Navigationsleiste

EU-Zollstrategie



Eine Minute der EU-Zollunion
Um den Zugang zu den 22 Sprachversionen des Videos zu erhalten,
bitte klicken Sie auf

› Welche Rolle spielt der Zoll heute?
› Aufgabenprofil der Zollbehörden
› Strategie für die weitere Entwicklung der Zollunion
› Der Stand der Zollunion
› Nützliche Links

 

› Die Europäische Zollunion:
   zum Schutz der Menschen und zur Förderung des Handels
pdf
Übersetzung für diesen Link wählen 






Über die EU- Zoll

Die Zollunion ist einer der Stützpfeiler der Europäischen Union und unentbehrlich für einen funktionierenden Binnenmarkt. Der Binnenmarkt kann in der Tat nur dann reibungslos funktionieren, wenn an seinen Außengrenzen gemeinsame Bestimmungen einheitlich angewendet werden. Das bedeutet, dass die 28 Zollverwaltungen der EU wie eine einzige Verwaltung handeln müssen.

Diese gemeinsamen Bestimmungen gehen über die Zollunion als solche - mit ihrem Gemeinsamen Zolltarif - hinaus und betreffen alle Aspekte der Handelspolitik, zum Beispiel Präferenzregelungen, Gesundheits- und Umweltkontrollen, die gemeinsame Agrar- und Fischereipolitik, den Schutz unserer gemeinsamen Interessen durch nichttarifäre Instrumente und Maßnahmen im Bereich Außenpolitik.

This is the alternative text of the image.Heute sehen sich die Zollbehörden mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Sie müssen reibungslose Handelsflüsse gewährleisten und gleichzeitig die erforderlichen Kontrollen durchführen sowie die Gesundheit und Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen der Gemeinschaft schützen. Um diese Anforderungen miteinander in Einklang zu bringen, müssen die Verfahren und Kontrollmethoden modernisiert und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Dienststellen verstärkt werden. Aus diesem Grund wurde im April 2008 der Modernisierte Zollkodex (Verordnung (EG) Nr. 450/2008pdf) verabschiedet und mit dem Zollkodex der Union ersetz.

Damit die Wirtschaft der EU auch weiterhin weltweit wettbewerbsfähig bleibt, müssen - gestützt auf eine gemeinsam genutzte Technologie - die Computersysteme der Zollbehörden elektronische Informationen austauschen können und über Schnittstellen mit dem Handel verfügen. Um die Interoperabilität zwischen den automatisierten Zollsystemen der Mitgliedstaaten zu verbessern, verabschiedeten der Rat und das Europäische Parlament eine Entscheidungpdf über ein papierloses Arbeitsumfeld für Zoll und Handel.



› Eine neue Rolle für den Zoll heute

Heute ist der Zoll wie nie zuvor in der Lage,

  • den Handel zu erleichtern und
  • die Interessen der Gemeinschaft und ihrer Bürger und Bürgerinnen zu schützen.

Die Zollbehörden setzen die Zielvorgaben der Gemeinschaft auf fast jedem mit dem internationalen Handel verbundenen Gebiet um. Sie stehen in vorderster Linie im Kampf gegen Betrug, Terrorismus und organisierte Kriminalität.

Bis vor kurzem bestand die Aufgabe des Zolls vor allem in der Erhebung von Zollabgaben und den indirekten Steuern bei der Einfuhr. Zahlreiche Entwicklungen, z. B. die Erweiterung der EU und der Aufbau des elektronischen Geschäftsverkehrs sowie die Bedrohung durch terroristische Angriffe und die Internationalisierung der organisierten Kriminalität, haben das Arbeitsumfeld für den Zoll verändert.

Um diese Aufgaben auch wirklich voll erfüllen zu können, stehen die Zollbehörden in ständigem Kontakt mit den Interessenvertretern. In diesem Zusammenhang wurden auch die Konsultationen mit der Geschäftswelt verstärkt. Die Handelsverbände werden regelmäßig zu Seminaren und Arbeitsgruppen eingeladen, um ihren Beitrag zur Entwicklung neuer politischer und legislativer Initiativen zu leisten. So wurde zum Beispiel die Wirtschaftskontaktgruppe eingerichtet, in der alle wichtigen Akteure der internationalen Versorgungskette vertreten sind.

Das Aufgabenprofil des Zolls ist im Modernisierten Zollkodex beschrieben (Amtsblatt L 145pdf vom 4 Juni 2008).

