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FAQ - EMCS

  1. Welche Vorteile bringt EMCS ?
  2. Wie funktioniert das EMCS ?
  3. Wie verwenden Wirtschaftsbeteiligte das EMCS ?
  4. Ist die Verwendung des EMCS verpflichtend ?
  5. Was geschieht, wenn das System nicht zugänglich ist ?
  6. Wann wird das EMCS betriebsbereit sein ?
  7. Welche Kosten entstehen den Wirtschaftsbeteiligten für das EMCS ?
  8. Welche Folgen hätten fehlerhafte Daten im Register der Wirtschaftsbeteiligten ?
  9. Kann das e-VD schon im Voraus erstellt werden ?
  10. Welches Dokument muss den Transport begleiten ?
  11. Wie werden die Wirtschaftsbeteiligten an das EMCS angeschlossen werden ?
1. Welche Vorteile bringt EMCS ?
Das EMCS hat zahlreiche Vorteile für die Wirtschaftsbeteiligten:
  • Keine Arbeit mehr mit Papierformularen (Erstellen, Handhaben, Archivieren);
  • Unmittelbare Validierung des e-VD (elektronisches Verwaltungsdokument), wodurch gewährleistet wird, dass der Empfänger die Waren erhalten darf und das Risiko falscher Angaben verringert wird;
  • Mögliche Integration der Verfahren in bestehende EDV-Systeme (z.B. mit ERP-Software);
  • Schnellere Freigabe der Sicherheit dank der frühzeitigen Erledigung der Beförderung;
  • Überwachung der Beförderungen in Echtzeit;
  • Sicherer Austausch der Daten zwischen allen Parteien (Wirtschaftsbeteiligte und Verwaltungen).
2. Wie funktioniert das EMCS ?
Das Schlüsselelement des EMCS ist das elektronische Verwaltungsdokument (e-VD), mit dem das zurzeit gültige BVD ersetzt wird. Im Falle einer Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren zwischen Lagerinhabern oder zwischen einem Lagerinhaber und einem berechtigten Wirtschaftsbeteiligten wird das e-VD vom Versender vorbereitet und seiner nationalen Verwaltung übermittelt. Anschließend validiert die Verwaltung das e-VD auf der Basis eines Abgleichs mit Referenzdaten (z.B. Registrierungsnummer des Versenders und des Empfängers). Nach dieser Validierung erhält das e-VD eine spezifische Bezugsnummer, genannt ARC, und wird automatisch an den Versender zurückgesandt, der erst dann den Warenversand einleiten kann.
Beim Erhalt der Waren erstellt der Empfänger einen elektronischen Empfangsbericht, den er der Verwaltung des Bestimmungsmitgliedstaates zukommen lässt. Die Verwaltung erklärt den Bericht gemäß dem e-VD und gemäß eventueller, anderer Informationen für gültig.
Nach dieser Validierung wird der Empfangsbericht als Bestätigung an den Empfänger und alle betreffenden Mitgliedstaaten zurückgesandt, darunter auch an den Abgangsmitgliedstaat, der seinerseits den Bericht automatisch an den Versender weiterleitet.
3. Wie verwenden Wirtschaftsbeteiligte das EMCS ?
Wirtschaftsbeteiligte werden elektronisch mit dem EMCS-System verbunden, und je nach Unternehmen und Verbrauchsteuerstatus werden sie Folgendes durchführen können:
  • Eingabe und Übermittlung von e-VDs, gegebenenfalls deren Korrektur;
  • Eingabe oder Empfang von Empfangsberichten;
  • Übermittlung von Bestimmungsort-Änderungen;
  • Aufteilung einer Warenlieferung im Falle von Energieprodukten (nicht alle Mitgliedstaaten werden dies genehmigen - siehe Dokument zu den optionalen Regelungenpdf(67 kB) Übersetzung für diesen Link wählen  );
  • Verfolgung des Beförderungsstatus', an dem sie beteiligt sind;
  • Einsicht in ihre Registrierungsinformationen.

Jeder Wirtschaftsbeteiligte wird die Schnittstelle für das System verwenden, die ihm von seiner nationalen Verwaltung bereitgestellt wird.
Nur gelegentlich auftretende Händler, die nicht an das System angeschlossen sind, erhalten Unterstützung bei der Eingabe von Daten oder dem Empfang von Informationen aus dem System.

