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Wiederbelebung der krisengeschüttelten Arbeitsmärkte

15/12/2009 Wiederbelebung der krisengeschüttelten Arbeitsmärkte

Krisenreaktionsmaßnahmen und die finanzielle Unterstützung durch die EU haben dazu beigetragen, die negativen Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs auf die EU-Arbeitsmärkte 2009 abzumildern.

Dies geht aus einem am 15. Dezember 2009 veröffentlichten Bericht der Europäischen Kommission hervor. Diese Maßnahmen sind jedoch mit langfristigen Reformen im Beschäftigungsbereich abzustimmen, um einen erfolgreichen Ausweg aus der Krise zu ermöglichen. Der vorgelegte Entwurf des Gemeinsamen Beschäftigungsberichts wird im März 2010 von den Ministern für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten im Rat diskutiert und soll einen Beitrag zu der neuen EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung 2020 leisten, die im Frühjahr 2010 von den EU-Staats- und Regierungschefs angenommen werden soll.

Der Entwurf des Gemeinsamen Beschäftigungsberichts der Kommission enthält eine Analyse der Maßnahmen, die in der gesamten EU ergriffen wurden, um Arbeitsplätze zu erhalten und denjenigen zu helfen, die mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Ferner zeigt er die Herausforderungen der Zukunft auf. Nach der deutlichen Verschlechterung der Lage auf den Arbeitsmärkten 2009 aufgrund des Wirtschaftsabschwungs wird die Arbeitslosigkeit Prognosen zufolge in allen EU-Ländern weiter steigen, wenn auch mit geringerer Geschwindigkeit. Auch wenn für die nächsten zwei Jahre eine allmähliche wirtschaftliche Erholung erwartet wird, wird die Erholung der Arbeitsmärkte länger auf sich warten lassen. Zu den besonders betroffenen Gruppen gehören junge Menschen, Migranten und geringqualifizierte Arbeitnehmer.

Im Rahmen der drei Schwerpunkte der EU-Beschäftigungsstrategie haben die Mitgliedstaaten ihre beschäftigungs- und sozialpolitischen Strategien erheblich intensiviert, um der Wirtschaft einen Impuls mit sofortiger Wirkung zu geben und Risikogruppen gegen die Auswirkungen der Krise zu schützen. Öffentliche Arbeitsverwaltungen wurden in vielen Ländern ausgebaut, um die gestiegene Arbeitslosigkeit zu bewältigen. Die finanzielle EU-Unterstützung aus dem Europäischen Sozialfonds und dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung hat den Mitgliedstaaten erheblich dabei geholfen, Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise zu finanzieren.

Die sozialen Sicherungssysteme konnten ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen: automatische Stabilisatoren haben – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß – die unmittelbaren sozialen Auswirkungen des Wirtschaftsabschwungs abgefedert. Die Fähigkeiten der Mitgliedstaaten, der steigenden Nachfrage nach sozialer Sicherheit zu begegnen, fallen sehr unterschiedlich aus und unterstreichen den Bedarf an wirkungsvollen Maßnahmen zur Wiedereingliederung der Arbeitslosen.

Weiteres Vorgehen

Die zentrale Herausforderung, der die EU und die Mitgliedstaaten nun begegnen müssen, besteht darin, die richtigen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Erholung des Arbeitsmarktes zu schaffen. Der Schlüssel zur Schaffung neuer und besserer Arbeitsplätze liegt einerseits in erfolgreichen Exit-Strategien, mit denen Arbeitskräfte und Unternehmen auf die strukturellen Herausforderungen vorbereitet werden, und andererseits in wirksamen öffentlichen Maßnahmen zur Modernisierung der Arbeitsmärkte.

Der von der Kommission vorgelegte Bericht wird von den EU-Ministern für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten auf der Tagung des Rates Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz am 8. und 9. März 2010 diskutiert. Er stellt einen Beitrag zu den Vorbereitungsarbeiten der Kommission und der Mitgliedstaaten zur EU-Strategie bis 2020 dar, die rechtzeitig zur Frühjahrstagung des Europäischen Rates am 25. März vorgelegt werden soll. Der Bericht folgt dem Bericht „Beschäftigung in Europa 2009“, der die neuesten Trends auf den EU-Arbeitsmärkten detaillierter analysiert.

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