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Kontrolle von Drogenausgangsstoffen

Was sind Drogenausgangsstoffe?

"Drogenausgangsstoffe" sind chemische Stoffe, die zahlreiche legale Verwendungszwecke haben, z. B. bei der Herstellung von Arzneimitteln, Parfüms, Kosmetik, Düngemitteln, Ölen usw.  Wenn diese Stoffe jedoch aus den legalen Vertriebswegen in die illegale Herstellungvon Drogen (z. B. Heroin, Kokain, Ecstasy, Amphetamine) gelangen, können sie sehr gefährlich werden.

Zum Beispiel 200 Gramm Piperonal, ein normalerweise bei der Parfümherstellung, in Kirsch- und Vanillearoma, in der organischen Synthese und in Mückenschutzmitteln verwendeter Stoff, reichen aus, um 4 000 Ecstasy-Dosen herzustellen.

Wie werden diese Stoffe kontrolliert?

Aufgrund ihrer vielfältigen legalen Verwendungszwecke kann der Handel mit Drogenausgangsstoffen nicht verboten werden.  Ihre Überwachung muss demzufolge im Rahmen des legalen Handels erfolgen.

Die EU-Rechtsvorschriften zu Drogenausgangsstoffen beruhen auf dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen den unerlaubten Verkehr mit Suchtstoffen und psychotropen Stoffen von 1988pdf, das Teil einer internationalen Rahmenregelungist.

2005 wurden drei EU-Verordnungenverabschiedet, gemäß deren Vorschriften der Handel mit Drogenausgangsstoffen sowohl innerhalb der EU als auch zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern überwacht werden soll.  Der Kontrollmechanismus, mit dem die Abzweigung von Drogenausgangsstoffen verhindert werden soll, beruht auf enger Zusammenarbeit/Partnerschaft mit der Industrieund wird durch Maßnahmen wie Dokumentation, Kennzeichnung, Zulassung und Registrierung von Wirtschaftsbeteiligten, Verfahren und Ausfuhrbestimmungen usw. unterstützt. Wird zum Beispiel ein Liter PMK – der wichtigste Ausgangsstoff für Ecstasy – abgefangen, bevor er in die EU und in die Hände von Straftätern gelangt, so wird damit der Verkauf von 1000 Ecstasy-Tabletten auf dem Schwarzmarkt verhindert.  Dieses Beispiel verdeutlicht, dass ein hohes Risiko für Konsumenten mit riesigen Gewinnen im Drogengeschäft einhergeht! 

Die EU-Rechtsvorschriften zu Drogenausgangsstoffen erfordern eine systematische Berichterstattung aus den Mitgliedstaaten, wenn entsprechende Stoffe beschlagnahmt oder Lieferungen gestoppt wurden.  Dadurch wird es möglich, bei Schmuggel und Abzweigung von Drogenausgangsstoffen Trends zu erkennen.

 

Neueste zusammenfassende Berichte zu Beschlagnahmungen von Drogenausgangsstoffen in der EU

2012pdf Übersetzung für diesen Link wählen  2011pdf Übersetzung für diesen Link wählen  2009pdf Übersetzung für diesen Link wählen 

 

Die EU hat mit zahlreichen Ländern bilaterale Abkommen geschlossen, die ebenfalls helfen sollen, die Abzweigung von Drogenausgangsstoffen zu verhindern.  


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