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Weltzollorganisation

Am 30. Juni 2007 beschloss der Rat der Weltzollorganisation (WZO), dem Antrag der Europäischen Union (EU) auf WZO-Beitritt am 1. Juli 2007 stattzugeben. Mit dieser Entscheidung wurden der EU vorläufig Rechte und Verpflichtungen eingeräumt, wie sie die Vollmitglieder der WZO innehaben. Eine Vollmitgliedschaft ist möglich, sobald eine Änderung des Abkommen über die Gründung eines Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens, die Wirtschafts- und Zollunionen den Beitritt ermöglicht, von den derzeit 172 Mitgliedern der Organisation ratifiziert wurde.

Die WZO spielt bei der Förderung der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens und der Annahme neuer Herausforderungen für Zoll und Handel eine wichtige Rolle. Sie beteiligt sich intensiv an der Entwicklung und Umsetzung weltweiter Strategien zur Integration von Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Versorgungskette, Bekämpfung von Fälschungen, Förderung von Handel und Entwicklung sowie der effizienten Erhebung von Zolleinnahmen. Die zentrale Rolle der EU und ihre Kompetenzen bei internationalen Diskussionen über Zollfragen (einschließlich Zollreform) werden durch die WZO-Mitgliedschaft unterstrichen und bestätigt.

Im Rahmen der WZO wird sich die Gemeinschaft auf das vollständige Spektrum der Zollthemen konzentrieren, insbesondere auf die folgenden umfassenden Bereiche:

  • Nomenklatur und Einreihung in das Harmonisierte System,
  • Warenursprung,
  • Zollwert,
  • Vereinfachung und Harmonisierung von Zollverfahren sowie Handelserleichterungen,
  • Entwicklung von Standards für die Sicherheit der Versorgungskette,
  • Entwicklung von Normen zur Durchsetzung von geistigen Eigentumsrechten,
  • Aufbau von Kapazitäten zur Modernisierung und Reform des Zolls, unter anderem auch im Zusammenhang mit der Entwicklungszusammenarbeit,
  • Gegenseitige Amtshilfe zur Vermeidung, Untersuchung und Ahndung von Zollverstößen.

Die EU ist Vertragspartei mehrerer Übereinkommen der WZO. Sie trägt durch ihre Präsenz und Koordinierungstätigkeit in den Mitgliedstaaten, durch Festlegung und Präsentation des EU-Standpunkts in den Verwaltungsorganen der jeweiligen Übereinkommen zur Arbeit der WZO bei.

Die Europäische Union hat den Vize-Vorsitz der Europa-Region der Weltzollorganisation während eines Jahres ab dem 1. Juli 2014 gehalten. Ihr Mandat wurde bis zum 30. Juni 2016 verlängert. Die Details sind unserer speziellen Rubrik zu entnehmen.