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Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut hat zu Mobilisierung und Engagement beigetragen. Jetzt müssen Taten folgen.

15/03/2012 Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut hat zu Mobilisierung und Engagement beigetragen. Jetzt müssen Taten folgen.

Die Europäische Kommission hat einen Bericht über die Durchführung und die Ergebnisse des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (2010) verabschiedet.

In diesem Bericht werden eine Reihe von Aktivitäten beschrieben, die als Teil der Kampagne in 29 Ländern und auf europäischer Ebene konzipiert wurden. Die meisten dieser Aktivitäten zielten auf eine bessere Informationspolitik und Sensibilisierung (einschließlich einer paneuropäischen Kampagne unter der Leitung der Europäischen Kommission),  auf die direkte Unterstützung von gefährdeten Bevölkerungsgruppen sowie auf Forschungs- und politische Initiativen ab. Insgesamt wurden in der gesamten EU rund 900 Aktivitäten direkt kofinanziert. Hinzu kamen 1800 Aktivitäten, die keine Finanzmittel im Rahmen der Kampagne erhielten. Die aktive Beteiligung von 164 Botschafterinnen und Botschaftern hat dabei geholfen, ein breiteres Publikum anzusprechen.

Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung hat großes Engagement gefördert und dazu beigetragen, Armut und soziale Ausgrenzung in den Mittelpunkt der Agenda Europa 2020 zu rücken. Es ermöglichte die aktive Teilhabe der von Armut betroffenen Menschen, führte zur Entwicklung von neuen Partnerschaften und betonte die Notwendigkeit, mehr Brücken zwischen den wichtigsten Akteuren (z. B. nichtstaatliche Organisationen, Unternehmen, Medien oder öffentliche Behörden hinter den für die Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung zuständigen Diensten) zu bauen. Durch beträchtliche Hindernisse, die die Krise hervorbrachte, die sowohl die von Armut bedrohten Menschen als auch diejenigen traf, die mit ihnen täglich zusammenarbeiten, konnte sich die volle Wirkung der Kampagne jedoch nicht entfalten.

Im Bericht werden ebenfalls die Folgemaßnahmen vorgestellt, die nach dem Europäischen Jahr 2010 ergriffen werden. Insbesondere haben Mitgliedstaaten im Rahmen der Strategie Europa 2020 spezielle nationale Zielwerte für die Eindämmung von Armut und sozialer Ausgrenzung festgelegt. Der Fortschritt in dieser Hinsicht wird während des Europäischen Semesters überwacht. Die Leitinitiative „Europäische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ zeigt die Agenda der Kommission durch konkrete Maßnahmen in verschiedenen Bereichen auf, wozu Maßnahmen für soziale Innovation oder zur Bekämpfung von Kinderarmut und finanzieller Ausgrenzung zählen. Das Paket von Rechtsvorschriften für die Kohäsionspolitik 2014 bis 2020 ist deutlich stärker auf das Problem ausgerichtet und umfasst auch die Bereitstellung von 20 % der Mittel des Europäischen Sozialfonds für Maßnahmen zur sozialen Eingliederung.


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