identifizierung der Wirtschaftsbeteiligten in der EU ermöglichen. Durch die Erteilung von einzigen Bewilligungen für vereinfachte Verfahren wird (falls die Annahme erfolgt) die europäische Dimension zur Verringerung von Schreibarbeit genutzt. Nicht zuletzt wird die Initiative "e-Zoll" durch Systeme für die Bereitstellung von Daten in besonderen Bereichen, wie z. B. das EU-Zollinformationsportal unterstützt. Das Projekt Integriertes Zolltarifumfeld, der gemeinsame Rahmen für das Risikomanagement und das Konzept der registrierten Ausführer werden die Verfügbarkeit von Informationen in den jeweiligen Bereichen verbessern.

 Neues EDV-gestütztes Versandsystem (NCTS) - Sicherheitsaspekte

Die Funktionen des NCTS, des ersten und derzeit einzigen vollständig auf EDV umgestellten und einsatzfähigen Zollsystems, das in allen Mitgliedstaaten (sowie den EFTA-Ländern Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz) verwendet wird, müssen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 648/2005 und deren Durchführungsvorschriften aktualisiert werden. Eine der wichtigsten Anpassungen ist die Aufnahme der in der Verordnung vorgeschriebenen Daten.

NCTS - TIR

Das Ziel dieser (gegenwärtig noch in der Pilotphase befindlichen) Anwendung ist die vollständige Kontrolle des europäischen Streckenabschnitts der TIR-Bewegungen und die Vereinfachung des Abschlusses/der Erledigung von TIR-Verfahren innerhalb der Gemeinschaft dadurch, dass die Rücksendung von Abschnitt Nr. 2 durch das Senden von NCTS-Nachrichten ersetzt wird.

 Automatisiertes Einfuhrsystem

Das automatisierte Einfuhrsystem soll sicherstellen, dass Einfuhren, die in einem Mitgliedstaat gestartet wurden, in einem anderen Mitgliedstaat abgeschlossen werden können, ohne dass erneut dieselben Angaben gemacht werden müssen. Dies schließt den Austausch elektronischer Nachrichten zu den unterschiedlichen Stadien der Transaktionen zwischen den verschiedenen Akteuren (Wirtschaftsbeteiligte, Zoll und andere Behörden) ein.

Die erste Phase der Umsetzung, das Einfuhrkontrollsystem, soll die Bearbeitung von Vorabanmeldungen (gemäß den Sicherheitsänderungen der Verordnung (EG) 648/2005) und die Vernetzung der Informationen mit Risikoanalyse sicherstellen.

 Automatisiertes Ausfuhrsystem (AES)

Das automatisierte Ausfuhrsystem soll sicherstellen, dass Ausfuhren, die in einem Mitgliedstaat begonnen wurden, in einem anderen Mitgliedstaat abgeschlossen werden können, ohne dass erneut dieselben Angaben gemacht werden müssen. Dies schließt den Austausch elektronischer Nachrichten bei den unterschiedlichen Stadien der Verfahren zwischen den verschiedenen Akteuren (Wirtschaftsbeteiligte, Zoll und andere Behörden) ein. Das Projekt wurde in drei Phasen unterteilt:

  • Ausfuhrkontrollsystem (ECS) Phase 1 - "steuerliche" Ausgangskontrolle - ermöglicht die umfassende Kontrolle abgeschlossener Ausfuhren durch elektronischen Austausch von Ausfuhr-/Ausgangsinformationen zwischen den Ausfuhrzollstellen und den Ausgangszollstellen, insbesondere wenn verschiedene Mitgliedstaaten beteiligt sind. Dies ersetzt die derzeitige Rücksendung des Exemplars Nr. 3 der Ausfuhranmeldung (das System wurde im Januar 2007 in Betrieb genommen und wird in allen Mitgliedstaaten ab Juli 2007 uneingeschränkt verfügbar sein).
  • ECS Phase 2 - "sicherheitstechnische" Ausgangskontrolle - ermöglicht die elektronische Bearbeitung summarischer Ausgangsanmeldungen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 648/2005 und wird u. a. aus Sicherheitsgründen zusätzliche Informationen in den Ausfuhranmeldungen verlangen. Diese Phase verwendet die Funktionen des ECS der Phase 1 und baut darauf auf.
  • AES - uneingeschränkte Einführung - umfasst die Funktionen des ECS der Phasen 1 und 2, baut darauf auf und wird insbesondere das Konzept der zentralen Abwicklung einführen.

