Taxation and customs union

Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)

 

Aktuelles

Die Kommission hat im Oktober 2016 einen Vorschlag zur Neuauflage der Gemeinsamen Konsolidierten Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage vorgelegt.  

Die neue GKKB wird in zwei Stufen implementiert und wird verpflichtend für die größten Unternehmensgruppen in der EU sein.

Pressemitteilung
2016 Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES über eine Gemeinsame Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage  - Annex
2016 Vorschlag für eine RICHTLINIE DES RATES über eine Gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) - Annex

Fragen unt Antworten (MEMO)

 

Was ist die Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)?

Die Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) umfasst einheitliche Regeln für die Berechnung steuerpflichtiger Gewinne der in der EU tätigen Unternehmen.

Mit der GKKB müssen Unternehmen zur Berechnung ihres Gewinns für Steuerzwecke nur die Regeln eines einzigen EU Systems befolgen anstelle die von vielen unterschiedlichen nationalen Systemen.

Unternehmen können eine Steuererklärung für ihre gesamten EU Unternehmungen abgeben und sie können Verluste in einem Mitgliedstaat mit Gewinnen in einem anderen Mitgliedstaat verrechnen.

Der konsolidierte steuerliche Gewinn eines Konzerns wird dann auf Basis einer Formel zwischen den Mitgliedstaaten aufgeteilt, in denen der Konzern aktiv ist.  Jeder Mitgliedstaat besteuert dann seinen Anteil am Gewinn unter Anwendung seines nationalen Steuersatzes.

Was sind die Vorteile der GKKB?

Die GKKB schafft moderne, faire und wettbewerbsfähige steuerliche Rahmenbedingungen für die EU.

Insbesondere wird die GKKB:

 

Den Binnenmarkt für Unternehmen verbessern

Die GKKB wird Bürokratiehemmnisse und Befolgungskosten für Unternehmen im Binnenmarkt reduzieren.  Mit ihr wird in der EU ein einheitliches System zur Berechnung der steuerlichen Bemessungsgrundlage für Unternehmen umgesetzt und es wird einen "one stop shop" zur Abgabe der Steuererklärung für die gesamten Aktivitäten im EU-Raum geben. 
Die GKKB wird grenzüberschreitende Aktivitäten von Unternehmen im Binnenmarkt vollständig anerkennen. Unternehmen werden die Möglichkeit haben Profite in einem Mitgliedstaat gegen Verluste in einem anderen Mitgliedstaat aufzurechnen. Dies ist besonders wichtig für kleine Unternehmen und Start-ups.
Die GKKB wird für Unternehmen Rechtssicherheit im Steuerbereich sicherstellen und Steuerhindernisse reduzieren, indem es ein einheitliches, stabiles und transparentes Körperschaftsteuersystem für die EU schafft.

 

 

 

Steuervermeidung bekämpfen

Die GKKB wird obligatorisch für die größten Unternehmensgruppen in der EU sein. Dadurch wird Steuervermeidung durch diejenigen Unternehmen verhindert, die die größten Steuerplanungskapazitäten besitzen.

Die GKKB wird Inkonsistenzen zwischen verschiedenen nationalen Systemen und aufgrund nicht öffentlicher Steuervorbescheide beseitigen, die zu Steuervermeidungszwecken ausgenutzt werden. Das System der Transferpreise, welches eine der Hauptrouten für Gewinnverlagerung darstellt, wird obsolet werden.

Die GKKB beinhaltet Regelungen zur Verhinderung von Missbrauch, um Mitgliedstaaten gegen Gewinnkürzungen und Gewinnverlagerungen hin zu Staaten außerhalb der EU zu schützen.  

Wachstum, Arbeitsplätze und Investitionen in der EU fördern

Die GKKB kann zu mehr Investitionen von bis zu 3.4% und mehr Wachstum von bis zu 1.2% führen.

Die GKKB fördert Business und Investitionen durch solide und vorhersehbare Regeln, faire und einheitliche Ausgangsbedingungen, sowie verringerte Verwaltungskosten.

Die GKKB wird durch einen zusätzlichen abzugsfähigen Betrag Anreize für Forschung und Entwicklung setzen, die so essentiell für Wachstum sind.
Die GKKB wird die Bevorzugung von Schulden im aktuellen Körperschaftsteuersystem beseitigen, indem Eigenkapitalfinanzierung gefördert wird. Dies wird unterstützend zur Kapitalmarktunion und Finanzstabilität in der EU beitragen.

Neuauflage der GKKB

Im Oktober 2016 hat die Kommission die Neuauflage der GKKB auf den Weg gebracht, um die Besteuerung von Unternehmen in der EU fairer, wettbewerbsfähiger und wachstumsfreundlicher zu machen.   

Die Kommission hatte die GKKB in 2011 schon einmal vorgeschlagen, aber dieser Vorschlag hat sich als zu ambitioniert herausgestellt, um ihn in einem Rutsch zu verabschieden.

Trotzdem gab es ein starkes Interesse an den Vorteilen, die die GKKB für Mitgliedstaaten und Unternehmen in der EU zu bieten hat.

Deswegen hat die Kommission den ursprünglichen Vorschlag verbessert und sieht einen handhabbaren Prozess für die Neuauflage vor.

Die wichtigsten Änderungen in der Neuauflage der GKKB sind:

Die GKKB wird in zwei Schritten implementiert

Im ersten Schritt werden die Regeln für eine gemeinsame Bemessungsgrundlage implementiert. Die Konsolidierung sollte zügig darauf folgen.

 

 

 

Die GKKB wird für große Unternehmen obligatorisch sein

Im ursprünglichen Vorschlag war die Anwendung der GKKB optional für alle Unternehmen und Unternehmensgruppen. Die neuaufgelegte GKKB wird obligatorisch für die größten Unternehmensgruppen in der EU sein. Damit werden die Unternehmen erfasst, die die größte Steuerplanungskapazität besitzen. Das System bleibt optional für die Unternehmen, die ihm nicht verpflichtend unterliegen.

 

 

 

Die GKKB wird starke Anreize für F&E setzen

In Anbetracht der Bedeutung von Forschung und Entwicklung für Investitionen, Wachstum und Jobs, beinhaltet die neue GKKB einen zusätzlichen abzugsfähigen Betrag für Forschung und Entwicklungsausgaben.

Die GKKB wird stabile Finanzierung fördern

In der GKKB wird Eigenkapital ähnlich behandelt werden wie zurzeit Fremdkapitalfinanzierungen, um die derzeitige Verzerrung im Steuersystem zu beheben.  Dies wird zu einer solideren Finanzierungsstruktur und zu größerer Stabilität beitragen.

Hintergrundmaterial

The 2011 CCCTB PROPOSAL