 

› Die Aufgaben des Zolls werden im Zollkodex der Union beschrieben

Die Zollbehörden sind in erster Linie dafür zuständig, den internationalen Handel der Gemeinschaft zu überwachen und dadurch zu einem fairen und liberalisierten Handel, zur Umsetzung der externen Aspekte des Binnenmarkts, der gemeinsamen Handelspolitik und der anderen Politiken der Gemeinschaft in handelsrelevanten Bereichen sowie zur Sicherheit der Versorgungskette insgesamt beizutragen. Die Zollbehörden treffen Maßnahmen, die insbesondere Folgendes zum Ziel haben:

 

  • Schutz der finanziellen Interessen der Gemeinschaft und ihrer Mitgliedstaaten,
  • Schutz der Gemeinschaft vor unlauteren Handelspraktiken und illegalem Handel bei gleichzeitiger Unterstützung der legalen Wirtschaftstätigkeit,
  • die Gewährleistung von Schutz und Sicherheit der Gemeinschaft und ihrer Bewohner sowie des Schutzes der Umwelt, gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit anderen Behörden,
  • Gewährleistung eines ausgeglichenen Verhältnisses zwischen Zollkontrollen und der Erleichterung des rechtmässigen Handels.


› Strategie für die weitere Entwicklung der Zollunion

Die Kommission am 1. April 2008 die Mitteilung KOM(2008) 169pdf Übersetzung für diesen Link wählen  , um eine Strategie für die Entwicklung der Zollunion zu formulieren.

Die Strategie der Kommission soll den Reformprozess abschließen, der bereits mit dem Modernisierten Zollkodex und der Entscheidung für ein papierloses Arbeitsumfeld für Zoll und Handel, mit der Modernisierung der Arbeitsweisen des Zolls, die Höherqualifizierung der Beschäftigten und der effizienten und wirksamen Neuverteilung der Ressourcen eingeleitet wurde.

This is the alternative text of the image.

Die Kommission schlägt vor, einen strategischen Rahmen für den Zoll mit gemeinsamen strategischen Zielen aufzustellen, zum Beispiel:

  • Schutz der Gesellschaft und der finanziellen Interessen der EU durch die Entwicklung wirksamer Maßnahmen gegen illegale Waren und gegen Waren, die Verboten und Beschränkungen unterliegen, sowie Entwicklung einer wirksamen Risikoabschätzung, um zur Bekämpfung terroristischer und krimineller Tätigkeiten beizutragen,
  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen durch die Modernisierung der Arbeitsweisen des Zolls und die Entwicklung neuer EU-Normen,
  • Erleichterung des rechtmässigen Handels durch Gestaltung und Verbesserung von Kontrollsystemen, um Eingriffe in die Warenströme abzubauen und den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu verringern,
  • Kontrolle und Verwaltung der Versorgungsketten für den internationalen Warenverkehr durch mehr, wirksameren und systematischeren Austausch von Informationen über Risiken,
  • Entwicklung und Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Zollbehörden untereinander und mit anderen Behörden sowie der Geschäftswelt.

Die vollständige Liste der Ziele findet sich in der Mitteilung über die Strategie für die weitere Entwicklung der Zollunion (KOM(2008) 169pdf Übersetzung für diesen Link wählen  ). Siehe auch Pressemitteilung IP/08/492 Übersetzung für diesen Link wählen  .


› Weitere Informationen über die Strategie für die Entwicklung der Zollunion

  • Auf eine Aufforderung durch den Rat legte die Kommission einen Fortschrittsbericht zur Strategie vor (KOM(2011)922pdf(89 kB) Übersetzung für diesen Link wählen  ), in dem sie auch die Bereiche für weitere Verbesserungen identifizierte. Dieser Bericht wurde vom Rat begrüßt (siehe Schlussfolgerungen des Ratespdf).

 

› Der Stand der Zollunion

In ihrer Mitteilung über den Stand der Zollunion machte die Kommission eine Bestandsaufnahme der Erfolge der EU-Zollunion, der Herausforderungen, denen sie sich gegenüber sieht und setzt die Prioritäten für die nächsten Jahre (KOM/2012/791pdf(116 kB) Übersetzung für diesen Link wählen  ). Siehe auch die Pressemitteilung (IP/12/1441 Übersetzung für diesen Link wählen  ).


› Nützliche Links