 System zur Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten (EORI)

Dieses Konzept hat das Ziel, ein einheitliches System zur Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten in der EU nach Maßgabe von die in der Verordnung (EG) No. 312/2009pdf zu schaffen.

Die Leitlinienpdf(318 kB) Übersetzung für diesen Link wählen  , die eine einheitliche Anwendung und ein gemeinsames Verständnis der Rechtsvorschriften in Bezug auf EORI gewährleisten sollen, sind erarbeitet worden.

Weitere Auskünfte zu den in den einzelnen Mitgliedstaaten geltenden Bestimmungen erhalten Sie bei den zuständigen Kontaktstellen in der Mitgliedstaatenpdf Übersetzung für diesen Link wählen 

Frühere Versionen der EORI Richtlinien sind hierpdf(310 kB) Übersetzung für diesen Link wählen  verfügbar

 Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (AEO)

Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte (wie in der Verordnung (EG) Nr. 648/2005 definiert) können Erleichterungen bei sicherheitsrelevanten Zollkontrollen und/oder Vereinfachungen gemäß den Durchführungsvorschriftenpdf zur Verordnung (EG) Nr. 648/2005 in Anspruch nehmen. Die Durchführungsvorschriften - Verordnung (EG) Nr. 1875/2006 der Kommission - enthalten auch die Kriterien für die Bewilligung dieses Status, der von allen Mitgliedstaaten anerkannt wird.

Das Informations- und Kommunikationssystem zur Unterstützung des Konzepts des AEO wird den Verwaltungen der Mitgliedstaaten z. B. die Erteilung des AEO-Status ermöglichen (einschließlich Online-Abfragen) und den Zugriff auf die Liste der AEOs für Geschäftszwecke gestatten.

 Einzige Bewilligung für vereinfachte Verfahren

Mit der vorgeschlagenen Rechtsgrundlage wird die Erteilung einer einzigen Bewilligung für vereinfachte Verfahren in der EU, wenn mehr als eine Zollverwaltung an ihrer Anwendung beteiligt ist, sowie die Schaffung eines IT-Systems zur Verwaltung der Anträge, der Entscheidungen und des Datenflusses im Zusammenhang mit der Verwaltung der einzigen Bewilligung für vereinfachte Verfahren erstrebt.

 In Drittländern niedergelassene registrierte Ausführer

Das System der registrierten Ausführer beabsichtigt die Bereitstellung aktueller und vollständiger Informationen zu registrierten Ausführern, die in Drittländern niedergelassen sind, und die an der Ausfuhr von Waren in die EU zu einem Präferenzzollsatz beteiligt sind, der auf der Erfüllung der geltenden Regeln für den Präferenzursprung beruht. Registrierte Ausführer werden in besonderen Ursprungsregeln als bekannte und vertrauenswürdige Partner betrachtet.

Die Kommission erwägt die Einrichtung eines Systems zur Verbreitung von Informationen zu registrierten Ausführern, das berechtigten Benutzern EU-weit zur Verfügung stehen wird.

 Einzige elektronische Zugangsportale

Diese einzigen Zugangsportale werden Wirtschaftsbeteiligten ermöglichen, ihre Zollanmeldungen, unabhängig davon, ob es sich um Vorab-Informationen, um summarische oder um vollständige Anmeldungen handelt, über eine einzige Schnittstelle ihrer Wahl einzureichen, die ihr System mit den Zollsystemen aller Mitgliedstaaten verbindet. Die Daten werden automatisch der Zollstelle zur Verfügung gestellt, die für den Ort zuständig ist, an dem die Waren gestellt wurden oder zu stellen sind, ungeachtet des betroffenen Mitgliedstaats.