4. Ist die Verwendung des EMCS verpflichtend ?
Wenn das EMCS seinen Betrieb aufnimmt, werden das papiergestützte Verfahren sowie das elektronische System während eines Übergangszeitraums parallel existieren.
Ist das EMCS vollständig in Betrieb (ab 1. Januar 2011), wird das derzeit gebräuchliche Papierverfahren vollständig abgelöst und alle Warenbeförderungen unter Steueraussetzung werden mithilfe des EMCS durchgeführt.
5. Was geschieht, wenn das System nicht zugänglich ist ?
Das EMCS-System ist in der Tat abhängig vom elektronischen Datenaustausch zwischen den Wirtschaftsbeteiligten und den Mitgliedstaaten. Die Möglichkeit eines Ausfalls von Komponenten wurde in Betracht gezogen; ausgefeilte Verfahrensweisen werden in derartigen Fällen greifen. Je nach Umfang der Systemausfälle wird der Datenaustausch über das EMCS verzögert oder vorübergehend durch Verfahren auf der Grundlage von Papierformularen ersetzt.
Siehe Kapitel 6 des FRSpdf(369 kB).
6. Wann wird das EMCS betriebsbereit sein ?
Gemäß dem aktuellen Zeitplan wird eine erste Gruppe von Mitgliedstaaten - und Wirtschaftsbeteiligten in diesen Mitgliedstaaten - ab 1. April 2010 die Grundfunktionalitäten des EMCS einsetzen. Die Mitgliedstaaten (ausgenommen Dänemark und Polen) werden zur gleichen Zeit in der Lage sein, die in ihrem Hoheitsgebiet ankommenden Lieferungen elektronisch zu bearbeiten (Bestimmungsmitgliedstaats-Funktionalität). Ausgehend von den Erfahrungen in dieser ersten Phase werden die Funktionen des EMCS erweitert.
7. Welche Kosten entstehen den Wirtschaftsbeteiligten für das EMCS ?
Es ist nicht möglich, die Kosten der Umstellung auf EMCS für jeden einzelnen Wirtschaftsbeteiligten zu beziffern. Die Auswirkungen der Umstellung (Anpassung der EDV-Systeme, Schulung der Beschäftigten usw.) sind von zahlreichen Faktoren abhängig. Es wird jedoch im Allgemeinen davon ausgegangen, dass die zusätzlichen Funktionen des EMCS und die verbesserte Rechtssicherheit vor allem für die Wirtschaftsbeteiligten Vorteile bringen wird, die langfristig höher sind als die Investitions- und Betriebskosten.
8. Welche Folgen hätten fehlerhafte Daten im Register der Wirtschaftsbeteiligten ?
Das EMCS wird die Qualität der Datenbank für die Wirtschaftsbeteiligten verbessern, da die auf nationaler Ebene vorgenommenen Aktualisierungen spätestens einen Tag nach ihrer Eintragung auch für die anderen Mitgliedstaaten zugänglich sein werden.
Aus rechtlicher Sicht zählt der Tag der Zulassung des Wirtschaftsbeteiligten, und nicht der Tag der Aktualisierung der Datenbank.
9. Kann das e-VD schon im Voraus erstellt werden ?
Das e-VD kann im Voraus erstellt (als Entwurf eines e-VD - maximal 7 Tage vor Beginn der Lieferung), jedoch nach seiner Validierung nicht mehr abgeändert werden. Andererseits kann eine Beförderung nicht vor dem eingegeben Zeitpunkt beginnen; dieser muss im e-VD eingetragen werden.
10. Welches Dokument muss den Transport begleiten ?
Eine ausgedruckte Version des e-VD oder ein anderes Handelsdokument, welches den einzigartigen Referenzcode (ARC), der von EMCS bestimmt wurde, deutlich erkennbar beinhaltet, muss den Transport begleiten.
11. Wie werden die Wirtschaftsbeteiligten an das EMCS angeschlossen werden ?
Mit dem EMCS wird eine Verbindung zwischen allen Verbrauchsteueranwendungen aller Mitgliedstaaten hergestellt. Diese Anwendungen werden von den Mitgliedstaaten entwickelt und beruhen auf gemeinsamen Spezifikationen. Zwar ist es Ziel der Kommission, den Zugang zum EMCS für alle Händler zu vereinfachen, doch wird jeder Mitgliedstaat selbst bestimmen, in welcher Form sein nationales Verbrauchsteuersystem für die Wirtschaftsbeteiligten zugänglich sein wird.