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Unterstützung aus dem EU-Globalisierungsfonds für 806 Bauarbeiter in Litauen

18/01/2010 Unterstützung aus dem EU-Globalisierungsfonds für 806 Bauarbeiter in Litauen

Die Europäische Kommission hat am 18. Januar 2010 einen Antrag Litauens auf Unterstützung durch den Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) genehmigt.

 Sie wird nun dem Europäischen Parlament und dem Rat vorschlagen, die entsprechenden Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen. Mit dem EGF-Beitrag soll 806 Bauarbeitern geholfen werden, wieder eine Arbeit zu finden. Der Antrag auf Gewährung von 1 118 893 EUR betrifft entlassene Arbeitskräfte aus 128 Klein- und Mittelbetrieben in Litauen.

Der Antrag Litauens steht in Zusammenhang mit 1 612 Entlassungen bei 128 Klein- und Mittelbetrieben der Baubranche – eine der von der Wirtschafts- und Finanzkrise als erste getroffenen Branchen. Etwa die Hälfte der entlassenen Arbeitnehmer wird voraussichtlich das mit den EGF-Mitteln ermöglichte Unterstützungsangebot nutzen.

Im ersten und zweiten Quartal 2009 ging der Umfang der Bautätigkeit in Litauen im Vergleich zu denselben Quartalen des Vorjahres um 42,81 % bzw. 48,04 % zurück; der plötzliche Auftragsrückgang führte zu den Entlassungen.

Die Entlassungen haben schwerwiegende Auswirkungen in Litauen, das eine der höchsten Arbeitslosenquoten in der EU hat und seit dem Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise einen weiteren signifikanten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Besonders stark ist das Baugewerbe betroffen, wo allein im Jahr 2008 etwa 10 % der Arbeitsplätze in Litauen abgebaut wurden.

Mit Beschäftigungsanreizen, Berufsberatungs‑ und Umschulungsmaßnahmen, die mit den EGF-Mitteln finanziert werden, soll den 806 am stärksten getroffenen entlassenen Bauarbeitern die Rückkehr in die Beschäftigung ermöglicht werden. Die geschätzten Gesamtkosten für das Maßnahmen-Paket belaufen sich auf 1 721 374 EUR, davon soll der Finanzbeitrag des EGF 1 118 893 EUR abdecken.

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