 Das integrierte Zolltarifumfeld

Dieses Projekt soll die Vernetzung der bereits vorhandenen zolltarifbezogenen IT-Systeme verbessern, um die Wiederverwendung von Daten und/oder Funktionen zwischen den Systemen (z. B. Wiederverwendung der in der Kombinierten Nomenklatur enthaltenen Warenbeschreibungen der KN-Codes durch den TARIC) zu erreichen und die Schnittstellen der verschiedenen in Wechselbeziehung stehenden Zolltarifsysteme mit den Mitgliedstaaten ohne überflüssige Daten zu vereinheitlichen.

 Rahmen für das Risikomanagement (RMF)

Der gemeinsame Rahmen für das Risikomanagement soll den schnellen, direkten und sicheren Austausch von Risikoinformationen zur Unterstützung bei der Auswahl von Warensendungen für Zollkontrollen ermöglichen und der Kommission die Verbreitung von Informationen zu EU-weiten Gefahren gestatten.

Die erste Phase des RMF-Projekts, die Einführung des elektronischen Risikoinformationsblattes (RIF), wurde im April 2005 gestartet. Die zweite Phase sieht die Aufnahme neuer Benutzeranforderungen in das RIF-System vor, die sich aus den bisher mit dem System gewonnenen praktischen Erfahrungen ergeben haben.

Die nächste Phase wird das RIF-System um die sichere elektronische Übertragung und Verwaltung von gemeinsamen Risikoprofilen erweitern, die eine obligatorische Kontrolle durch die Mitgliedstaaten erforderlich machen. Diese Risikoprofile beziehen sich auf prioritäre Kontrollbereiche gemäß den neuen Regeln für einen gemeinsamen Rahmen für das Risikomanagement, die in der Verordnung (EG) Nr. 648/2005 und den entsprechenden Durchführungsvorschriften vorgeschrieben sind.

 EU-Zollinformationsportal

Das EU-Zollinformationsportal wird den Wirtschaftsbeteiligten den Zugriff auf Informationen zu den Einfuhr- und Ausfuhranforderungen, aber auch auf Informationen über den operationellen Status von Warenbewegungen gestatten. Dieses Portal wird in erster Linie alle einschlägigen Informationen zu den Regeln für grenzüberschreitende Warenbewegungen, aber auch relevante Informationen aus nicht zollbezogenen Bereichen enthalten (z. B. Landwirtschaft, Umwelt und andere Vorschriften). Über die Zollinformationsportale der nationalen Zollverwaltungen werden Links zu ausführlicheren und/oder einzelstaatlichen Informationen bereitgestellt.

 Einziger Schalter ("single window")

Das Konzept des einzigen Schalters (siehe unten) soll Wirtschaftsbeteiligten die Möglichkeit bieten, alle in den Zollvorschriften und anderen Vorschriften für grenzüberschreitende Warenbewegungen verlangten Informationen elektronisch und nur ein einziges Mal anzugeben.

Die geplanten nationalen einzigen Schalter werden miteinander vernetzt und von den Funktionen des einzigen elektronischen Zugangsportals für die Abgabe von Anmeldungen unterstützt.

Single window at Community levelpdf(158 kB)

Annex Ipdf(170 kB) : Inventory of certificates listed in TARIC

Annex IIpdf(111 kB) : Inventory of existing electronic systems/documents and initiatives on electronic exchange of information, under Directorate General Taxation & Customs Union's competence

Annex IIIpdf(109 kB) : Inventory of existing electronic systems/documents and initiatives related to customs procedures, under other Directorates General's competence

Annex IVpdf(36 kB) : Scientific projects

Annex Vpdf(400 kB) : United Nations Economic Commission for Europe - The Single Window Concept

Annex VIpdf(3.4 Mb) : Presentations by participants of the inter-DG co-ordination group

Annex VIIpdf(1.32 Mb) : Case studies: Information on Member States' and third countries' single window approach

Annex VIIIpdf(381 kB) : SITPRO - Single window and potential benefits to UK business

Annex IXpdf(31 kB) : Web links