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Ein ernstzunehmendes Problem für alle

Rechte des geistigen Eigentums werden geschützt, um zu gewährleisten, dass kreative Leistungen belohnen und Investitionen in neue und effizientere Produkte angeregt werden. Von ihnen gehen in der heutigen wissensbasierten Wirtschaft starke Beschäftigungsimpulse aus.

Verstöße gegen diese Schutzrechte sind ein verbreitetes und Besorgnis erregendes Phänomen. Ihre Zunahme hat vielfältige Gründe, darunter die Attraktivität preiswerter Imitate, die Möglichkeit der mühelosen und kostengünstigen Herstellung von Kopien, die Entwicklung neuer Vertriebsformen wie elektronischer Handel sowie das Wachstum des internationalen Handels.

Verstöße gegen Rechte des geistigen Eigentums sind insofern schädlich, als sie Unternehmensgewinne und Steuereinnahmen verringern, Investitionen und Innovationen unattraktiv machen und das Wirtschaftswachstum hemmen. Dadurch führen sie zum Verlust von Arbeitsplätzen und beeinträchtigen die Schaffung von Wohlstand (geringeres Bruttoinlandsprodukt, BIP). Außerdem können Waren, die Schutzrechte verletzen, die Verbraucher gefährden, da bei ihrer Herstellung mit größerer Wahrscheinlichkeit Sicherheits- und Gesundheitsnormen missachtet wurden.

Der Handel mit Waren, die gegen Rechte des geistigen Eigentums verstoßen, ist ein ernstes Problem für die Allgemeinheit und seine Bekämpfung daher ein Anliegen aller.


Zahlen und Fakten

  • 2011 wurden mehr als 114 Millionen Artikel, bei denen der Verdacht einer Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums bestand, von den Zollbehörden an den EU-Außengrenzen zurückgehalten. Der Marktwert der entsprechenden Originale betrüge schätzungsweise über 1,2 Milliarden Euro.
  • Zwischen 2009 und 2011 stieg die Anzahl der Fälle von Schutzrechtsverstößen um mehr als 100 % auf über 91 000. Der Anstieg entfiel vorwiegend auf Kleidung, Schuhe, Accessoires, Elektrogeräte und Arzneimittel.
  • Waren, die Rechte des geistigen Eigentums verletzen, werden infolge des wachsenden Internethandels in Europa zunehmend in kleinen Sendungen in die EU eingeführt.


Alle sind betroffen

  • Unternehmen Der Handel mit schutzrechtswidrig hergestellten Waren schadet Unternehmen auf verschiedene Weise. Erstens schmälert die aus dem illegalen Handel resultierende geringere Nachfrage nach legalen Waren und Dienstleistungen die Einnahmen der Rechteinhaber und verschafft den Unternehmen, die zum Nulltarif von deren FuE-Investitionen profitieren, einen Wettbewerbsvorteil. Zweitens entstehen den geschädigten Unternehmen zusätzliche Kosten für Ermittlungen und die juristische Verteidigung ihrer Schutzrechte. Und schließlich können die Herstellung und der Verkauf von Fälschungen den Ruf der betreffenden Marken schädigen, da sie oftmals minderwertig oder sogar gefährlich sind. Dieses Problem stellt sich kleinen und mittleren Unternehmen in besonderem Maße.
  • Verbraucher. Sie werden getäuscht, wenn ihnen anstatt des Originals eine Fälschung verkauft wird. Das Produkt kann wegen Qualitätsmängeln unbrauchbar sein. Außerdem können Schutzrechte verletzende Waren den Verbrauchern Schaden zufügen, da sie oftmals unter Missachtung der für den EU-Markt geltenden Sicherheits- und Gesundheitsnormen hergestellt werden.
  • Beschäftigte und Beschäftigungswillige. Die Umsatz- und Ertragseinbußen der Unternehmen, deren Produkte kopiert werden, führen letztlich zum Verlust von Arbeitsplätzen. Daneben besteht die Gefahr, dass die illegalen Unternehmen, die Imitate und Raubkopien herstellen, gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen verstoßen.
  • Allgemeinheit. Die weit verbreiteten Verstöße gegen Rechte des geistigen Eigentums machen Forschung und Innovation unattraktiv. Dadurch wird die Suche nach Lösungen für einige der dringendsten Probleme moderner Gesellschaften schwieriger und wirtschaftlich uninteressant. Außerdem entgehen der öffentlichen Hand Steuern und Abgaben. Und schließlich werden Verstöße gegen Rechte des geistigen Eigentums oftmals von kriminellen Vereinigungen begangen, die die erzielten Erträge zur Finanzierung anderer illegaler Aktivitäten verwenden und so die öffentliche Sicherheit bedrohen.


Nehmen Sie das Original

Der Diebstahl von geistigem Eigentum ist kein opferloses Verbrechen. Wenn Sie nachgeahmte Waren kaufen, helfen Sie kriminellen Händlern und finanzieren möglicherweise mittelbar die organisierte Kriminalität. Sie bringen die Hersteller der Originale um ihren rechtmäßigen Ertrag und machen Innovation und Kreativität unattraktiv. Sie gefährden Ihre eigene Sicherheit und Gesundheit, die Ihrer Angehörigen und auch die der Personen, die an Herstellung und Vertrieb der illegalen Produkte beteiligt sind.

An vorderster Front bei der Bekämpfung von Schutzrechtsverstößen stehen die Zollbehörden der EU-Länder, die bestrebt sind, die Einfuhr von Fälschungen in die EU zu verhindern. Ohne die Nachfrage der Verbraucher gäbe es allerdings überhaupt keinen Handel mit gefälschten und rechtswidrig hergestellten Waren. Leisten Sie Ihren Beitrag! Kaufen Sie keine Imitate!

So schützen Sie sich vor Produktpiraterie